Österreichische Agrarjournalisten haben neue Webseite

Ulrike Raser
Verband der Agrarjournalisten und –publizisten in Österreich (VAÖ)

Der VAÖ ist wieder online erreichbar. Besuchen Sie die neue Webseite: www.agrarjournalist.at für Verbands- und Mitgliedernachrichten. Die Webseite schließt auch Ehrungen, Auszeichnungen und Nachrichten anderer Länder ein.

Wenn Sie irgendwelche Neuigkeiten aus der Welt des Agrarjournalismus mitzuteilen haben, senden Sie ein E-mail an Ulrike Raser unter: u.raser(at)gmx.at.

Britische Gilde plant Trainingkurs

Peter Hill
British Gild of Agricultural Journalists
Vereinigtes Königreich

Journalismus- und Public Relations-Angestellten in landwirtschaftsverwandten Industrien kann ein früher Anschub ihrer Karrieren durch einen Trainingskurs der britischen Gilde, welcher durch Unterstützung von John Deere ermöglicht wird, Vorteile bringen.

Der diesjährige “John Deere Training Preis”-Kurs für potentielle Agrar- und Hortikulturjournalisten findet von Sonntag, 8. Juli bis Dienstag, 10 Juli 2012 statt. Dazu kommen noch drei Tage praktischer Arbeit.

Der jährliche Kurs, welcher zum 20. Mal durchgeführt wird, ist so geplant, dass er eines der Hauptziele der britischen Gilde der Agrarjournalisten erreicht, nämlich den Zugang möglicher Anfänger zum Agrar- und Hortikulturjournalismus zu fördern. Er ist deshalb auf Teilnehmer zugeschnitten, die in den landwirtschaftlichen oder Hortikulturmedien arbeiten möchten. Er ist aber auch offen für jene, die bereits als Journalisten oder Public Relations Mitarbeiter tätig sind, aber noch weniger als 12 Monate Erfahrung in diesen Funktionen haben.

Es sind zehn Plätze für den Kurs vorhanden, der zwei volle Tage mit Vorträgen und praktischer Arbeit im britischen Hauptquartier von John Deere in Langar, Nottinghamshire, einschließt. Darauf folgen drei Tage praktische Arbeit bei einer Fachzeitschrift, Zeitung oder PR-Beratungsfirma.  

Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, einen Kursbericht  zur Beurteilung durch eine Expertengruppe zu verfassen. Diese Berichte stehen in einem Wettbewerb für einen Preis von 250 Pounds ($400 USD/310 Euro) und einen John Deere Pokal. Der Kurs verlangt keine Teilnehmergebühr, aber von Bewerbern wird erwartet, dass sie ihre Reise- und Unterhaltskosten selber tragen.

Für weitere Einzelheiten besuchen Sie: http://www.gaj.org.uk/news/new-entrants-training-course-2012.

Sorgen bezüglich Lebensmittel in Großbritannien

Jim Evans
Agricultural Communications Documentation Center
USA

Kürzlich haben wir in die ACDC Sammlung einen Bericht von 2011 eingereiht: “Biannual Public Attitudes Tracker” [verfolgt zweimal jährlich Publikumseinstellungen] der UK Food Standards Agency [Britische Agentur für Lebensmittelstandards]. Basierend auf einer Wahrscheinlichkeitsumfrage von mehr als 2000 Erwachsenen identifizierte die Befragung die sechs Hauptsorgen bezüglich Nahrungsmitteln:

Lebensmittelpreise- 61%
Salzmenge in Nahrungsmitteln- 40%
Fettmenge in Nahrungsmitteln- 44%
Datumsmarkierung- 27%
Auf Kinder zugeschnittene
Lebensmittel einschl. Schulspeisen- 26%
BSE (Rinderkrankheit)- 18%

Alle sechs Sorgen waren seit November 2010 wesentlich angestiegen. Lesen Sie den vollständigen Bericht unter: http://ww.food.gov.uk/multimedia/pdfs/biannualpublicattitudestrack.pdf.

Was bedeutet eigentlich “digital divide”?

Jim Evans
Agricultural Communications Documentation Center
USA

Eine der gründlichsten Analysen von “digital divide” [digitale Kluft], die wir gesehen haben, erschien in der Septembernummer  2011 der Zeitschrift Telecommunications Policy.

Martin Hilbert benutze die Netzwerkanalyse, um einen Überblick zu gewinnen über die hauptsächlichsten Annäherungsversuche, die Forscher unternommen haben, um “digital divide” in Begriffe zu fassen. Er fand, dass viele verschiedene Personen mit unterschiedlichen Zielen dran involviert sind.

Werden zusätzliche Bemühungen um eine einzelne Definition, eine kohärente nationale Strategie und eine allgemeine Aussicht auf digitale Entwicklung besser abschneiden als andere? „Nicht wirklich“, sagte Hilbert. Stattdessen schlug er vor, den Fokus darauf zu richten, bestimmte Auswirkungen zu identifizieren, die dann Wege und Methoden festlegen, um ein bestimmtes Problem zu lösen oder ein gewünschtes Ziel zu erreichen. “Der Zweck sollte die Mittel bestimmen, nicht umgekehrt.”

Sie können eine erlaubte wissenschaftliche Online-Veröffentlichung dieses Artikels einsehen unter: http://www.martinhilbert.net/ManifoldDigitalDivide¬_Hilbert_AAM.pdf.

IFAJ Nachrichten Mai 2012

Die Notwendigkeit, uns zu vernetzen, war niemals größer

Mike Wilson
IFAJ Präsident
USA

Gestern bekam ich ein E-mail von einer schwedischen Agrarjournalistin, die ein Buch schreibt und Hilfe benötigte. Sie plant eine Reise nach Amerika, um Interviews an der Basis durchführen zu können. Sie hätte gerne Hinweise für  Interviewmöglichkeiten. Ich leitete ihre Anfragen weiter an Kollegen, Agrarjournalisten in Büros von Kalifornien bis Virginia.

Innerhalb von 24 Stunden hatte ich sieben ausgezeichnete Hinweise für ihre Arbeit.

Obwohl es sich anhören mag, als sei das nichts Ungewöhnliches, bin ich dennoch erstaunt über die verbindende Kraft der IFAJ. Sie ist etwas, das wir nie als selbstverständlich hinnehmen sollten. In weniger als einem Tag war es IFAJ-Mitgliedern möglich, miteinander in Kontakt zu treten und unser weitläufiges und wachsendes Netzwerk zu nutzen, um einer Journalistenkollegin dabei zu helfen, ihre Aufgabe vorwärts zu treiben. Diese Art von globaler Netzwerknutzung geschieht täglich immer häufiger.

Würden wir uns ohne die heutige Technologie darum bemühen, uns gegenseitig miteinander zu verbinden und zu helfen? Sind wir beim Vernetzen nur besser, weil wir es so einfach können? Oder würden wir es auch ohne das Wunder der E-mails tun?

Die unglaublichen Fortschritte, die wir dabei gemacht haben, um Menschen weltweit mit einander in  Verbindung zu bringen, sind nicht weniger erstaunlich. Noch 1997 füllte der schnellste Computer der Welt drei Räume und konnte eine Trillion Kalkulationen pro Sekunde machen. Heute hat er die Größe unseres Daumennagels. Das iPhone hat heute mehr Computerfähigkeiten als das gesamte Luftabwehrkommando der U.S. Luftwaffe 1965.

Die Gründer von IFAJ schrieben sich gegenseitig Briefe. Das war “netzwerken.” Vor Jahren veröffentlichten wir viermal im Jahr ein gedrucktes Nachrichtenblatt. Dabei verließen wir uns auf die Massenversandmöglichkeiten der weltweiten Post, um die Sendungen eine oder zwei Wochen später  unseren Mitgliedern zukommen zu lassen. Heute veröffentlichen wir einmal pro Monat online - direkt in Ihren E-Mail Portal oder durch einen Klick auf der IFAJ Webseite – und das noch dazu in drei Sprachen. Wir informieren durch Kurzhinweise und sind damit so sicher, dass Sie über Stichtage bei Wettbewerben oder andere wichtige Veranstaltungen Bescheid wissen. Exekutivmitglieder der IFAJ sind regelmäßig durch Skype miteinander in Kontakt.

Wie geht es weiter? Professionelle Entwicklungsseminare online, live Übertragungen des jährlichen Kongresses? Hologramme, direkt aus dem “Star Wars” Programm? Die Linien zwischen dem bereits Möglichen und dem Noch-nicht-Möglichen verwischen sich täglich.

Trotzdem ist die Technologie nur ein Werkzeug. Wir haben uns entschlossen, in einem Netzwek miteinander zu arbeiten und uns weder durch die Verschiedenheit der Sprachen noch durch Entfernungen stoppen zu lassen. Warum?

Es besteht kein Zweifel, dass wir alle durch die Globalisierung eine Weiterentwicklung durchgemacht haben. Heute habe ich einen viel einfacheren Zugang zum Rest der Welt. Ländergrenzen scheinen viel weniger besorgniserregend als noch vor einer Generation. Mauern sind gefallen und in den meisten Fällen durch Brücken ersetzt worden. Ich glaube, die IFAJ hat dazu beigetragen, einige dieser Brücken zu bauen. Mit dem neuen globalen Mandat der IFAJ werden wir in Gegenden Brücken bauen, von denen vor zehn Jahren niemand geträumt hätte.

Eine gemeinsame Wißbegier und ein Wissensdurst sowie der Wunsch, das besser auszuführen was wir unternehmen, verbindet uns alle. Wir möchten mehr über einander lernen. Das ist die menschliche Natur.

Es ist eine anregende Zeit, in diesem Beruf tätig zu sein. Und es ist eine besonders gute Zeit, journalistischen Kollegen rund um die Welt die Hand zu reichen.

Mitglieder: Melden Sie sich zum Empfang neuer Forschungsberichte an!

IFAJ-Mitglieder können sich jetzt registrieren, um die neuesten Berichte über Landwirtschaftstrends und Markteinsichten von der Rabobank zu beziehen. Rabobank und IFAJ haben abgemacht, dass IFAJ-Mitglieder ab sofort Zugang haben zu Berichten von Food & Agribusiness Research and Advisory (FAR).

Der Zugang zu F&A-Veröffentlichungen ist einfach. Melden Sie Einzelheiten bezüglich Kontakten, F&A-Interessengebiet und geographischem Umfang an: renee.schnitzler(at)rabobank.com und die Rabobank wird die Journalisten in die Verteilerliste aufnehmen.

FAR ist ein globales Team von ungefähr 80 Unterabschnittsexperten, die  ununterbrochen Information über Marktentwicklungen, aktuelle Fragen und Trends sammeln. Innerhalb eines Jahres veröffentlicht dieser F&A-Wissensverbreiter fast 200 Berichte und Dokumente. Für Landwirtschafts- und Hortikulturjournalisten enthalten die Publikationen brauchbare Informationen, Statistiken und Analysen. FAR setzt sich zusammen aus einer zentralen Einheit in Utrecht, Niederlande, und kleineren Teams in den folgenden Ländern: Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Neuseeland, Singapor und den USA.

Rabobank ist die größte Landwirtschaftsbank der Welt und wurde vor fast 110 Jahren in den Niederlanden gegründet.

Mehr Information über die Rabobank: http://www.rabobank.com./content/food_agri/.

Kanadische Farm Writers’ Federation plant “Schlamm aufzuwühlen”

Die kanadische Farm Writers’ Federation hat ihre südlichen Nachbarn, die American Agricultural Editors’ Association, zu ihrer jährlichen landesweiten Konferenz 2012
eingeladen.

Die Veranstaltung findet dieses Jahr in Winnipeg, dem Herzen der kanadischen Prärien vom 20. bis 23. September statt. Dieses Jahr ist der Fokus “mud” [Schlamm] – Erde und Wasser, die Bausteine der Landwirtschaft. Manitoba ist einer der Führer in der Boden- und Wasserforschung wegen seiner reichen Bodenarten, einer Vielfalt von Flüssen und Seen, fortwährenden Herausforderungen durch Fluten , Management von Gebieten, in den sich später genutztes Wasser ansammelt als auch Angelegenheiten von Grenzüberschreitungen.  

Freitagstouren werden Teilnehmer an die Mündung des Winnipegsees oder den Red River hinunter führen, um von Forschungsprojekten und Farminnovationen einen Augenschein zu nehmen. Die Session für professionelle Entwicklung am Samstag läßt innovative Sprecher zu Überflutung, Bodenarten, landwirtschaftlichem Bewußtsein und weiteren Themen zu Worte kommen. Außerdem werden wir Sie im freundlichen kanadischen Stil bei unseren Empfängen, Abendessen, gesellschaftlichen Veranstaltungen und dem Preisvergabe-Bankett bewirten.

Weiteres unter: www.cfw2012.com.

Kommen Sie zur Welt-Hortikultur-Ausstellung “Floriade”

Hans Siemes
IFAJ-Exekutivmitglied
Niederlande

Sind Sie an Hortikultur, an Blumen, Pflanzen, Bäumen interessiert? Einmal alle zehn Jahre wird die Weltausstellung Floriade  in den Niederlanden durchgeführt. Dieses Jahr ist die Veranstaltung in der Nähe der Stadt Venlo, einem Hortikulturzentrum mit vielen Gewächshäusern. Diese Region “erfand” die geschmackvolle Tomate und ist berühmt für ihre Rosen. Venlo liegt im südlichen Teil der Niederlande, nahe der deutschen Grenze.

Floriade und ihr Hauptsponsor, die Rabobank, lädt IFAJ-Kongressteilnehmer zur Weltausstellung ein. Sie versprechen einen spektakulären Besuch. Falls Sie von einem anderen Teil der Welt kommen, ist das eine ausgezeichnete Gelegenheit, den IFAJ-Kongress mit einem Besuch der Floriade zu verbinden. (Werfen Sie einen Blick auf www.floriade.com).

Am Montag, dem 20. August, um 10 Uhr werden Floriade und Rabobank IFAJ-Teilnehmer willkommen heißen. Geführte Touren können eingerichtet werden. Rabobank wird die Eintrittskarten zur Verfügung stellen. Sie dürfen natürlich auch die Presseeinrichtungen benutzen. Wenn Sie planen zu kommen, melden Sie sich bitte an, indem Sie eine E-mail mit Angabe Ihres Names und Landes senden an: globaloffice(at)ifaj.org.

Teilnehmer, die einen Besuch planen, sind für ihre eigenen Reisepläne und Unterkunft verantwortlich. Teilnehmern wird geraten einen Flug nach Stockholm mit Zwischenlandung auf dem Rückweg in Amsterdam oder besser noch Düsseldorf zu buchen. Die andere Möglichkeit wäre einen extra Flug von Stockholm nach Amsterdam oder Düsseldorf und zurück zu buchen. Die Flugzeit beträgt 2 Stunden und der Preis beläuft sich auf 100 bis 150 Euro.

In Amsterdam oder Düssedorf nehmen Sie einen Zug oder mieten Sie ein Auto nach Venlo zur Floriade. Von Amsterdam bis Venlo sind es ungefähr 180 Kilometer und von Düsseldorf 70 Kilometer. Einige Absteigemöglichkeiten wären das Van der Valk Hotel in Venlo, Hotel de Zwaan Venray, Hotel Puur in Venlo, Antiek in Helden. Ein Doppelzimmer kostet ungefähr 90 -100 Euro pro Nacht. Die luxuriöseren Hotels (z.B. die Bilderberg Gruppe) sind teurer. Einige Hotels haben besondere Angebote zur Floriade.

Warten Sie nicht weitere 10 Jahre. Machen Sie, was die 2 Millionen andere Besucher tun. Es ist die Sache wert, zu dieser Weltexpo für Hortikultur zu kommen. Sonst müssen Sie bis 2022 auf die nächste Gelegenheit warten.

Über die IFAJ-Nachrichten

Wir möchten, dass Sie die Neuigkeiten Ihrer Vereinigung bekanntmachen. Senden Sie Nachrichten oder Artikel an die Editorin Karlie Elliott Bowman unter: k.elliott.bowman(at)gmail.com. Lassen Sie beim Einsenden von Ideen oder Nachrichten die Sprache niemals eine Hürde sein. Benutzen Sie ruhig Ihre Muttersprache – wir werden dann zusammenarbeiten, um Ihre Mitteilungen zu verbreiten.

Informieren Sie auch Ihre Kollegen über die IFAJ Nachrichten. Ermutigen Sie sie unter http://www.ifaj.org/news/newsletter-subscription.html nachzuschauen. Die IFAJ Nachrichten sind eine Veröffentlichung der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten. IFAJ bietet Agrarjournalisten und Funkberichterstattern eine Plattform für berufliche Weiterentwicklung und internationales Networking. Um mehr über IFAJ zu erfahren, schauen Sie unter: www.ifaj.org nach. Wenn Sie Fragen über IFAJ haben, zögern Sie nicht, Kontakt mit unserer Exekutivsekretärin Connie Siemes aufzunehmen: Connie Siemes, P.O. Box 205, 6920 AE