Bereiten Sie sich auf den IFAJ-Kongress in Argentinien vor

Circulo Argentino de Periodistas Agrarios
(Kreis argentinischer Landwirtschaftsjournalisten)

Der IFAJ-Kongress 2013 in Argentinien bietet eine einzigartige Gelegenheit den Fuß auf argentinisches Land zu setzen, Produzenten, Landbesitzer, Geschäftsleute und Kollegen aus der Landwirtschaftsjournalistik zu treffen und aus erster Hand etwas über diesen landwirtschaftlichen Marktführer zu erfahren, der einmal als “die Weltkornkammer” bezeichnet wurde.

Mit dem 1. Februar beginnend und aber nur für den folgenden Monat sind alle IFAJ Mitglieder in der Lage sich anzumelden und ihren Platz in dem bevorstehenden IFAJ-Kongress zu sichern, der vom 1. bis 5. September 2013 in Argentinien stattfindet.

Dieses Jahr wird IFAJ einen Kongress wie keinen anderen erleben. Eine einzigartige Gelegenheit, in eine entfernte Ecke der Welt zu reisen und eine großartige Kultur in einem Land zu erleben, das sich bis zu einem der südlichsten Punkte der Welt ausdehnt.

Argentinien hat seine Produktion in den letzten 30 Jahren verdreifacht und ernährt jährlich mehr als 400 Millinonen Menschen. Seine Volkswirtschaft wird von fortgeschrittenen Technologien und nachhaltigen landwirtschaftlichen Methoden getrieben. Es ist der weltführende Exporteur von Sojaöl und Sorghum, der fünftgrößte Weinproduzent der Welt, der zehntgrößte Milchproduzent und viertgrößte Exporteur von Rindfleisch.

Der IFAJ-Kongress 2013 in Argentinien bietet Ihnen die Chance, vier Nächte in Argentinien zu verbringen, wo Sie sich der Kultur und des Landes erfreuen können, während Sie eine einmalige Gelegenheit  haben, landwirtschaftliche Betriebe und Industrieballungsgebiete besuchen zu können, wo allerhand los ist.

Landwirtschaftsjournalistennetzwerk wählt neue Leitung

Adrian Bell
Großbritannien                                                                                              


Vorsitzender, Britische Gilde der Landwirtschaftsjournalisten


Die Landwirtschaftsjournalisten, die ein europäisches Netzwerk gründeten, um Nahrungsmittel- und Landwirtschaftswissen innerhalb der Europäischen Union zu  verbreiten, haben ein neues Managementkomitee gewählt, das Wachstum und Entwicklung des Netzwerks leiten soll.

Das European Network of Agricultural Journalists (ENAJ), das im Dezember 2011 in Brüssel gegründet wurde, ist für die letzten zwölf Monate von einer Projektmannschaft Freiwilliger geführt worden, die aber auf der Generalversammlung – Journalisten aus 17 der 27 Mitgliedsstaaten nahmen teil – als das neue Managementkomitee gewählt wurde.

Der neu gewählte Vorsitzende des Komitees, der Belgier Jef Verhaeren, sagte, er sei hoch erfreut, dass ENAJ in seinem ersten Jahr soweit vorangekommen sei. 

“Europa mag aus vielen Ländern bestehen, aber wir sind in unserer Landwirtschaft eine Gemeinschaft, dank der 50 Jahr gemeinsamer Landwirtschaftspolitik,” sagte er. “Jetzt, wo die Verhandlungen über die gemeinsame Agrarpolitik andauern, haben die Journalisten, die über deren Inhalt und Wirkung auf unsere Agrarwirschaft berichten, ein Netzwerk, innerhalb dessen sie Kontakte, Wissen, Training, Verständnis und professionelle Unterstützung teilen können.”

“Wir sind äußerst dankbar für die dem neuen Netzwerk zuteilgewordene Unterstützung durch DG Agri und Ausschussmitglied Ciolos selbst. Wir sehen dem Wachsen und Ausbau des Netzwerks entgegen, sowohl um gegenwärtige Mitglieder zu unterstützen aber auch um neue Mitglieder in Staaten zu gewinnen, die sich zur Zeit noch nicht der Unterstützung von journalistischen Verbänden im eigenen Land erfreuen.”

Verhaeren, Sekretär des belgischen Landwirtschaftsjournalistenverbands (BVLJ-ABJA) teilte mit, ANAJ-Vertreter hätten bereits mit Zypern, Portugal, Lettland, Rumänien, und Bulgarien Kontakt aufgenommen und stehen mit Rat zur Verfügung, wie diese Länder ihre eigenen Landwirtschaftsverbände einrichten könnten.

Das neue Komitee besteht aus Mitgliedern von neun IFAJ angehörigen Staaten:
Jef Verhaeren (Vorsitzender, Belgien), Katharina Seuser (Stellvertretende Vorsitzende, Deutschland), Hans Siemes (Schatzmeister, Niederlande), Damien O’Reilly (Sekretär, Irland), Adrian Bell (Kommunikationsbeauftragter, Großbritannien), Erik Massin (Stellvertretender Vorsitzender, Frankreich), Tatjana Cop (Slowenien), Jesus Lopez Colmenajaro (Liaison zu neuen Ländern, Spanien), Gudrun Andreasen (Dänemark).

Für 2013 geplante Veranstaltungen sehen vor: einen Studienbesuch für Jungjournalisten nach Brüssel im Januar, eine Reise im April nach Italien,  um die Auswirkungen des Erdbebens vom letzten Jahr auf die Landwirtschaft zu beobachten, eine Besprechung mit EU Landwirtschafsministern anläßlich des Informal Council Treffens in Irland im Mai, eine Studientour nach England im Juli und den Besuch der Jahresversammlung im Dezember in Brüssel.

Eine neue Webseite wird 2013 online geschaltet. Gegenwärtige Information über ENAJ ist unter www.ag-press.eu zu finden.

Liz Harfull, eine unermüdliche Fürsprecherin für ländlichen Journalismus

Gordon Collie
Australian Council of Agricultural Journalists

Eine einflussreiche Persönlichkeit beim Ausdehnen des professionellen Interesses von Agrarjournalisten weltweit ist von der Präsidentschaft des Australischen Rats der Landwirtschaftsjournalisten zurückgetreten.

Liz Harfull diente drei Amtsperioden als Präsidentin des ACAJ und trat danach am 20. September 2012 anläßlich der Jahresversammlung zurück.

Vorher hielt sie  bereits die Position des ACAJ-Sekretärs inne und war lange Zeit Australiens Delegierte zur Internationalen Föderation der Agrarjournalisten.
Liz besetzte Schlüsselposten in der Weltorganisation als Regionale Vizepräsidentin und redigierte gleichzeitig die Internationalen Nachrichten.

Sie war eine beharrliche Fürsprecherin im Namen Australiens für die Einführung eines Weltpreises, der Journalisten auszeichnen sollte, die in den elektronischen Medien arbeiten und organisierte den ersten IFAJ Star Preis für landwirtschaftliche Funksendunen.

Liz hat ihre harte“Arbeit belohnt gesehen durch die dominierenden Leistungen von australischen Journalisten auf der Weltbühne in den ersten drei Jahren dieses angesehenen neuen Wettbewerbs.

Als Churchill Fellow hat Liz mehr als 30 Jahre als Journalistin und Public Relations-Berater gearbeitet, ehe sie aus ihrem Haus in den Hügeln von Adelaide schreibend Bestseller-Autor wurde. Ihr erster erfolgreicher Titel, das Blue Ribbon Cookbook, war ein Loblied auf die lange Tradition vom Kochen mit landwirtschaftlichen Produkten. Es kam 2009 unter die preisgekrönten Titel der Gourmand World Cookbook Awards [Feinschmecker-Kochbuch-Preis] in Paris und kam 2010 in die engere Wahl der World Food Media Awards [Weltnahrunsmittelmedien-Preis].

Ihr letztes Buch, Women on the Land [Frauen auf dem Land], das die inspirierende Geschichte von acht Frauen erzählt, die ihre eigenen Betriebe leiten, ist zu einem australischen Sachbuch-Bestseller geworden.

Der Nachfolger von Liz Harfull an der Spitze von ACAJ ist der ehemalige Vizepräsident Tim Powell. Tim ist Geschäftsführer von Cox Inall Communications in Sydney und seine Karriere erstreckt sich über 25 Jahre in Journalismus, Medien und Marketing.

Der langjährige ACAJ Schatzmeister Bob Snewin aus Südaustralien hat sein Amt ebenfalls niedergelegt. Sein Nachfolger ist Gordon Collie, ein Medienberater in ländlicher Kommunikation aus Brisbane, der vor Liz Harfull als Präsident fungierte.

Die neue ACAJ Vizepräsidentin is Genevieve McAulay, Marketing-Managerin für Queensland der Rabobank, nachdem sie eine erfolgreiche Journalismuskarriere mit der Rural Press Group hatte

Landwirtschaftsjournalisten von Morgen geehrt

Adrian Bell     Großbritannien                                                                                                                                      Vorsitzender, British Gild of Agricultural Journalists

Eine neue Generation von hervorragender Qualität auf dem Gebiet von Landwirtschaftsjournalismus wurde mit der ersten Verleihung der Young AgriJournalist Awards [Preise für junge Agrarjournalisten] und der Auszeichnung weiterer Gewinner aus fünf Ländern geehrt.

Vom Europäischen Netzwerk der Agrarjournalisten (ENAJ) ins Leben gerufen suchen und ehren die Preise Journalisten jünger als 35 Jahre, die sich in irgendeinem der 17 ENAJ-Mitgliedsländer mit Landwirtschaft beschäfigen.
“Am Ende des Jahres, das die fünfzigste Wiederkehr der Common Agricultural Policy [CAP  = gemeinsamen Landwirtschaftspolitik] feiert, ist es angebracht, dass wir in der Lage waren,  die journalistischen Fähigkeiten dieser jungen Leute zu ehren, indem wir sie einluden, über Themen zu schreiben, die mit CAP und europäischer Landwirschaft in Verbindung stehen,” sagte Katharina Seuser, stellvertretende Vorsitzende von ENAJ und Koodinator des Wettbewerbs.

“Alle Einsendungen verrieten einen extrem hohen Standard; es ist sehr beruhigend zu wissen, dass die Zukunft von Agrarjournalismus und –kommunikaton in Europa sich in guten Händen befindet, da diese neue Generation an Erfahrung zunimmt und ihre Fähigkeiten schärft,” meinte Seuser.

Einsendungen wurden in zwei Kategorien erbeten, jede mit einem äußerst wichtigen Thema: wie junge Landwirte einen neuen Betrieb oder eine umweltfreundliche, nachhaltige Landwitschaft starten. Entscheidend war, dass unveröffentichte Einsendungen statthaft waren. ENAJ vertrat die Ansicht, der Wettbewerb sollte potentielles Talent und Ehrgeiz anerkennen ebenso wie jene, die bereits das Glûck hatten im Landwirtschaftsjournalismus zu arbeiten.

Andrea Bahenberg, der deutschen Landwirte-Vereinigung, war die Gewinnern in der Kategorie für junge Landwirte, mit einem einnehmenden Bericht über einen deutschen Landwirt, der Automaten benutzte, um Spargel zu verkaufen. Weitere Preisträger waren Katya Ertl aus Slowenien und Ruben Gonzalez aus Spanien.
Es gab einen weiteren Preis für Deutschland in der zweiten Katogorie, wo Rica Hennings den Preis mit nach Hause nahm für Einsichten wie das Land Schleswig-Holstein kommerzielle Nutzholzgewinnung Hand in Hand mit Naturschutz verbindet. Italiens Emanuele Isonio und Frankreichs Marine Balue wurden ebenfalls Preise zugesprochen.

“Journalisten spielen eine notwendige Rolle in unserem Wirtschaftszweig, mit einer großen Verantwortung: Wissensvermittlung, Kommunikation neuer Ideen und dem Berichten über CAP-Reformversprechen, die europäische Wirtschaft zu fördern. Während sie Nahrunsmittel- und Umweltvorteile vermittelt, verspricht unser Berufsfeld eine dynamische und anregende Karriere für junge Journalisten,” schloss Seuser.

IFAJ Nachrichten Januar 2013

Freie Medien unerlässlich für eine freie Welt

Markus Rediger
Präsident, IFAJ

Journalisten sind als Berufsgruppe ziemlich wehrlos, weshalb ihr Schutz gesichert werden muss, um die größtmögliche freie und unabhängige Berichterstattung zu gewährleisten.

Das ist aber nicht überall der Fall. Worin sind sich der Khuzdar-Distrikt Pakistans, der mexikanische Bundesstaat Veracruz, die somalische Stadt Mogadishu und die Städte Manila und Cagaya de Oro in den Philipinen gleich? Die Organisation Reporter ohne Grenzen sagt, dass sie die für Journalisten gefährlichsten Orte sind. Mehr als je werden Journalisten in vielen Gegenden der Welt schikaniert. Wenn das vorkommt, bleiben Transparenz und Glaubwürdigkeit auf der Strecke.

IFAJ betrachtet Pressefreiheit als eines der grundlegendsten Prinzipien unserer professionellen Arbeit. Wir wollen daran festhalten bei unserer Entwicklung eine weltweit mehr verbreitete Organisation zu werden und Journalisten in neuen Ländern zu erreichen.

Bei Adoption der neuen Strategie haben wir uns während des Delegiertentreffens in Schweden entschieden, hilfsbedürftige Gilden zu unterstützen und auch Journalisten in Ländern ohne Gilden zu ermutigen, zusammen zu kommen und Verbände zu gründen.

Es ist uns klar, dass die Notwendigkeit, Gilden zu formen, in allen Teilen der Welt besteht. In Europa können wir mit dem European Network of Agricultural Journalists (ENAJ) rechnen, wo viele Kollegen aktiv mitarbeiten und Ländern Rat erteilen, wie beispielsweise Zypern, Portugal, Bulgarien, Rumänien oder Lettland bei der Organisation ihrer eigenen Journalistenverbände. Wenn wir von Angesicht zu Angesicht miteinander reden, erkennen wir, dass viele von uns den gleichen Herausforderungen gegenüberstehen. Anläßlich unseres nächsten Treffens des IFAJ-Exekutivkomitees wird der ENAJ-Vorsitzende Jef Verhaeren über die Netzwerkprojekte berichten.

Kontakte mit anderen Ländern in Afrika, wie Kamerun, Burundi und Simbabwe, wie auch in Asien und Lateinamerika fordern unsere neue Strategie heraus, uns auszudehnen und die dortigen Kollegen zu unterstützen. In unserem nächsten Exekutivtreffen wird das auf der Tagesordnung stehen, genau wie ein Seminar über Pressefreiheit in den Balkanstaaten.

Bei unserem jährlichen Kongress in Schweden hat der Kommunikationspezialist Benoit Passard von DeVal darauf hingewiesen, dass eine professionelle Landwirtschaftspresse  für eine freie Presse in einer Demokratie unerläßlich ist.

Im neuen Jahr 2013 sehen wir der Durchführung unserer neuen Strategie entgegen, indem wir die Prioritäten in unseren Komitees festlegen und indem wir den ersten IFAJ-Kongress in einem lateinamerikanischen Land – in Argentinien! – abhalten. Wir freuen uns, dieses Jahr Indien als neues Mitglied bei unseren Treffen zu begrüßen und unsere Wettbewerbe und professionellen Entwicklungstätigkeiten weiterzuentwickeln.

Als Organisation Freiwilliger verlassen wir uns auf die Unterstützung unserer Gilden und Mitglieder wie auch unserer Partner und Sponsoren, damit wir die angestrebten, ehrgeizigen Ziele erreichen.

Japan erholt sich und lässt die Verbindung zu IFAJ wiederaufleben

Owen Roberts
Vizepräsident, IFAJ

Japan erlebt ein Wiederaufblühen.



Während das Land fortfährt sich von dem großen Erdbeben und dem gleichzeitigen Tsunami in Ostjapan zu erholen, ist der Japanische Landwirtschafts journalistenverband (JAJA) dabei, seine Zusammenarbeit mit IFAJ wiederzubeleben. Es ist nicht zufällig, dass die beiden Ereignisse zusammenfallen. Den Vorschlag unserer Mitglieder aus Deutschland aufgreifend, hat IFAJ besondere Anstregungen gemacht, den JAJA-Kollegen nach der verheerenden Naturkatastrophe in Japan vom März 2011die Hände zu reichen. Und jetzt, mit dem voranschreitenden Wiederaufbau Japans blickt JAJA wieder vermehrt nach außen, genau wie IFAJ mit ihrer neuen globalen Strategie. 

Ich hatte das Vorrecht Japan im Dezember als Gast von Prof. Teruaki Nanseki der Kyusyu Universität und von den IFAJ-Mitgliedern Masaru Yamada (Gastprofessor in Meiji) und Tsuyoshi Sato zu besuchen, letzterer den IFAJ-Kongressbesuchern wohl mit dem Spitznamen “6pack” bekannt. Zu Beginn meines Besuchs war ich eingeladen, JAJA im Presseclub von Tokio einen Vortrag über Wissensmobilisation zu halten, d.h. den sich entwickelnden gegenseitigen Zugang zu Kommunikation zwischen Wissensquellen und –benutzern, wie z.B. Universitäten und Landwirten. 

Die Medien haben eine kritische Rolle in der Wissenmobilisation zu spielen. Wir hatte eine lebhafte Diskussion darüber, wie soziale Medienwerkzeuge eine neue Gelegenheit darstellen, Fachwissen an Landwirte zu vermitteln. Masaru und ich werden im Frühjahr mit IFAJ-Mitgliedsländern arbeiten, um festzustellen, was für Wissensmobilisierungsmethoden bei ihnen funktionieren und die Resultate im Herbst mit der gesamten Mitliedschaft zu teilen. 

Wir besprachen auch die vielen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, die IFAJ allen Mitgliederländern bietet, einschließlich Japan, und die Notwendikeit, Sprachbarrieren niederzubrechen, was ein wirklich wichtiges Anliegen der JAJA ist. IFAJ bietet jetzt Übersetzungshilfe bei ihren wichtigsten Wettbewerben an – und in der Tat wurde ein Mitglied von JAJA zur Teilnahme an der ersten europäischen “Für-Entwicklungs-Tour” im Dezember in Kenia ausgewählt, musste aber leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. 

Dennoch existieren andere mögliche Gelegenheiten, einschließlich des Preises für IFAJ-Alltech Young Leaders in Agriculture auf dem Gebiet der Berichterstattung über nachhaltige Landwirtschaft und des populären IFAJ-Fotowettbewerbs, für den DeLaval als Sponsor fungiert.

Der spätere Teil meiner Reise war dem Besuch eines japanischen Milchwirtschaftsbetriebs gewidmet,  der von dem  radioaktiven Niederschlag des Elektrizitätswerks Fukuschima nur ganz knapp verschont wurde (Lesen Sie meinen Bericht darüber weiter unten), und schließlich auch der Besichtigung der Verheerung, die der Tsunami in den KüstenstädtenRikuzentakata, Ofunao und anderen angerichtet hatte. Die Region Sendai, wo JAJA den IFAJ-Kongress 2007 augerichtet hatte wurde verschont aber die Lebensmittelverarbeitung (hauptsächlich Fische) leider nicht. Wie ein 650 kilometerlanger Bulldozer fuhr der Tsunami über ein gut eingesessene Fischverarbeitungsfabriken hinweg und riss dann die zerstörten Gebäude mit ins Meer als die Wasser zurückwichen. Alles was übrig blieb sind die Grundmauern in Städten wie Rikuzentakata, das 1,700 Menschen und mehr als 3,000 Gebäude verlor. Städte räumen noch immer Schutt ab und beginnen mittels Regierungshilfe mit dem Wiederaufbau, doch ist der Fortschritt schleppend. 
Dennoch geben die Bewohner dieser zertörten Klein-  und Großstädte nicht auf. Sie heißen Besucher willkommen, die die Vernichtung  persönlich in Augenschein nehmen möchten. Hauptsache ist ihnen, nicht vergessen zu werden … und als Mitglieder der IFAJ-Familie werden sie es nicht. Vor meinem Vortrag vor der JAJA sprach Akira Takemura, der Gildensekretär, IFAJ-Mitgliedern den tiefempfundenen Dank für die Unterstützung der Föderation aus, die der Katastophe gefolgt war.

Jetzt ist die Zeit für beide Organisationen , sich zu stärken und gegenseitig zu unterstützen und voran zu gehen. In seinem bahnbrechenden Buch Bushido: The Soul of Japan [B …: Die Seele Japans] bezeichnet der Autor Inazo Nitobe die Einheit von Ost und West “eines der größten Problem unserer Zeit.” Probleme werden durch Kommunikation gelöst, durch Transparenz und indem man sich besser versteht. IFAJ ist fest entschlossen, diesen Weg zu gehen.

Landwirtschaftliche Themen in IFAJ-Mitgliedsstaaten erkunden

Als Landwirtschaftsjournalisten arbeitend ist es leicht, die Belange zu erkennen, die unsere eigenen Länder plagen. Es ist genau so leicht, sich in diesen Angelegenheiten zu versenken und zu vergessen, dass andere Journalisten und Produzenten weltweit auch Fragen gegenüberstehen, während sie ebenfalls daran arbeiten, ihr Land zu ernähren.

Dieses Jahr möchten wir die globalen Kontakte der IFAJ in den Vordergrund stellen und sie uns die vorrangigen Themen in ihren Ländern mitteilen lassen. Während die Notwendigkeit eine ständig wachsende  Bevölkerung zu ernähren immer drückender auftritt, müssen beruflich an der Landwirtschaft Mitwirkende immer angestrengter arbeiten, um mit den Problemen umzugehen, die den Wirtschaftszweig beeinflussen.

Wir können viel aus den Erfahrungen Anderer lernen und auch, wie sie sich über diese Themen mitteilen. Und, wenn andere Journalisten über Themen schreiben, die denen in Ihrem Heimatland ähnlich sind, können Sie Verbindungen schaffen, die Ihren Lesern eine globable Perspektive bietet.

Unser erster Ausblick auf Belange in Mitgliedsländern kommt von unserem IFAJ-Kollegen Iurii Mykhailov, Präsident der Union der Landwitschaftsjournalisten der Ukraine. Im Folgenden bietet er einen unglaublichen Überblick über die äußerst großen Herausforderungen, denen sich Landwirte in der Ukraine gegenüber sehen.

Die Ukraine ist mit Frankreich gleichgroß und doppelt so groß wie Norwegen, Finnland, Polen und Italien. Die Hälfte der Ukraine ist Agrarland. Die berühmte schwarze Erde der Ukraine ist die fruchtbarste der Welt. Dennoch sind die Erträge zwei bis dreimal kleiner. Warum? Hier folgen einige Erklärungen.


Obwohl das Recht Land zu kaufen oder zu verkaufen gewährleistet sein soll, gibt es keinen Liegenschaftsmarkt in der Ukraine – Transaktionen mit Agrarland sind verboten. Der Anfang von Landkauf und –verkauf ist seit 20 Jahren verschoben worden. Als Resultat gibt es einen riesigen Schwarzmarkt mit Agrarland.

Die Ukraine ist ein extrem korruptes Land: korrupt sind Gerichte und Richter und das Polizeiwesen. Man kann sich ganz einfach die nötige Gerichtsentscheidung kaufen, wenn man wohlhabend oder politisch einflussreich genug ist. Es gibt keinen Respekt für Eigentumsrechte, die jeden Moment verletzt werden können. Die Geschäftsmethoden sind denen der Mafia sehr gleich. Wie der berüchtigte Gangster Al Capone es formulierte, kommt man viel weiter mit einem freundlichen Wort und einer Waffe als mit einem freundlichen Wort allein.

Weil kein legaler Mark für Ackerland besteht, ist die einzige Methode, Land zu mieten. Da das Ackerland aber unter Millionen kleiner Besitzer verteilt ist, ist es eine überwältigende Aufgabe zehn- und hundertausende von Pacht oder Mietverträgen zu arrangieren, was sehr teuer ist.

Und weil kein Respekt für gesetzliche Absprachen existiert, ist es sehr riskant, in Immobilien wie Gebäude, Bewässerungssysteme, Obstplantagen und Weinberge usw. auf gemietetem Boden zu investieren, denn der Besitzer kann das Abkommen jederzeit brechen. Das ist der Grund, warum die Viehzucht in der Ukraine (außer vielleicht Geflügelhaltung) sich in sehr schlechter Verfassung befindet und warum Bewässerungsanlagen, nachdem sie in den 1980er Jahren weitgehend geplündert wurden, sich nur sehr langsam wieder entwickeln.

Wegen der Korruption ist es sehr schwierig, Geschäfte zu betreiben. Man muss ständig eine große Armee von Inspektoren und Vorgesetzten bestechen, nur um im Geschäft zu bleiben. Einige Experten behaupten, dass Bestechungsgelder die Hälfe der Produktionskosten ausmachen.

Das beste Beispiel für die Schwierigkeiten, die ausländische Unternehmen beim Versuch haben,  in der ukrainischen Landwirtschaft Fuß zu fassen, ist das Scheitern der britischen Firma Landkom, die versucht hatte, in der Ukraine mit westlichem Stil Geschäfte zu machen. Sie musste in wenigen Jahren Konkurs anmelden.

Es ist in der Ukraine auch wegen der hohen Zinsraten schwierig, unternehmerisch tätig zu sein – bis zu 30% pro Jahr. Das ist warum die Mehrheit der Betriebe nur in Kurzsaison arbeitet – im Anbau von hochprofitablen Frühjahrsernten: Mais, Rapssamen, Sonnenblumen und Sojabohnen, obwohl eine Anzahl Produzenten auch Winterernten wie Weizen oder Gerste anbauen.

In den letzten paar Jahren haben sich eine Anzahl ausländischer Banken aus der Ukraine zurückgezogen – darunter die Commerzbank, Societe Generale, Erste Bank und SEB,

Um ihre Besitzrechte zu verteidigen, sind große Unternehmen als Überseefirmen eingetragen (Zypern ist dabei am populärsten). Das erlaubt ihnen nämlich, auf dem internationalen Geldmarkt Gelder aufzunehmen und das geborgte Geld für Investitionen mit großzügigen Steuervorteilen zu nutzen.

Die Steuerbürden für Agrarproduzenten sind in der Ukraine nicht bedeutend: Nur US$ 20-30 pro Hektar, ganz gleich was angebaut oder geerntet wird. Das gleiche gilt für die Bodenpacht – sogar das fruchtbarste Land wird für US$ 50-10 pro Hektar und Jahr verpachtet, ohne Rücksicht darauf, was angebaut wird oder wie groß der Ertrag des Pächters ausfällt.

Die Arbeitskosten sind sehr gering. Es wird allgemein angenommen, dass Gehälter oder Löhne sogar von Facharbeitern US$ 500 nicht übersteigen sollen und sich daher oft auf weniger belaufen. Die Mentalität der moisten ukrainischen Landmanager ist es, in einigen Jahren Billinonäre zu werden.

Die extrem geringe Steuer auf landwirtschaftliche Betriebe und die mikroskopische Pacht/Miete regte Produzenen dazu an, Pacht oder Mietland stark zu vergrößern. Die 100 größten Agrarproduzenten pachten mehr als ein Viertel des gesamten bebaubaren Bodens. Es gibt Gesellschaften, die hunderttausende Hektar pachten. Die größte davon (Ukrlandfarming) pachtet 700,000 Hektar und ist damit dreimal größer als Luxemburg.

Aber diese enormen Bodenflächen resultieren in extrem schlechtem Management. Die gehobenen Manager solcher Firmen haben nur vage Ideen, was auf den niederen Ebenen wirklich geschieht.

Die Hauptindustrien sind Monopole: Geflügel- und Eierpoduktion, Ölsamen, künstliche Befruchtung, Düngemittel usw. Das Antimonopolkomitee der Ukraine verhängt gegen Monopole mit hunderten von Millionen oder sogar Billionen von Dollar Umsatz lächerliche Geldstrafen von ein paar tausend Dollar.
Die logistische Infrastruktur (besonders für die Lagerung von Gemüse und verderblichen Waren) ist unterentwickelt.

Milch, Gemüse, Obst und Grünzeug werden von kleinen Produzenten in Küchengärten erzeugt. Die Qualität solcher Produke ist fragwürdig. Ein Nahrungsmittelsicherheitssystem existiert praktisch garnicht.

Journalisten der Ukraine lernen über Biotechnologie

Iurii Mykhailov
Präsident, Union der Agrarjournalisten der Ukraine

Von Mitte September bis Ende November bot die Union der Agrarjournalisten der Ukraine zusammen mit der European Business Association Training für 10 Mitglieder der Union der Agrarjournalisten der Ukraine und Kommunikatoren in der modernen Biotechnologie mit Betonung der GMOs [genetisch modifizierte Organismen] in der Landwirtschaft an.

Sechs Vorträge (von je 3-4 Stunden) wurden zweimal pro Monat gehalten, einschließlich einem Besuch beim National Research Institute of Cell Biology and Genetic Engineering.


Sechs Vorlesungen wurden von Dr. der Biologie Boris Sorochinskiy, einem der führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet, gehalten.

Das Training deckte folgende Themen ab:
1.Was ist Biotechnology? Das schloss eine kurzen Abriss über Biotechnologie als Wissenschaftsgebiet ein.                                                           

2. Wie funktioniert eine Zelle? Die strukturellen und molekularischen Komponente einer Zelle wurden besprochen zusammen mit dem chemischen Bestand einer Zelle und Proteinen und nukleotischen Säuren in den hauptächlichsten Makromolekülen lebender Organismen.      


3. Der Mechanismus der Speicherung und Weitergabe der genetischen Information innerhalb einer Zelle.     

4. Was ist ein GMO?    

5. Wie erhält man GMOs – GMOs der ersten und zweiten Generation.                                                    

6. Molekulare Methoden der Analyse von GMOs.                       

7. Landwirtschaftsbiotechnologie und Umwelt.  

  8. Biotech-Pflanzen und –Menschen.  

9. Die sozio-ökonomischen Aspekte von GMO-Pflanzen. 

10. Testen und Genehmigen von GMOs in einigen Ländern.  

11. Mythen über GMO-Pflanzen. 

12. Der gegenwärtige Stand der Biotechnologie und seine Aussichen für die Landwirtschaft.

Die Hauptidee des Trainings war nicht, die Journalisten davon zu überzeugen, das die GMOs ein Allheilmittel oder eine extreme Bedrohung darstellen, sondern stattdessen war es ein Pilot-Projekt, ihnen grundlegende Kenntnisse auf diesem fortgeschrittenen Gebiet der Wissenschaft zu vermitteln.


Die Union der Agrarjournalisten der Ukraine und die European Business Association planen, diese Art von Training auch in andere Regionen der Ukraine auszudehnen.

Erfolg für gambianisch-dänischen Trainingskurs

Per Hendrik
Hansen
Dänemark

Siebzehn Journalisten in dem westafrikanischen Land  Gambia waren ziemlich zufrieden mit einem zwei Wochen langen Trainingskurs in Agrarjournalismus, abgehalten im November-Dezember in Zusammenarbeit zwischen der gambischen Presseunion, der dänischen Organisation Gambia Media Support, dem Netzwerk der landwirtschaftlichen Kommunikatoren – Gambia und der dänischen Gilde von IFAJ.

Kurstrainer waren die Mitglieder der dänischen Gilde Finn Asnaes und ich selbst. Wir wurden von lokalen Kotrainern stark unterstützt, besonders von Sang Mendy, der im August 2012 einer der Teilnehmer der Meisterklasse in Schweden war.

Im Kurs begannen wir mit theoretischen Aufgaben ehe die Teilnehmer in drei Gruppen geteilt wurden, die je ein Radioprogramm und einen Artikel herstellten.
Zusätzlich zum Unterricht benutzen Finn, Sang und ich die zwei Wochen, Gehöfte, Radiostationen, eine Landwirtsvereinigung und andere Organisationen zu besuchen, die mit Bauern und Landwirtschaft zusammenarbeiteten. Wir unternahmen all das als Teil der Vorbereitung auf ein neues gemeinsames Projekt für das Netzwerk für Landwirtschaftskommunikatoren – Gambia und die Dänische Gilde von IFAJ.

Während der nächsten Monate werden wir uns darüber unterhalten, wie das Projekt noch verbessert werden kann. Danach werden wir uns bei einem dänischen Regierungsfond für NGOs [Nichtregierungsorganisationen] in Entwicklungsländern bewerben. Das Projekt wird den Fokus wohl auf Verbesserung von Agrarjournalismus in Öffentlichen Radioanstalten in Gambia richten. Da die meisten Bauern im Land Analphabeten sind, ist Radio das wichtigste Medium für sie. Fast alle Radiosender werden zur Zeit von Leuten betrieben, die keine journalistische Schulung oder formelle Schulbildung besitzen.

Es gibt in dem Land keine Zeitschriften oder andere Druckmedien, die sich ausschließlich der Landwirtschaft widmen. Aber die allgemeinen Zeitungen, die von einer kleinen, gut gebildeten und ziemlichen Elite gelesen werden, enthalten einige Artikel über Landwirtschaft. Journalisten dieser Zeitungen verfügen über eine journalistische Ausbildung und waren sehr daran interessiert, einschlägig mit Hinsich auf Landwirtschaftsfragen ausgebildet zu werden.

Wenn Sie Dänisch lessen können, finden Sie weitere Informationen unter www.agrijournallists.dk. Ansonsten wenden Sie sich an mich unter ph(at)perhenrik.dk für weiter Auskünfte.

IFAJ-Adressliste Freischaffender steht zur Verfügung

Die IFAJ-Adressliste Freischaffender steht on-line zur Verfügung: http://www.ifaj.org/services/freelance-directory.html. Die Liste freischaffender Journalisten aus mehreren Ländern liegt in alphabetischer Reihenfolge vor. Die aufgelisteten Journalisten sind Experten auf Gebieten der Landwirtschaft und ihr Fachgebiet ist vermerkt. 

Die australische Landwirtschaftsjournalistin Liz Harfull (IFAJ-Mitglied) hat kürzlich davon profitiert als Freischaffende aufgelistet zu sein. Ein australisches Unternehmen ist aufgrund der Adressliste mir ihr in Verbindung getreten. Die Firma war an Agrarwirtschaft interessiert, wusste aber nichs von dem landwirtschaftlichen Presseklub. Liz hat sich angeboten, Leute zu benennen, die in landwirtschaflichen Medien tätig sind.

Wenn Sie fr Jetzt, wo die Verhandlungen50 Jahr gemeinsamer Landwirtschaftspolitik,” sagte er eischaffendes IFAJ-Mitglied sind und in die Adressliste aufgenommen werden möchten, setzen Sie sich mit dem IFAJ-Exekutivsekretär in Verbindung: secretary(at)ifaj.org