Britische Gilde bietet Mitgliedern weiterhin Fortbildungsmöglichkeiten

British Gild of Agricultural Journalists

Die britische Gilde der Landwirtschafsjournalisten wird wieder den John Deere Training Award anbieten, einen höchst erfolgreichen Trainingskurs für Berufsjournalisten auf dem Gebiet der Landwirtschaft. Die dreitägige Veranstaltung bietet drei Tage zum Lernen und drei Tage Praxiserfahrung. 

In seinem 21. Jahr ist der Kurs darauf ausgelegt, eines der Hauptanliegen der Gilde zu unterstützen, nämlich  Projekte zur Beschaffung geeigneter Berufsanfänger in Agrar- und Gartenbaujournalismus zu fördern.

“Der John Deere Training Preis richtet sich an Studienabschließende, die Interesse haben, in Agrar- und Gartenbaumedien  zu arbeiten sowie an Journalisten und Public Relations Personal mit weniger als 12 Monaten praktischer Arbeitserfahrung”, erklärte der Kursorganisator Steve Mitchell von ASM PR. “Viele der heutigen Journalisten und PR-Geschäftsführer, die in den landwirtschaftlich basierenden Industrien arbeiten, haben einen frühen Karriereschub durch den Gewinn eines Platzes in einem der vorangegangenen Kurse erhalten.”

Der Trainingkurs hat zu vielen erfolgreichen Karrieren von Kommunikatoren beigetragen, einschließlich der von Rebecca Veale, die für das Praktikum der NFU zugeteilt wurde und jetzt Editorin der neuen Country Online Webseite ist, der von Jez Fredenburgh – freischaffende Mitarbeiterin von Farmers Weekly und Co-Gastsprecherin der wöchentlichen Twitter-Debatten über Lebensmittel und Landwirtschaft unter #agrichatuk; sowie Emily Whie, die von Gildenmitglied Rachel Queensbrough RWB PR direkt nach dem Kurs übernommen wurde.

Diese Möglichkeit der Gilde steht 10 Teilnehmern offen. Die ersten zwei vollen Tage verbringen die Teilnehmer im John Deere Hauptquartier in Langar, Nottingham. In diese Zeit fallen Vorträge durch den erfahrenen Trainingsberater David Mascord sowie praktische Übungen, die die hauptsächlichsten Mediengebiete abdecken. Die letzten drei Tage verbringt jeder der Kursteilnehmer in praktischer Arbeit bei einer der ausgewählten Spezialzeitschriften, Zeitungen oder PR-Beraterunternehmen irgendwo in Großbritannien.

Am Ende des Kurses muss jede Person einen Nachrichtenbericht schreiben, der von einem Expertengremium beurteilt wird. Der Gewinner erhält später im Jahr anlässlich einer informellen Verleihung einen Scheck von £ 250 und den ansehnlichen John Deere Pokal. Die Gewinnerin im letzten Jahr war Louise Hartley.

Weitere Informationen über die British Guild und deren Bemühungen, Möglichkeiten wie diese Mitgliederförderung anzubieten, gibt Ihnen gerne Steve Mitchell (steve@asmpr.co.uk).


Aufruf zu einem journalistischen Projekt

Das European Journalism Center (EJC) [Europäisches Journalismuszentrum] erließ einen Aufruf für Vorschläge, die sich auf die acht europäischen Länder mit den höchsten Entwicklungsaufwendungen fokussieren. Das achte Land, Frankreich, ist nicht IFAJ-Mitglied. Das EJC wird eine Auswahl innovativer Projekte mit den notwendigen Mitteln zur Verfügung stellen, um Journalisten, Editoren und an Entwicklungen Interessierten zu ermöglichen, gründliche Forschung zu betreiben und völlig neue und experimentelle Berichts- und Darbietungsmethoden zu entwickeln.

Agriterra – als an Entwicklungen Interessierter – möchte gern in dieser Hinsicht mit ein paar Journalisten aus mehreren dieser Länder zusammenarbeiten. Unsere Idee ist einfach und gleichzeitig kompliziert: Wir möchten einen Bericht erstellen ohne Rücksicht auf Grenzen und Medieneinschränkungen auf der grundlegenden Tatsache, organisierten Landwirten Fairness und wirtschaftliche Entwicklung zu  ermöglichen.



In den Gedanken von Agrarjournalisten und –kommikatoren

Jim Evans
Agricultural Communications Documentation Center

Agrarjournalisten und –kommunikatoren weltweit haben letztes Jahr bei ihren Treffen und Veranstaltungen eine Vielzahl professioneller Themen angesprochen. Mitarbeiter des Communication Documentation Centers haben sich am Jahresende auf Entdeckung begeben. Sie haben 86 Sessionen zur beruflichen Fortbildung gefunden, die 2010 von 21 Organisationen von Agrarjournalisten und –Kommunikatoren in 11 Ländern durchgeführt wurden. Diese Veranstaltungen umfassten Themen, die in alphabetischen Kategorien von Beziehungen zur Zuhörerschaft bis zum Schreiben und Edieren reichten – mit einem Dutzend Kategorien dazwischen. Sie können diesen professionellen Entwicklungs-Feature [Beitrag] auf der Webseite der International Federation of Agricultural Journalists (IFAJ) lesen: www.ifaj.org/en/professional-development/professional-fatures/professional-topics-that-agricultural-journalists-and-communicators-adressed-around-the-world-during-2010.html.


AAEA unterstützt Mitgliederbesuche beim IFAJ-Konress 2013

Steve Werblow
AAEA International Committee Chair

Die American Agricultural Editors Association [Am. Landwirtschafteditorenverband] wird fünf Mitglieder beim Besuch des IFAJ-Konresses 2013 unterstützen.

Stipendien von je $ 1,500, getragen von der AAEA Professional Improvement Foundation [Berufsverbesserungsfond] wurden dem AAEA International Committee gewährt, um die Reisekosten von fünf  am Kongress teilnehmenden AAEA-Mitgliedern zu übernehmen.

Die Folgenden erhielten Förderung:
Kathy Huting, Farm Industry News
Charles Johnson, Freischaffender
Jennifer Latzke, High Plains Journal
Mark Moore, Freischaffender
Brent Olson, Freischaffender

Die AAEA PIF gewährt ein sechstes Stipendium, um die Kosten eines offiziellen AAEA-Vertreters zur IFAJ zu decken, der die amerikanische Delegation bei der ordentlichen Delegiertenversammlung allgemeinen anführen und die Vereinigten Staaten in der Exekutivversammlung vertreten soll. Karen Simon der Iowa State University wird diese Rolle beim Weltkongress ausfüllen.


IFAJ Nachrichten März 2013

Mitgliedorganisationen müssen stark sein, damit IFAJ vorankommt

Owen Robert
IFAJ Vizepräsident

Die Stärke der IFAJ beruhte schon immer auf den Stärken ihrer Mitgliedsverbände. Dies hat sich in letzter Zeit wiederum bewahrheitet, als Gilden sich meldeten, die neue globale Strategie der Föderation zu unterstützen.  Es geht darum, Journalisten in weniger entwickelten Ländern, in denen die Pressefreiheit oft behindert ist, die Hand zu reichen.
 
Diese Hilfe zeigt sich beispielsweise in den Beiträgen der Gilden beim Sponsoring von Teilnehmern am IFAJ-Agriterra Master-Class-Programm. Die Masterclass - für beide Gruppen durch Agriterras Jose van Gelder koordiniert - hält in der globalen Strategie der IFAJ eine Schlüsselstellung inne.

Die Masterclass unterstützt das weltweite Mandat, indem sie Journalisten aus zehn Entwicklungsländern  der südlichen Erdhälfte die Teilnahme am IFAJ-Jahreskongress ermöglicht, wo sie in einem zweiwöchigen Programm ihre Fähigkeiten entwickeln und Informationen austauschen können.

Das ist eine beträchtliche Ressourcenverpflichtung. Agriterra unterstützt Joses Mitarbeit, während ungefähr die Hälfte der festen Kosten des Programms von BAT grosszügig getragen wird. Die Verhandlungen für die entsprechende Vereinbarung wurden von IFAJ-Schatzmeister James Campbell geführt. Der Rest der Finanzierung muss allerdings aus anderen Quellen fließen.

Drei Mtgliedsverbände – Kanada, Finnland und die Niederlande – sind dem Ruf gefolgt und wenigsten eine weitere Gilde diskutiert ihre mögliche Unterstützung.

Jede Gilde wird einen Teil der Kosten eines der zehn Meisterklassenteilnehmer übernehmen. Allison Finnamore, Exekutivmitglied der kanadischen Gilde, erklärte die Unterstützung basiere auf Rückmeldungen von Teilnehmern an anderen IFAJ-Programmen, die den Wert dieser Programme zur Entwicklung von Führungskräften erkannt haben.

«Unser Entschluss basiert auf der starken Unterstützung durch Alexis Kienlen und Lisa Guenther, Gewinner der IFAJ-Alltech Young Leader Preise aus den Jahren 2012 und 2011, die jetzt beide in unserer Landesexekutive mitarbeiten, sowie von Tamara Leigh, die in dem Exposure-4-Development-Programm im letzten Jahr teilnahm», sagte Finnamore.

IFAJ anerkennt die Beiträge, die diese Gilden erbringen und auch was alle Gilden der Föderation zur Unterstützung der verschiedenen Aktivitäten im Wirken der IFAJ leisten wie z.B. die Durchführung von Kongressen und die Unterstützung ihrer Exekutivmitglieder beim Besuch von IFAJ-Treffen.

Letzten Endes hängt diese Unterstützung von der eigenen Aktivität der Gilden ab. Das ist ein Grund, warum die IFAJ als Teil ihrer neuen Strategie, Ressourcen einsetzt, um einzelne Gilden zu unterstützen und sie zu stärken.

Was kann IFAJ tun, um Ihre Gilde zu stärken? Könnte sie vielleicht einen Gastvortragenden bereitstellen oder einer entsprechenden Person den Besuch ermöglichen? Könnte sie Vorschläge für erfolgreiche Treffen machen?

Die gute Gesundheit des Menschen hängt zu einem großen Teil von einer stetigen körperlichen Betätigung ab. So ist es auch bei der IFAJ – aktive Gilden stärken die IFAJ.

Diesen Monat beginnt die IFAJ ein Forschungsprojekt, das von unserem japanischen Mitglied Masaru Yamada, Willliam Nelson der Texas Tech University und mir geleitet wi, rd. Es geht um einen für Mitglieder möglichst erfolgreichen Zugang zu Erkenntnissen,  zum Erstellen und zur Verteilung landwirtschaftlicher und ländlicher Entwicklungsthemen oder Berichten. Es ist geplant, diese Ideen und Forschungsergebnisse innerhalb der IFAJ und Landwirtschaftsgruppen zu verteilen.

Noch einmal: es ist die Stärke einzelner Gilden, was uns helfen wird, diese Forschung erfolgreich abzuschließen. Wir hoffen, dass die Gilden unsere Untersuchung ihren Mitgliedern befürwortend zur Kenntnis bringen werden und damit einen Beitrag zu einem der besten Beispiele erfolgreicher Kommunikationsansätze leisten.

Also, was also machte Ihre Gilde stark? Was unternimmt Ihre Gilde, um sich langfristigen Erfolg zu sichern? Lassen Sie uns die Gelegenheiten durch IFAJs Facebook nutzen, welches Gilden hilft, gute Ideen mit einander auszutauschen, vielleicht auf Gebieten, die uns alle herausfordern, wie beispielsweise finanzielle Sicherheit, Sponsoring und das Auftreiben nötiger Gelder.

Auf der anderen Seite: Wie kann die IFAJ helfen, Ihre Gilde zu stärken? Bitte lassen Sie mich es wissen, wenn Sie Ideen haben. Lassen Sie es mich auch wissen, wenn Ihre Gilde Hilfe braucht. Jetzt ist die richtige Zeit, darum zu bitten. Dank umsichtiger Leitung vorangehender Geschäftsleitungen und starker Sponsorenunterstützung hat IFAJ verfügbare Ressourcen, um sicher zu stellen,  dass Gilden so stark wie möglich sind.  Unsere gegenwärtigen Mitglieder müssen in bester Form sein, während wir  in neues globales Gebiet vorrücken.

Melden Sie sich jetzt für den IFAJ-Kongress in Argentinien an

Die Anmeldung für den IFAJ-Kongress am 1.-5. September in Argentinien findet jetzt statt.

Erleben Sie einen Kongress wie keinen anderen. Er bietet eine einzigartige Gelegenheit, in eine entfernte Ecke der Welt zu reisen und den Fuß in ein Land zu setzen, das Sie vorher nie gesehen haben.

Bereiten Sie sich darauf vor, in die Fußstapfen der frühen europäischen Entdecker zu treten, eine reiche Kultur in einem Land kennenzulernen, das sich bis zu einem der südlichsten Punkte der Welt erstreckt – in einem Land, das einst als “Kornkammer der Erde” bezeichnet wurde; einem Land, das in den letzten dreißig Jahren seine Produktion verdreifacht hat; das jährlich 430 Millionen Menschen ernährt – vorangetrieben durch fortgeschrittene Technologie und nachhaltige landwirtschaftliche Nutzungen sowie vorbildlich für seine landwirtschaftliche Ökonomie.

Schalten Sie auf: www.ifajargentina.com für weitere Information und die Anmeldung.


Frauen nehmen wichtige Rollen in der Landwirtschaft wahr

Chris Clayton
USA

Chris Clayon, DTB Ag Policy Editor [Editor für Agrarpolitik], war im frühen November in Kenia Teilnehmerin an einer Tour für Landwirtschaftsentwicklung , für die die IFAJ und Agriterra als Sponsoren auftraten. Dieser Artikel erschien ursprünglich auf DTN und im Progressive Farmer.

In einem kleinen Dorf in der Hochlandregion ungefähr zwei Stunden ausserhalb von Nairobi drängt sich eine Gruppe von etwa 20 Landwirten und ebenso vielen Besuchern in einen Gemüse-Sortierschuppen, um zu hören wie diese Bauern sich zusammenschließen, um mehr anzubauen und bessere Preise erzielen zu können.

Wenn Einzelheiten benötigt werden, wenden die Männer ihre Köpfe der alleinigen Frau in der Gruppe zu. Sie dasteht da, um zu erklären, wie die Erzeuger mit Lebensmittelhändlern versuchen zu verhandeln, um diese zu veranlassen, in Mengen direkt bei der Genossenschaft einzukaufen.
“Wir hatten eine Menge Probleme mit der Vermarktung,” sagt Esther Chege, eine Landwirtin, die dem Vermarktungskomitee der Gruppe vorsteht. “Wir bauten Produkte an, ohne dass wir einen Markt zum Verkauf hatten. Jetzt bauen wir an, weil wir wissen, dass wir einen aufnahmebereiten Markt haben.”


Chege erläuterte, dass die Verhandlungen mit den wichtigsten Einzelhandelsketten andauern, die Landwirte jedoch versuchen, eine Zusicherung zu erhalten. Ihre Erklärungen spiegelten zwei Themen wieder, auf die unsere Gruppe von Landwirtschaftsjournalisten wiederholt in Kenia aufmerksam wurde. Erstens vertrauen mehr Landwirte in Kenia auf Genossenschaften, um einen besseren Markt für ihre Erzeugnisse zu etablieren. Zweitens gewegen sich Landfrauen – trotz der Widerstände, die ihnen im Wege stehen – mehr und mehr weg von der Arbeiterrolle in die am stärksten unternehmerisch denkenden Produzenten ihres Landes.

Im vorigen Jahr hat eine Untersuchung der Weltbank angedeutet, dass die Landwirtschaft in Kenia sich zu einer weiblich-dominierten Berufssparte entwickelt. Insbesondere junge Männer werden von Arbeit in den Städten angezogen und betrachten Landwirte als niedere Gesellschaftsschicht.

“Arbeitslose Jugendliche sind das größte Problem in Kenia und landwirtschaftliche Arbeit wird nicht nur als Routinearbeit angesehen sondern manchmal als „Strafe”,  sagte Polly Noyce, eine Umsiedlerin aus Kalifornien, die den größten Teil ihres Erwachsenendaseins als Landwirtin in Kenia verbracht hat. Noyce ist die Gründerin eines privaten landwirtschaftlichen Lehrbetriebs im westlichen Kenia.

Frauen bewirtschaften die Felder

Überall in Kenia ist es bei weitem einfacher Frauen auf den Feldern arbeitend vorzufinden als Männer. Viele Männer, die das Treffen mit Chege besuchten, waren anwesend, weil ihre Frauen zuhause bei der Feldarbeit waren. Die Weltbank schätzt, dass in einigen kenianischen Gemeinden bis zu 80 Prozent der Landwirte Frauen sind. Quer durch ganz Afrika betrachtet ist der Prozentsatz der weiblichen Bauern noch höher.

Dennoch sind Frauen traditionell an ihrer eigenen Entwicklung als Landwirte und Geschäftsleute behindert worden, größtenteils weil man ihnen nicht gestattet hat, Land zu besitzen oder zu erben. Einige Statistiken besagen, dass nur fünf Prozent des Bodens im Lande Frauen gehört, offizielle Angaben gibt es jedoch nicht. Seit einer neuen Verfassung, welche von den Wählern 2010 ratifiziert wurde, dürfen Frauen jetzt Land besitzen und erben. Lokale Bräuche schränken jedoch Frauen in Bezug auf Landeigentum noch immer ein. Korruption bei Behörden, wie im Ministerium für Land, spielen ebenfalls eine Rolle bei der Verletzung von Eigentumsrechten der Frauen an Agrarland.

Was sich daraus ergibt, sind weitere Schwierigkeiten für Frauen bei Gesuchen um Darlehen für ihre landwirtschaftlichen Unternehmungen, meinte Rien Geuze, ein Geschäftsberater von der in den Niederlanden beheimateten Agriterra, die die Landwirtschafts-Entwicklungs-Reise nach Kenia für IFAJ organisiert hatte. Frauen fehlen in vielen Fällen bürgende Sicherheiten, obwohl Banker Frauen positiv ansehen, weil sie beim Zurückzahlen von Darlehen pünktlicher und beim Handhaben von Familienbudgets besser sind als Männer. Um Darlehen zu bekommen, arbeiten Landwirtinnen mehr mit Genossenschaften, die die Kreditpapiere oft als Mitbürgen gegenzeichnen.

Ein Angestellter des US-Außenministeriums, der an der Initiative “Feed the Future” [Die Zukunft ernähren] der Obama-Regierung arbeitet, hat am Mittwoch vor dem ”Foreign Relations”-Ausschuss des Senats ausgesagt, dass steigende Investition und entsprechende Kredite die Produktivität der Landfrauen in Teilen Afrikas wahrscheinlich um 20 bis 30 Prozent steigern könnte.

Tee ertragreicher

Tabitha Kiambi bewirtschaftet 17‘000 Teebüsche auf fünf “Acres” [2 Hektar] in einer Berggegend nicht weit von Mt. Kenia. Sie baut seit 1962 Tee an und einige ihrer Teebüsche produzieren seit 45 Jahren. Ihre Farm produziert zwei Tonnen Tee pro Jahr für eine lokale Teefabrik. Sie erntet außerdem Obst und Gemüse. Kiambi sagt, sie halte ihre Teelantage für ziemlich gewinnbringender als dieErträge anderer Kulturen. 

“Tee ist gut. Er ist wirtschaftlicher, besonders wenn man viel Geld verdienen will,” meinte sie. “Man hat gewöhnlich reichlich.”

Kiambi meinte, eines ihrer größten Anliegen sei, genug Arbeitskräfte zu bekommen. Sie hat drei Pflücker draussen auf dem Feld, obwohl sie bis zu acht einsetzen könnte. Ein Teepflücker füllt einen 10-Kilogram-Korb ungefähr viermal an einem Achtstundentag. Arbeiter bekommen 80 Shilling pro Korb oder etwas unter vier Dollar pro Tag. Kiambi bekommt ungefähr $ 6 für 40 pro Kilo Tee, den sie in der Fabrik abliefert.

Peris Njenga ist Vorsitzende der Kiambaa Dairy Cooperative [Molkerei-Genossenschaft]. Peris und ihr Gatte George begannen vor 15 Jahren mit einer Milchkuh, haben aber heute 30 Kühe, einschließlich Färsen und Kälbern. In einem Land, wo der durchschnittliche Milchbauer vielleicht zwei Kühe melkt, werden die Njengas als goßer Hof angesehen, obwohl ihre Landfläche weniger als fünf Acres [2 Hektar] umfasst. Das Land ist mit Gemüse und Alfalfa bebaut, während die zehn tatsächlich gemolkenen Kühe im Stall ohne Weidemöglichkeit untergebracht sind. Die Herausforderung ganz ohne Weiden ist, dass ein 70 Kilo Sack Zusatzfutter bis $ 20 zu den Futterkosten beiträgt. Der Betrieb produziert täglich ungefähr 52 Gallonen [197 Liter] Milch, was in etwa ein Tageseinkommen von $ 65-70 ausmacht.

Gefragt, ob Frauen in der Landwirtschaft schwerer arbeiten, antwortet sie lachend, “Ganz sicher, wenn es sich um Milchwirtschaft handelt.”

Peris Njenga arbeitet gleichzeitig daran, ihre 1‘500 Bauern zählende Genossenschaft mit einer größeren in der Gegend zu vereinen, um dabei Kostenersparnisse bei Futter und künstlicher Besamung zu erreichen. Größere Genossenschaften können auch bessere Zinssätze bei Kreditvereinen der Gegend aushandeln, ebenso günstigere Preise mit größeren Molkereibetrieben in Nairobi.

In einer Kaffee-Genossenschaf in der Nähe von Gatimbi, fast direkt am Äquator, ragt die 30-jährige Mercy Kanini als einzige Frau und jüngstes Aufsichtratsmitglied der Muune Landwirts-Genossenschaft heraus. Kanini besitzt ungefähr einen Acre Kaffee, der 5‘000 Kilo Kaffee produzierte. Bei einem Durchschnittspreis von 65 Shilling pro Kilo erbrachte Kaninis Ernte rund $ 3‘800. Sie sieht noch viel mehr Potential bei einer neuen Sorte von Kaffeebäumen. Ihr Ziel ist es, die Produktion in den nächsten Jahren zu verdreifachen. “Das ist mit den neuen Bäumen möglich,” sagte Kanini, die in den letzten fünf Jahren ihre eigene Landwirtschaft betrieben hat. “Die neuen sind gegen Krankheiten widerstandsfähig und produzieren mehr.”

Um Fotos zu sehen, schalten Sie auf: www.dtn.com/ag/indepth/photos.html.

Was sie an Argentinien so sehr mögen

Shane Romig
Argentinien

Shane Romig ist Auslandskorrespondent für Dow Jones Newswires/Wall Street Journal und teilt hier mit, was er an Argentinien so liebt:

Berichterstatter in Argentinien zu sein bietet einem eine einzigartige, oft zum verrückt werdende und immer faszinierende Palette zum Malen. Die Wärme und Offenheit, die einen Außenstehenden grüßt, ist anziehend, während die individuelle Freiheit, die aus gesellschaftlichem Chaos resultiert, für jemanden bezaubernd wirkt, der von einer geordneteren Gesellschaft kommt. Die täglichen Reporterpflichten bedeuten das Entblättern von Schicht nach Schicht gebündelter Improvisationen, um den Versuch zu machen, etwas  das passiert ist, so zu erklären, dass es jemandem auf der anderen Seite des Erdballs verständlich ist. Natürlich helfen dabei ein großes Glas Malbec und ein gegrilltes Lendenstück am Tagesende.

Zur Zeit macht ganz besonders der Landwirtschaftssektor eine bemerkenswerte Revolution durch mit genetischer Modifikation, Klonierung und anderen hochmodernen Innovationen, die rapide entwickelt werden. Gleichzeitig gibt es aber auch eine umweltbezogene Gegenreaktion und Bemühungen, den Aufkauf von Agrarland durch Ausländer zu stoppen, weil man die globalen Sorgen darüber teilt, wie die rasant ansteigende Weltbevölkerung ernährt werden kann. Argentinien bietet einen Sitz in der ersten Reihe an während sich diese dramatischen Spannungen in einem der letzten landwirtschaftlichen Neulandgebiete abspielen.

Wenn Sie mehr wissen wollen, was man an Argentinien lieben kann, schalten Sie auf: ifajargentina.com/love.