Beginnen Sie die Planung für den Kongress 2014


Mit etwas unter 300 Tagen bis dahin ist es an der Zeit das Planen für die IFAJ-Kongress 2014 zu beginnen.

Unter dem Thema Innovations from a Small Island [Innovationen von einer kleinen Insel] wird die Veranstaltung den weltweiten Medien britische Lebensmittel und Landwirtschaft vorführen.

Kongressteilnehmer werden Gehöfte, Märkte, Distillerien, Vermalzung, Wälder, Sägemühlen, Erzeuger erneuerbarer Energie und noch viel mehr besuchen. Pläne werden bearbeitet für Vor- und Nach-Kongresstouren, die in London und den Midlands/Wales respektive stattfinden sollen.

Für mehr über den Kongress 2014 besuchen Sie: www.ifaj2014.com.

Schaftreiben auf der London-Brücke

Adrian Bell
Großbritannien

London hat eine Anzahl historischer Berufsverbände, die als “Livery Companies” [Livree …] bekannt sind. Aus der mittelalterlichen Zeit datierend waren diese Kompanien ursprünglich Gilden, die für die Regeln und Kontrolle ihrer verschiedenen Handwerke verantwortlich waren – und während einige Handwerke heute fortgefallen sind (Langbogenfertiger, Pfeilmacher und Talgkerzenverkäufer, um einige zu nennen – existieren ihre Kompanien heute als rein karitative Organisationen) und viele der 109 Kompanien haben noch immer eine wichtige Rolle zu spielen, sowohl in ihrem Handwerk als auch bei der Ausbildung neuer in ihre Berufszweige Eintretender.

Um ein “Liveryman” in einer dieser Kompanien zu werden, muss man zuerst ein “Freeman” [Freier Bürger] der Stadt London werden. Der Titel wurde zuerst im Jahre 1237 dokumentiert und bezeichnete den Träger als jemanden, der nicht Eigentum eines Feudalherren war, d.h. er war “frei.” Das gab dem Träger eine Anzahl Privilegien, die vom Mittelalter an, das Recht einschlossen zu geschäftstätig zu sein.  Als Mitglied einer Zunft oder “Livery Company” war man berechtigt, innerhalb der Quadratmeile der Stadt Handel zu treiben. Heutzutage ist der Titel zeremoniell, aber man muss noch immer die “Freedom Ceremony” [Freiheitszeremonie] durchmachen, die im “Chamberlain’s Court” der Londoner Zunfthalle abgehalten wird. Der Bewerber muss die “Declaration of a Freeman”[Erklärung eines freien Mannes] lesen und im “Declaration Book” unerschreiben, dass er einen Treueeid zu Ihrer Majestät Königin Elizabeth geschworen und sich bereit erklärt hat, “to keep the Queen’s peace” [den Frieden der Königin zu bewahren].

Traditionell verbunden mit den Rechten eines “Freeman” waren eine Anzahl von Privilegien. Im Mittelalter waren sie hoch angesehen: das Recht ein Schwert außerhalb der Scheide offen zu tragen, das Recht, falls zum Tode verurteilt, mit einem seidenen Strick gehängt zu werden; das Recht einer Anklage “betrunken und außer Rand und Band zu sein” dadurch zu entkommen, dass die Polizei der Stadt London ihn nach Hause schickt – und das Recht, als Handelstreibender Schafe über die London-Brücke zu treiben – die damals die einzige Brücke über die Themse – und in die Stadt selbst war.

Jenes letzte Privileg ist das einzige, das heute noch in Kraft ist, aber, nicht verwunderlich, nur selten beansprucht wird. So organisierte die “Worshipful Company of Woolmen” [Verehrende Kompanie der Wollmänner] am Ende September unter ihrem Zunftmeister, Bill Clark, ein “Schaftreiben.” Freimänner und “Liverymen” würden die Gelegenheit  haben, dieses uralte Recht, Schafe über die London-Brücke zu treiben. Mitglieder der Britischen Gilde [IFAJ] waren eng mit dem Vorhaben involviert: der stellvertretende Vorsitzende Howard Venters als “Woolman” hatte mit der Organisation zu tun, Logistik und Herstellung des Souvenirprogamms durch seine Firma Shepherd Publishing, während der unmittelbar letzte Vorsitzende und ENAJ-Kommunikationsbeauftragete Adrian Bell (ein “Liveryman” von der Bauern-Kompanie) die freiwillige Mitarbeit seine PR-Firma Whispers anbot, die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen, die die Veranstaltung unterstützte.

Karitative Absichten unterlagen dem Tag, denn die Veranstaltung war organisiert worden, um Gelder für den “Lord Mayor’s Appeal” [Oberbügermeisters-Spendenappel] zu sammeln – der eine ganze Reihe von in London ansässiger Wohltätigkeitsgruppen unterstützt – und den eigenen Wohltätigkeitsfond der “Wollmänner”, der Bildung und andere Woll-verwandte Anliegen fördert. Frühe Zahlen lassen ersehen, dass mehr als £40,000 eingebracht wurden.

“An dem Tag selbst wurden früh am Sonntag Barrieren errichtet, um Londons modernen Verkehr von unserer Wiedereinfuhr vom Verkehr vor 500 Jahren zu trennen,” erklärte Adrian. “Wir sahen mehr als einige wenige Köpfe sich in Verwunderung umdrehen als Autofahrer, Businsassen, Fußgänger und Radfahrer bemerkten, dass in der Tat eine Herde Schafe die abgesperrte Busspur hinüber getrieben wurde.”

“Und angenehmerweise war die Berichterstattung von der Veranstaltung superb – mit einem Teil der Sendezeit in den ITV-Abendnachrichten, mehreren Hinweisen im BBC-Radio 2, Bildberichten in The Times, Independent and Financial Times, und weitläufige Syndikation an die regionale und internationale Presse bis einschließlich so weit weg wie China und Kanada.

“Es war ein bemerkenswerter Tag und erinnernswert wegen der Teilnahme an einer Tradition – und weil ein Privileg in Anspruch genommen werden konnte, dass fast 1,000 Jahre Geschichte birgt,” sagte er.

“Die Livery Company” ist  hoch erfreut über das Profil, das die Veranstaltung erbrachte,” fügte Howard hinzu, “wenn man die Wichtigkeit der “Livery Companies” innerhalb der Stadt bedenkt und die Rolle der Stadt britischen Handel in Übersee zu fördern. Der Wollhandel beträgt £1.25bn in der britischen Wirtschaft.

Howard and Adrian bekamen beide ihre Chance, ihre Freimänner-Rechte auszuüben, während Beistand für den Tag (Schafhüten usw.) von einer Zusammenarbeit von City Farms, einschließlich Surrey Docks, einem Zielort von der IFAJ 2014 Vor-Kongress-Tour, der Mitglied der ”Worshipfull Company of Farmers” kam.

“Das dürfte wohl das erste “richtige” Schaftreiben in vielen Jahren gewesen sein,” meinte Howard, “weil die Schafe wirklich als Herde getrieben wurden, statt an der Leine, wie es oft der Fall war, als frühere ‘Treiben’ stattfanden.”

“So erfolgreich war der Tag, dass eine weitere Veranstaltung bereits für das Jahr 2014 geplant wird,” sagte Howard. “In der Tat hofften wir, dass wir es mit den Daten der 2014er
Vor-Kongress-Tour verbinden könnten, die vom 31. August bis 3. September in London stattfinden soll. Es wäre prima gewesen, unseren Delegierten auch Presseausweise für diesen Tag zu  geben!”

Was im weltweiten Agrarjournalismus trendiert

Kim Waalderbos
Kanada
IFAJ Boot Camp-Teilnehmer

Soziale Medien stehen an erster Stelle auf der Liste der Trends, denen Agrarjournalisten weltweit folgen. Diese Tendenzen zeigten sich auch bei den Delegierten als Teil der IFAJ-Allteach Young Leader und des Master-Klassen-Programms.

Der irische Journalist Darren Carty sagte, Kollegen in seinem Land werden “gebeten, aber nicht gezwungen den Wandel mitzumachen und mehr soziale Medien zu adoptieren”, während Carla Wiese-Smith feststellte, “Unser Job hat sich gewandelt, aber wir sind nicht aufgefordert worden, uns zu verändern.” Sie meinte, die meisten ihrer australischen Kollegen, besonders jüngere Journalisten, zeigen sich selbst-ausgebildet und übernehmen die Werkzeuge der sozialen Medien.

Die Diskussion offenbarte, dass die sozialen Medien Journalisten geholfen habe, eine größere Leserschaft zu erreichen und die Inhalte zu differenzieren, die sie anbieten, obwohl die dazu nötigen Handgriffe sorgfältig eingesetzt werden müssten. Wiese-Smith betonte die “Macht der sozialen Medien darf nicht unterbewertet werden”, wobei sie mitteilte, die australischen Rindfleischexporte setzten in weniger als 12 Stunden aus, nachdem ein Schlachthaus-Exposé auf der On-line gepostet wurde.

Frida Jonson, eine Web-Editorin in Schweden, meinte Sozialmedien-Seiten hätten gute Kommunikation mit Leser gefördert, die ihre Publikationsseite kommentieren, aber sie hätten auch “ein großes Problem mit Trollen” geschaffen (jemand, der ganz bewusst eine provokative Botschaft mit der Absicht postet, Störung und Kontroverse zu erregen). Jonson berichtet, das Verhalten von Trollen habe sie gezwungen, ihre Veröffentlichung auf bestimmten ihrer Seiten Kommentaren ganz zu verschließen.

Trollen sind auch in den Niederlanden ein Problem, erklärt Tienke Wouda, Editorin  der Zeitschrift Nieuwe Oogst, des niederländischen Bauerverbandes. Sie schlägt einen Registrierungsprozess vor, der nur Mitgliedern das Kommentieren erlaubt, was das Problem verringert hat. Wouda bringt große Nachrichten gewöhnlich auf der Internet-Seite des Verbands, während die Druckpublikation sich jetzt auf Hintergrundartikel beschränkt.

Zahlwände werden von ATL in Schweden benutzt, sagt Jonson und fügt hinzu, On-Line-Leser dafür zahlen zu lassen, Inhalte zu sehen, macht es fairer für die Leser, die fortfahren, Papiersubskriptionen zu kaufen. “Wenn du gut genug bist, haben die Landwirte auch die Resourcen und sind gewillt für Wissen zu zahlen,” meint sie.

Wiese-Smith berichtet, die Fairfax Media Group hat einen E-Leser eingeführt und in den vergangenen zwei Jahren ihre Webseite wesentlich entwickelt (www.theland.com.au). In der Ukraine sagt die Fernsehjournalistin Alona Novichkova seien es die Agrarjournalisten, die sich weiterentwickeln müssten, um mit dem modernen Landwirt Schritt zu halten. Sie erweitert ihre Fähigkeiten durch Inskription im Landwirtschaftsprogramm einer Universität. “Wir müssen Wissen zum Partner machen, genau wie die Universität, um relevant zu bleiben,” meint sie.

Artikel in Farmer’s Weekly, einer in Südafrika gedruckten Zeitschrift, erscheinen jetzt in kürzerem Format “höchstens 250 Worte”, sagt Journalist Denene Erasmus. Es ist ein Anpassen an die Leserschaft, die sich seit Einführung von 140 Buchstaben Tweets ihre Nachrichten in Bissgröße sucht. “Unsere Dokumentarberichte tendieren auch zu mehr Fotos und kurzen Tatsachen, damit die Leser sie schnell überblicken und eine gute Idee davon bekommen können, was gesagt wird.”

Erasmus sagt, ihre Leserschaft sei in zwei Sphären geteilt: kommerzialisierte Landwirte und aufstrebende Bauern kleinen Maßstabs. Das bedeutet, sie schreibt über alles von der neusten Marktinformation und Technologie bis zu “wie man einen Hühnerstall baut.”
Artikel nehmen für die östereichische Journalistin Anette Weber einen breiteren “ländlichen” Ton an. “Wir berichten über mehr ländliche und umweltbezogene Themen,” sagt sie. Jonson meint, eine ähnliche Tendenz zeige sich in Schweden. “Wir dehnen aus, worüber wir schreiben. Es geht jetzt mehr um ländliche Belange und nicht ausschließlich um Landwirtschaft.”

In Österreich behauptet Weber kümmerten sich die großen Medien nicht um Agrarthemen. Um zu helfen, unterhält ihre Organisation, die Landwirte vertritt, eine Lobby mit Berichtsideen bei Journalisten der Tagesmedien.

Jennifer Latzke vom High Plains Journal meldet, “Agvokaten” (oft Landwirte und ihre Frauen) erregen durch Blogs und andere soziale Medien Aufmerksamkeit und kommunizieren über Agrarwirtschaft mit breiteren Leserschaften in den Vereinigten Staaten. Dass Agvokaten im allgemeinen kein formales Kommunikationstraining besitzen, meint sie, kann beim Besprechen von verfänglichen Themen problematisch werden. Latzke sagt, auch nehme der Druck von Anti-Landwirtschaftsaktivisten zu.

Letztendlich wenden sich Journalisten, Agvokaten und Aktivisten an Konsumenten, die es “für garantiert” halten, Lebensmittel zur Verfügung zu haben, meint Latzke. “Sie interessieren sich mehr dafür, wie Nahrung produziert wird als dafür, dass die Regale der Geschäfte voll sind.”

Mit der Landwirtschaft befassen sich die bekannten Nachrichtenträger in Guatemala nur zu Krisenzeiten, sagt der Landwirt und Journalist Fredy Gustavo Cálvez. “Die Landwirtschaft wird nur erwähnt, wenn es einen Ernteausfall oder Schädlinge wie bei unserem Kaffee gibt,” sagt er. Die gleiche Situation herrscht in Nicaragua, sagt Yajairi Aguirre Morales. “Sie sorgen sich nur um Nahrungsmittelengpässe zu Anfang oder Ende der Anbauzeit und zwar wegen deren Einfluss auf die Verbraucherpreise.”

In Bolivien gibt es sehr wenige der Landwirtschaft gewidmete Veröffentlichungen und die Mainstream-Medien ignorieren Agrarthemen, berichtet Gustavo Arias und sagt: “Es ist einfacher im Ausland zu veröffentlichen als hierzulande.” Er meint viele seiner Kollegen seien unwillig ihren Schreibtisch in der Stadt zu verlassen und Farmen zu besuchen, um Tatsachen in Augenschein zu nehmen. “Es ist einfacher das Bild des armen Bauern zu verkaufen und im Internet Fotos zu suchen, die 10 Jahre alt sind, statt aufs Land zu gehen und einen realistischen Eindruck erster Hand davon zu bekommen, was jetzt passiert,” meint er.

Die latein-amerikanischen Journalisten bemerkten es sei schwer, auf Wissenschaft basierende Informationen von einer streng zensierenden Regierung zu bekommen. Im allgemeinen, sagt Morales, das “Fakten” durch politischen Konsens festgelegt werden. Sie erklärt, diese zusätzliche Herausforderung, seltene wissenschaftsfundierte Fakten zu erhalten, werde noch dadurch erschwert, dass man sie in einfache Sprache entschlüsseln müsse, die “jeder verstehen kann.”

Glaubhafte Information zu erhalten sei auch eine Herausforderung in Peru, sagt der Radiojournalist Carlos Cruz Bellodas. In seinem Land, sei es Brauch, Journalisten dafür zu bezahlen, dass sie Pressekonferenzen besuchen. “ Ihre Mahlzeiten, Flugtickets, Unterkunft werden sämtlich bezahlt,” sagt er und fügt hinzu, dass er bei “gekauften Medien” ein ungutes Gefühl hat. “Menschen sollten an den Neuigkeiten interessiert sein, ohne dafür bezahlt zu werden,” meint er.

IFAJ Nachrichten Dezember 2013

IFAJ Newsletter Sponsor BEKINA®



IFAJ-Plattform für sich entwickelnden Journalismus

Riitta Mustonen
IFAJ-Generalsekretärin
Finnland

Glänzende Beispiele davon, was unsere Mitglieder zu leisten in der Lage sind, können auf der IFAJ-Webseite eingesehen werden. Es gibt so viel zu lernen.

Schauen Sie sich beispielsweise die großartigen Fotos vom IFAJ-Fotowettbewerb an: Peter Risteviskis “I won’t abandon you [Ich werde dich nicht verlassen],” die siegreiche Einsendung des diesjährigen Wettbewerbs, oder Cliff Donaldson’s “Feeding time [Zeit zum Füttern]”, Gewinner des letzten Jahres. Lesen Sie Caitriona Murphys Bericht “Fear that stalks our farms [Furcht, die unsere Anwesen verfolgt].” Oder sehen Sie sich Sean Murphys Video “Freedom of Choice [Freiheit der Wahl]” an. Sie werden beeindruckt sein.

Wo außer bei IFAJ können Sie so internationalen Widerhall für Ihre Arbeit im Landwirtschaftsjounalismus erreichen? IFAJ gibt Ihnen eine internationale Plattform und bietet allen ihren Mitgliedern Möglichkeiten bei ihren Wettbewerben mitzumachen.

Wenn Sie ein einzigartiges Foto aufgenommen, einen wesentlichen Bericht geschrieben oder ein On-line-Stück verfasst haben, zögern Sie nicht, das Resultat zu einem unserer Wettbewerbe einzusenden. Schauen Sie auf das zurück, was Sie dieses Jahr geschaffen haben – es muss da etwas geben, das Sie Anderen mitteilen möchten. Sie bekommen Feedback von internationalen Begutachtern und tragen Ihren Teil zur allgemeinen professionellen Entwicklung bei.

Ehe Sie das aber tun, besuchen Sie die Webseite der IFAJ und sehen Sie unter www.ifaj.org/contests-awards nach, um zu sehen, was früher bereits gemacht wurde. Ich glaube, Sie werden etwas davon lernen. Allerwenigstens werden Sie Ihre Freude daran haben, was Sie dort sehen und hören.

Wenn Sie Ideen haben, was IFAJ sonst noch für die professionelle Weiterentwicklung tun kann, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Exekutivkomiteemitlied oder einem IFAJ-Präsidumsmitglied in Vebindung. IFAJ kann uns helfen, bessere Agrarjournalisten zu werden.

Eine neue Managermannschaft für IFAJ

Im Anschluss an einen Interview- und Abwägunsprozess meldet das Personalkomitee der IFAJ die Einstellung zweier Personen. Das Hauptziel der Einstellung neuer IFAJ-Mitarbeiter ist es, bei Verwirklichung der Strategie zu helfen, bis 2020 eine weltweit wirksamere Organisation zu sein, wie es von der Delegiertenversammlung auf dem Kongress 2012 in Schweden ratifiziert worden war.

Die zwei Kandidaten für die neuen Stellen sind: José van Gelder für die Stelle als Globalmanagerin und Anne Kluivers für die Position als Globalassistentin. José und Anna sind beide aus den Niederlanden und beide sind bei Agriterra beschäftigt. “Dass sie bei Agriterra tätig sind, birgt für IFAJ einen hohen Effizienzgrad in sich, schrieb Makus Rediger gegen Ende November in einem Brief an die IFAJ Exekutive.

Anfang Dezember 2013 werden sich José und Anne mit Connie Siemes, der ehemaligen Exekutivsekreärin, in Verbindung setzen und dabei helfen, die Treffen während der Grünen Woche in im Januar 2014 vorzubereiten, wo die nächsten Schritte in der Arbeit der IFAJ zur Diskussion kommen. Ich glaube, das Personalkomitee hat solide Arbeit geleistet, als es diese Entscheidungen traf – nachdem es die Kandidaten auf den kurzen Liste interviewt und ihre Empfehlungsschreiben gesichtet hatte.

Diese neue Mannschaft, zusammen mit der angestrengten Arbeit des Exekutive und des Präsidiums, wird unsere Föderation dem gemeinsamen Ziel näherbringen, eine starke, auf jedem Kontinent vertretene Plattform für Landwirtschaftsjournalisten und –kommunikatoren zu sein.

José van Gelder – Globalmanagerin

José ist aktiv und zeigt ihr Engagement für unsere Organisation seit sie 2010 die erste Master-Klasse in Belgien organisert hat. Seit der Zeit hat sie Programme für die IFAJ entwickelt, obowhl sie zu der Zeit weder Offizielle noch Delegierte war. Diesen Sommer wurde sie Exekutivmitglied für die Niederlande, welches Amt sie in Berlin freiwillig niederlegen wird. Ausser ihrer neuen Aufgabe innerhalb der IFAJ arbeitet José als Senior-Kommunikationsberaterin für Agriterra, eine strategische Position, in der sie für alle innerbetrieblichen und internationalen Kommunikationen verantwortlich ist.

Anne Kluivers: Globalassistentin

Anne Kluivers arbeitet gegenwärtig als Kommunikationsbeauftragte bei Agriterra. Sie ist für die Organisation von all deren Veranstaltungen verantwortlich, weiterhin fü den Einsatz aller neuen Medien und die Entwicklung neuer Einsatzmöglichkeiten derselben und koordiniert ausserdem die Gruppe der freiwillien Helfer. Anne hat einen soliden Hintergrund und spricht, genau wie José, mehrere Sprachen ausser Hollädisch und Englisch. Ferner hat sie sich durch eine Ausbildung in interkulturaler Verständigung spezialisiert. Anne hat gezeigt, dass sie nicht nur die richtigen Fähigkeiten für die neue Position besitzt,  sondern sie ist auch voll Energie und Enthusiamus, sie mit Erfolg zu versehen.

Kooperation mit Agriterra

Dadurch dass IFAJ zwei Angestellte von Agriterra übernimmt, wird ein hoher Grad von Effizient erreicht – nicht nur was die Kommunikation zwischen beiden Partnern betrifft sondern auch mit Blick auf die Verwaltung. Statt zwei Gehälter aueinanderzuhalten – einschließlich aller damit zusammenhängenden Belange wie Steuern und Versicherung, hat IFAJ es mit Agriterra’s Direktor so arrangiert, dass diese Dinge durch IFAJ erledigt werden. Agriterra ist eine “non-Profit-Stiftung und ihre Mission ist der der IFAJ sehr ähnlich, weshalb Markus Rediger meint, dieses Arrangement sei von beiderseitigem Vorteil.

Exosure-4-Development: Die Uganda-Tour 2013 ist Geschichte

José van Gelder
Agriterra
Niederlande

Obwohl wir Afrika hinter uns gelassen und in unsere – meist viel älteren – Länder zurückgekehrt sind, bedeutet das nicht, dass Uganda nicht mehr in uns ist.

Was für eine Woche! Was für eine gute Gruppe! Was für ein erstaunliches Land! Mit allen Teilnehmern daran interessiert zu lernen, dauernd Notizen screibend und Fotos aufnehmend, bin ich mir sicher, dass diese Tour wiederum zu viel Auseinandersetzung damit führen wird.

Nicht nur als IFAJ-Exekutivmitglied sondern auch als Agriterra-Mitarbeiter involviert, das ist, was wir erreichen wollten: den IFAJ-Journalisten verschiedene Landwirtschaftsanliegen in der sich entwickelnden Welt aufzuzeigen. Sie zu befähigen mit offenen Augen die Eindrücke von Hunger und Armut in Afrika aufzunehmen und die Landwirtschaft in einem Land voll Initiativen und Geschäftsgelegenheiten zu untersuchen. Besonders die von Landwirten selbst organisierten. Nochmals, wir glauben wir haben unser Ziel erreicht.

Weil ich aber der Organisator dieser Tour war, ziehe ich es vor, einen der Teilnehmer Ihnen  berichten zu lassen, ob die Tour wirklich wertvoll war und ob man in der Gruppe ein klareres Bild von Agrikultur und Landwirten in diesem wunderbaren Land hat.

In den kommenden Wochen werde ich Berichte von unserer Tour sammeln und sie in die IFAJ-Webseite laden. Ich hoffe, Sie werden Ihre Freude daran haben.

My feeling about the E-4-D week in three words

Claire Muller

Switzerland

Efficiency- What I saw and experienced during this 6 days tour would have taken me ages to organize by myself. Organizers knew exactly the needs and the expectations of agricultural journalists. Who and what they chose to show us was totally relevant, such as cooperatives, as farms, as people, as groups, but also as themes: Land rights, climate change, microfinance, innovation, milk market, etc.: the diversity of topics chosen really helped me to perceive in a few days more than a glimpse of Uganda’s agriculture.

Liberty- Even if the program was full with meetings, travelling and reporting, I never felt forced to stop there or to follow the group somewhere. Any time I wish, the organizers were flexible to arrange talks with people, stops to make pics, etc.

Safety- As it was my first time in Africa, I didn’t know what to expect in terms of safety. Thanks to the good information received prior the trip, I never felt threatened during our stay.

The organizers were also able to manage a group of journalists with very different characters/personalities and culture. It was my first experience with Agriterra/IFAJ and I really felt as an integral part of the great human adventure.

So, for me it was a rewarding week, professionally but also humanly. Thanks to this week, I will never again look at Africa the same way as before.

For all these reasons, I just say THANK YOU to all that have been participating by far or close to this wonderful week.

Gelegenheiten und Herausforderungen in Uganda

Liza Karlsson
Schweden

Während der ersten Woche im November hatte eine Gruppe von 14 Landwirtschaftsjournalisten aus aller Welt die Gelegenheit, die Landwirtschaft von Uganda näher kennenzulernen. Während dieser Woche, organisiert von Agriterra und IFAJ in Kooperation, besuchten wir Bauern, Unternehmer in von Landwirtschaft verbundenen Betrieben und Verbänden zusammen mit José van Gelder und Yvonne van Maanen von Agriterra und wurden geführt von Agriterra Geschäftsberater Taco Hoekstra.

Wir hatten eine ausgezeichnete Gelegenheit, mehr über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten der sich entwickelnden Landwirtschaft in Uganda zu erfahren. Ich denke, wir werden in den kommenden Monaten viele Berichte von den Teilnehmern sehen und lesen.

Während der Woche besuchen wir sowohl Milchproduzenten als auch Kaffee- und Teeplantagen und erfuhren,wie die Bauernorganisationen analphabetischen Bauern beibringen, ein profitables Geschäft zu betreiben. Wir diskutierten Klimawandel und Geschlechtsrollenbelange in der Landwirtschaft mit Bauern und Vertretern der ITTA und CIDI. Wir haben auch überhört und (einige von uns) nahmen teil an einer  Debatte über die  Herausforderungen im finanziellen Sektor von Uganda, die von Agriterra in Zusammenarbeit mit der niederländischen Botschaft organisiert wurde. Es war eine sehr vielseitige und interessante Woche, die uns eine ungewöhnliche Einsicht in und Ausbildung über die Nahrungsmittelindustrie und das Leben in Uganda bot!

Für mich als Journalistin mit besonderem Interesse an Milchwirtschaft waren die Besuche bei Milch erzeugenden Betrieben und Molkereigenossenschaften und dem AI-Zenter die wirklichen Höhepunkte, aber auf persönlicher Basis habe ich so viel mehr gelernt als nur über die ugandische Milchwirtschaft. Als begeisterte Reisende muss ich zugeben, dass ich während dieser neun Tage viel mehr Lektionen über das Leben mitnahm als je zuvor. Es wird Zeit beanspruchen, all das ganz zu verstehen, was ich in dieser kurzen Woche gelernt habe, aber ich glaube, meine Lebenslektionen gehen weit über die Gebiete von Landwirtschaft und Marktentwicklung  hinaus. Ich bin zutiefst für die Gelegenheit dankbar, an diesem Erlebnis teilgenommen und all diese wunderbaren Menschen kennengelernt zu haben, die ich in dieser Woche traf, sowohl in der Gruppe und während unserer Besuche. Herzlichen Dank dafür, dass ich auf dieses Abenteuer in Afrika und im Leben mitgenommen wurde!

Dänen und Gambier arbeiten zusammen, Hörerbedürfnisse zu erfüllen

Per Henrik Hansen
Dänemark

Die dänische Gilde der IFAJ und das Network of Agricultural Communicators (NAC) [Netzwerk der landwirtschaflichen Kommunikatoren] in dem westafrikanischen Land Gambia werden im März 2014 zusammenarbeiten und zwar mit dem Ziel, eine Strategie zu entwerfen, um dort Landwirtschaftsjournalismus ins Leben zu rufen.

Anfangs werden zwei Mitglieder der dänischen Gilde und zwei Mitglieder der NAC eine viertägige Forschungsreise in die Provinzen Gambias unternehmen, um die Bedürfnisse für Journalismus unter den Bauern zu erkunden und festzustellen, bis zu welchem Grad Radiostationen Programme für Landwirte senden.

Die meisten NAC-Mitglieder leben in der Umgegend der Hauptstadt Banjul im westlichsten Teil Gambias. Und die meisten Zeitungen werden auf englisch gedruckt, was die allgemeine und offizielle Sprache des Landes ist.

Die meisten Bauern in den Provinzen sind Analphabeten und sprechen kein Englisch. Ihr Hauptmedienzugang ist durch kommunale Radiostationen, die in einer Anzahl lokaler Sprachen senden. Das bedeutet, die Mitglieder der NAC wissen sehr wenig über die Bedüfnisse der Bauern und wie diese Bedürfnisse durch die Stationen gedeckt werden. Es ist wahrscheinlich, dass Ararjournalismus in diesen Stationen selten im Programm erscheint und man nimmt an, die Sender würden vielleicht mehr Programme auf diesem Gebiet vorziehen.

Als nächster Schritt, unmittelbar nach der Forschungsreise, werden die Ergebnisse der Reise anlässlich eines dreitägigen Seminars für 30 NAC-Mitglieder dargeboten werden. Die Vortragenden kommen aus Landwirtsorganisationen, NGOs, UN-Organisationen, wie de FAO, und anderen. Sie werden besprechen, wie Journalismus zur Entwicklung ländlicher Gegenden beitragen kann und wie Leser und Hörer in den Städten die Agrarwirtschaft und die Lage der Bauern in Gambia besser verstehen können.

Nach dem Seminar werden die dänischen Teilnehmer nach Hause zurückkehren und der Vorstand der NAC wird sich auf eine nationale Strategie festlegen, wie sie ihre Organisation stärken und den Landwirtschaftsjournalismus in Gambia entwickeln können.

Die Partnerschaft wird durch die Bereitstellung von 151.000 dänischen Kronen von der CISU ermöglicht. CISU verwaltet Gelder, die die dänische Regierung für NGO-Projekte in Entwicklungsländern zur Verfügung stellt. Das Geld wird für Unkosten verwendet wie Reisespesen, Seminaraufwendungen usw. Teilnehmer werden nicht bezahlt, ausser geringfügigen Lebensunterhaltskosten.

Es war das zweite Mal, dass die IFAJ und NAC kooperiert haben. Das erste Mal war vor einem Jahr, als zwei Mitglieder der dänischen Gilde als freiwillige Ausbilder in einem Kurs in Landwirtschaftsjournalismus fungierten, der gemeinsam von der NAC, der gambischen Pressevereinigung und der dänischen Gilde organisiert worden war.

Wir sehen auf die  Zeit voraus, wo wir Gelder für ein drittes und größeres Projekt
beantragen werden. Die Absicht dieses Projekts wird es wohl sein, ein Netzwerk von Einsteigern im Agrarjournalismus bei kommunalen Radiostationen zu errichten und es auszubilden Programme für die Bauern zu produzieren.

Schweizer Gilde als Gastgeber bei Pressetour in Milchwirtschaft Frische Milch, leckere Schokolade und neue Einsichten

Steve Werblow
USA

Mit dem Plan der Europäischen Union im Jahre 2015 die Milchquoten fortfallen zu lassen, wird die Milchwirtschaft sehr wahrscheinlich weltoffener werden – und als Resultat, größere Anforderungen an die Erzeuger stellen.

Die Erfahrung der Milchbauern in der Schweiz, wo Quoten schon 2009 abgeschafft wurden, könnte EU-Produzenten mit einer Vorausschau auf die Auswirkungen der Quotenabschaffung versehen. Um diese Erfahrungen  mit Landwirten weltweit zu teilen, hat die Schweizer Gilde – Schweizer Agrojournalisten, und LID (Landwirtschaflicher Informationsdienst = Agro Information Center) vom 27. bis 29. Oktober eine Konferenz und Milchwirtschaftstour organisiert. Mehr als 50 Journalisten, zwei Dutzend Länder vertretend, trafen sich in Charmey, einer malerischen Alpenstadt in der Fribourg-Region der Schweiz, zu einem dreitägigen Programm.

Charmey ist, wie die Gruppe feststellte, mehr als nur ein schönes Skiziel. Es ist Teil der kleinen Gegend, wo Gruyère-Käse – und sogar noch einzigartiger, ganze Räder von premium handgemachtem alpinen Gruyère – hergestellt werden. Diese Auszeichnung, wie sich herausstellt, verleiht der Milch großen Wert, die von den lokalen Milchherden produziert wird, die auf alpinen Wiesen grasen, bis frühe Schneefälle sie für den Winter in die tiefer gelegenen
Hänge treibt.

Ein Großteil der Diskussionen drehte sich um Milchpreise und Produktivität. Regierungsbeamte, einschließlich Bernard Lehmann und Jacques Chavaz des Schweizer Bundesamts für Landwirtschaft und Carlos Ovilo der EU-Milchvermarktungbehörde in Brüssel besprachen Politik und hochschichtige Volkswirtschaftsfragen bei der Abschaffung der Quoten. Landwirte, einschließlich Urs Brändi der Schweizer Milchproduzenten und Fritz Glauser des Schweizer Landwirtsverbands boten Perspektiven aus der Sicht der Produzenten.

Das Programm verfolgte auch die Auswirkungen eines zunehmend weltweiten Milchangebots auf die Produzentenkette. Einsichten auf Käuferebene von großen und kleinen Verarbeitern kamen von Olivier Isler von Fromarte, eines Verbands von Handwerkskäseherstellern, von Philipe Bardet der Gruyère Interprofessionellen Organisation und von Stefan Canz von Nestlé.

Treu der IFAJ-Tradition waren Gehöftsbesuche Höhepunkt der Veranstaltung, die der Gruppe erlaubte tiefer in die Auswirkungen und Themen einzudringen, die ihre Leser angingen. Die Journalisten interviewten einen Produzenten, der Milch für die Gruyère-Käseproduktion verkauft, und einen anderen, der sie an den Trinkmilchmarkt vetreibt – eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Fragen von Quoten und Effizienz aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

Ein Halt bei Caves d’Alpages de la Tzintre, einem genossenschaftlich betriebenen Käsereifungshaus, bot einen Anblick auf eine faszinierendes Phänomen – es ist ein Ort, wo Käseräder, von Hirten in  Chalets geformt, robotisch gewendet werden. Es war eine anregende Illustration, wie handwerkliche Herstellung mit modernen Anlagen verbunden werden kann, um mehr Profit zum Bauernhof zurück zu senden.

Natürlich das Einzige, was so schweizerisch ist, wie guter Käse, ist feine Schokolade. Das Nestlé-Team in der Callier Schokoladenfabrik in Broc verteilte viel Schokolade genau so wie tief gehende Einsichten in nachhaltige Milchbeschaffungspraktiken weltweit.

Dank der Großzügigkeit des Konferenz-Sponsoren – einschließlich der Schweizer Conföderation, Schweizer Käsemarkt, Schweizer Bauerverband, Le Gruyère Switzerland, Nestlé, Schweizer Milchproduzenten, Syngenta, LID, Fomarte und des Fribourger Bauernverbands – waren Anmeldekosten und Mahlzeiten für die internationalen Besucher gedeckt.

Das Programm lief wie eine Schweizer Uhr und die Journalisten verließen die Schweiz um in ihre Heimatländer zurückzukehren – von Albanien bis Argentinien und Australien – mit neuen Einsichten in den sich wandelnden Milchmarkt. Es war ein erstklassiges Beispiel für die Art von Gelegenheiten, die IFAJ Journalisten bieten kann und eine ergiebige Quelle für Einsichten und Hinweise auf mögliche Berichte für alle, die an der Konferenz teilnahmen.

Für Kollegen, die nicht dabei waren und die Schokoladen, schmackhafte Mahlzeiten und informative Unterhaltungen verpasst haben, sind die Vorträge und andere Informationsquellen von der Konferenz erreichbar unter: www.agrarjournalisten.ch/presstour/.

Neuseeland-Gilde der Agrar-Journalisten und –Kommunikatoren gibt Preisträger bekannt

Sue Miller
Neuseeland

Die Gilde Neuseeland der Agrar-Journalisten und –Kommunikatoren hat kürzlich elf Preise für Journalismus und einen für Fotografie verliehen.

Susan Murray, Journalistin von Radio New Zealands “Country Life [Landleben] Programm, erhielt dieses Jahr den höchsten Preis. Sie gewann diesen hohen Preis, den TBfree New Zealand Rongo Award, der Exzellenz im Agrarjournalismus ehrt, für zwei Programme, eins über eine Maori Trust Farm, war unter Finalisten in der diesjährigen Ahuwhenua Maori Business Farm des Jahres, und das andere war über die Reaktion des Environment Court [Umweltgerichts], der dem Manawatu Whanganui Regional Council [Regionalrat] das Recht zusprach, zu entscheiden, welche Einwirkung Landwirtschaft auf die Wasserwege der Gegend hat.

Der zweite Preis fiel auf eine Serie von Artikeln,  abgefasst von einem neuseeländischen Farmteam der Fairfax Media über die Auswirkung der Dürre vom letzten Jahr.

Dieses Jahr wurden drei neue Preise verliehen: einer mit Fokus auf die Milcherzeuger – von Dairy New Zealand gesponsort; einer über die Rotfleischindustrie – Sponsor Alliance Group;
und der dritte spezifisch für Funkjournalisten – Sponsor Federated Farmers.

Der Gewinner der Dairy NZ-Dairy Industry Journalism Preis war John Watson von Country TV, für eine zweiteilige Untersuchung über die Nichteinhaltung seitens Horizon Regional Council’s Handhabung der Abwässer-Aufbereitung.

Der Gewinner des Rotfleisch-Industrie Journalismus-Preises der Alliance Group war Terry Brosnahan für eine Artikelserie in CountryWide über Entwicklung des Markts für Neuseelands rotes Fleisch in China.

Der Federated Farmers Broadcast Award [Funkpreis] ging an Julian O’Brien für zwei Episoden in der Reihe Country Calendar. Der andere Preis, den diese Gruppe als Rural Photography Award vergibt, ging an Peter Burke für ein Foto, das in Dairy News erschien.

Balance Agri-Nutrients sponsort den Farm Business Writing “Award, dieses Jahr von Jon Morgan für zwei Artikel in The Dominion Post gewonnen.

Der AgResearch Science Writers Award, ins Leben gerufen, um Qualität des Schreibens über Wissenschaft zu verbessern – besonders über Wiesennutzung – wurde zum zweiten Mal hintereinander von Tim Cronshaw von The Press gewonnen.

Der Horticulture New Zealand Journalism Award, eingerichtet um hervorragende Berichterstattung mit Hinblick auf Neuseelands Gartenbauindustrie anzuerkennen, wurde dieses Jahr von Carol Stiles, Mitarbeiterin von Radio New Zealand’s Programm Country Life gewonnen.

Der Rural Women of New Zealand Award, der wichtige Beiträge von Frauen in der ländlichen Gemeinschaft ehrt, ging an Sarah Perriam und Tony Glynn von Rural TV.

Der AGMARDT Agribusiness Award, der Hochqualitätsinformation über effektive Analyse des nationalen und weltweiten Agrargeschäfts belohnt, ging an Aaron Smale für zwei Artikel, die im Mana Magazine erschienen waren. 

Der Beef & Lamb New Zealand News Award, der Exzellenz im Berichten harter Nachrichten anerkennt, die sich auf irgendeinen Aspekt der Rinder- und Schafzucht richten, wurde Rebecca Harper für zwei Artikel in NZ Farmers Weekly zugesprochen.

Der eigene Preis der Gilde soll ausgezeichnete Arbeit unter jungen Journalisten, die bisher weniger als drei Jahre über Agrarthemen berichten, ermutigen und anerkennen. Dieser Agricultural Encouragement Award ging an Pamela Tipa der Rural News.

Burundi – führt Welthungerindex

Jean de Dieu Ininahazwe
Burundi

Burundi ist das Land mit der höchsten Unterernährungsrate in Afrika und weltweit. In der Tat leiden 58% der Kinder unter 5 Jahren an Wachstumsstörungen. Sie sind unterernährt. Hinter der weiten Verbreitung verstecken sich Ungleichheiten von 71.2% in anfälligen Gegenden (Ngozim Kirundo, Muyinga Muramvya Karusi, Ruyigi und Makamba) und 28% in der Bujumbura Mayorship. Burundi sieht sich auch Herausforderungen im Bevölkerungswachstum gegenüber, dem Grund für viele Landkonflikte.

In meinem Land sind diese Hunger- und Unterernährungsfragen das Resultat fehlender solider Politik für Ernährungssicherheit. Wir haben fruchtbaren Boden, sind aber 100% von Regenfall abhängig. Beispielsweise hatten wir im letzten Jahr eine lange sonnige Periode – bis Oktober. Wie erwartet konnten die Bauern in der zweiten Saison (von February bis Juli) nicht enug ernten.

In diesem Land Landwirtschaftsjournalist zu sein, ist eine schwere Aufgabe. Wir treten den Bauern gegenüber für jede einzelne Aktivität ein, aber irgenwie hört niemand zu. Einige meiner in den politischen Medien wirkenden Kollegen sagen mir immer wieder, dass ich nicht mehr tue als ein Einzelregen in der Sahara. Sie meinen, weil ich Jura studiert habe, könnte ich ans Gericht gehen und mehr verdienen. Was aber mich betrifft, so bin ich nicht durch Zufall zum Agrarjournalismus gekommen. Es war eine Frage der Leidenschaft. Und ausserdem bin ich Reisbauer; ich folge in den Fußstapfen meiner Mutter. Es ist meine Pflicht, diesen Wirtschaftssektor zu retten. Ich bin also zufrieden, dass die Regierung den Haushaltsplan für Landwirtschaft von 3 auf 11% erhöht hat. Mehr als 90% der Bevölkerung lebt auf dem Land und Agrarwirtschaft trägt 34% zumGroßsozialprodukt bei. Die Landwirtschaft ist etwas, das hier alle Journalisten beschäftigen sollte. Viele jedoch übersehen dieses Gebiet und konzentrieren sich auf politische Vorfälle, Korruption, Attentate …Meine Aufgabe als Landwirtschaftsjournalist ist es, über Themen zu berichten, die für Bauern relevant sind und sie auf bestimmte Dinge aufmerksam zu machen. Das Hungerthema begann im Jahre 2000, als wir im Norden des Landes ein Trockenheit erlebten, was normalerweise der Brotkorb Burundis ist. Diese Provinz ernährte das Land, indem es gewöhnlich Bohnen, Bananen und Sorghum lieferte.

Immer wieder versprechen Politiker Unterhaltslandbau zur weltmarktfähigen Landwirtschaft zu transformieren. Ich erinnere mich an das nationale Landwirtsforum, wo ich dem persönlichen Assistenten des Ministers für Ackerbau und Viehzucht sagte, so eine Transformation sei unmöglich. “Sie sind verrückt,” war seine Antwort. Dennoch habe ich nach wie vor meine Überzeugung, für die ich mich einsetze. Es ist einfach, was zu tun ist: für Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit sorgen. Man kann einen Bauern nicht anhalten, auf “Werterhöhung der Produktion” hinzuarbeiten, wenn er nicht in der Lage ist, seine Familie zu ernähren. Zuerst, lass uns dazu beitragen, die Produktion für den Familienverbrauch zu erhöhen und danach an einen erweiterten Markt denken. 2014 ist das internationale Jahr der Familienfarm. Wir sollten es nutzen, in Burundi Armut und Hunger auszulöschen.

Ich bitte andere Journalisten im Lande eindringlich, daran auf einer Konferenz von Spendern aus Burundi zu arbeiten im Rahmen des “Strategic Network”: für Wachstum und gegen Armut. Ich bin ganz davon überzeugt, wenn wir Familien-Farming richtig fördern, dass es dann den Hunger beendet. Die Engländer sagen: “Rom wurde nicht an einem Tag gebaut.” Den Hunger zu bekämpfen ist ein Prozess und wir alle sind da gefragt.  IFAD-Projekte (International Fund for Agricultural Development) arbeiten an der Hungerbekämpfung. Sie verteilen Kühe und Ziegen an bedürftige Familien mit weniger als 0.5 ha Familienland. Das hilft Unterernährung von Kindern unter 5 Jahren abzuschaffen und Einkünfte von Milch zu erzeugen – und verschafft sogar Zugang zu organischem Dünger.

Die Regierung muss relevante Strategien und Programme entwickeln, um den Lebensunterhalt der Menschen in Burundi zu verbessern, damit sie wenigstens drei Mahlzeiten pro Tag essen können statt einmal jeden zweiten Tag. Weiter muss ein Bewässerungssystem zum Schutz gegen Trockenperioden geschaffen werden.

The opaque transparency

Iurii Mykhailov
Ukraine

Comment on: “Journalists can help farmers deliver on transparency”, Column by Owen Roberts in the IFAJ-Newsletter August 2013

Dr. Roberts’s definition of the transparency as “being forthright, ethical and proactive about actions, issues and activities” is incorrect. Actually “transparency” means honesty, openness and intelligibility. And ethics has nothing to do at all with the transparency (to say nothing about the “proactive actions and activities”).
Is it a task for the journalist to make PR? Certainly it is not. PR promote specific products/services and, by the definition, do not provide the complete truth. A journalism must promote science and technology regardless of who developed them provided these technologies are beneficial (economically, environmentally etc.) and to uncover the information PR try to hide.

But to do this a journalist must at least understand all this. The fact that many journalists (and now farmers as bloggers, according to Dr. Roberts) are scientifically and technologically ignorant and write rubbish does not help.
In contrast to Dr. Roberts’s thesis I think that social media in fact further expand the pool of the information hogwash. Just remember the Canadian farmer Percy Schmeiser who after his lost case to “Monsanto” began to position himself as the GMO expert.

Is the ignorant public by itself able to find the correct answers to the sophisticated questions? I am quite certain that even million morons combined cannot come up with anything smart.

A journalist in such cases must be a pilot for them.

The Ag journalism is the most ungrateful profession. An Ag journalist must have a comprehensive knowledge about the wide spectrum of modern science and sophisticated technologies to not be just a repeater of someone else’s words. And at the same time Ag journalists are hugely underpaid. The low fees for their works force journalists to compensate them with a number of articles cooked. Thus less time remains for self-improvement. This is a vicious circle.

It is ironical that everybody is anxious to eat fully and safely at least three times a day but just very few are interested in an everyday rural activity. Why? Because the majority of the population (urban, in fact) consider the rural activity as extremely boring. Maybe it is time to change the rules of the Ag writers contest to award the funniest stories about the rural life.

These are the very challenges we must address as the Ag journalists and Executive members of the IFAJ. Not to be just “curious to see how transparency fits into these results, and in particular, what journalists see as the limiting factors in disseminating best practices to target audiences”, as Dr. Roberts wrote, but to take “proactive actions” to foster Ag journalists to widen their scientific and technological knowledge. Only after that Ag journalists will be able to correctly transfer the corresponding information to the ignorant society.

Große Kommunikationskluft zwischen Verbraucherwissenschaftlern und Lebensmitteltechnikern

Jim Evans
Agricultural Communications Documentatin Center
USA

Sie trägt zu einer Misserfolgsrate von 70-80% bei der Einführung neuer Nährmittelprodukte bei, berichten die Forscher M. Ragona, M. Raley, S. J. Sijtsema und L. J. Frewer. Mit Geldern der Europäischen Kommission führten sie eine Delphi-Untersuchung durch, mit dem dem Ziel potentielle Barrieren und Erfolgsfaktoren bei verschiedenen Phasen des Nahrungsmittelentwicklungsprozesses. Unter den Barrieren, die die Teilnehmer identifizierten:

•    Theoretische und linguistische Differenzen über diese Disziplinen ware die am meisten
genannten Hindernisse zur Kommikation. Zum Beispiel stimmten Verbraucherwissenschaftler eher zu, dass Lebensmitteltechniker es schwer finden, Verbraucherinformation zu interpretieren, wogegen Lebensmitteltechniker eher zustimmten, dass Verbraucherinformatin nicht spezifisch genug sei, um ihnen zu helfen.

•    Unzureichende Kommunikation zwischen Verbraucherwissenschaftlern und Lebensmitteltechnikern wurde allgemein als Barriere zum Einschluss von Verbraucherwissenschaftsfakten in die Produktentwicklung angesehen.

•    Schlechte (oft späte) Synchronisierung wurde genannte, wenn es darum ging, Information von Verbraucherwissenschaflern an Lebensmitteltechniker zu befördern, wenn grundlegende Entscheidungen anstanden.

•    Die Autoren schlugen sieben Hauptprioritäten  zur Verbesserung der Beteiligten an  der Lebensmittelentwicklungsprozess vor. Sie können diesen Konferenzbericht lesen unter:
ageconsearch.umn.edu/handle/151597.