Ein Blick auf Argentinien

Christian Mühlhausen

Deutschland

IFAJ-Kollege Christian Mühlhausen besuchte den IFAJ-Kongress in Argentinien. Er stellt dieses Video zur Einsicht bereit mit Fokus auf die Diversität der Landwirtschaft, einschließlich Viehhaltung, Feldfrüchten und Landschaft:

http://www.youtube.com/watch?v=K8sjj1DJiJU

Sich im Netzwerk eintragen

Kim Waalderbos

Kanada
(IFAJ Bootcamp-Teilnehmer)

Es war eine Woche von Ersterlebnissen.

Es war das erste Mal, dass Argentinien Gastland für einen Kongress der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten war, das erste Mal, dass der IFAJ-Konress auf lateinamerikanischem Boden abgehalten wurde und das erste lateinamerikanische Seminar über Landwirtschaft und Journalismus. Es war auch das erste Mal, dass Landwirtschaftsjournalisten der Region sich formal eintrugen, um ein Netzwerk von Kollegen zu gründen.

Es war eine ereignisreiche Woche. Ich bin sehr dankbar, dass es gerade mir gestattet wurde, als Kongress-Delegierte durch das IFAJ-Alltech Young Leaders Stipendienprogramm Zeuge so vieler Ersterlebnisse zu sein. Ich möchte einen Teil meiner Erlebnisse schildern, die mich veranlasst haben, bewundernd das ganze Treiben zu bestaunen, das am allerersten Kongress der IFAJ in Argentinien statt fand.
 
Beim Vorprogramm kamen eine Reihe von Landwirtschaftskommunikatoren zur Meisterklasse zusammen, für die DuPont und British-American Tobacco als Sponsoren fungierten und die von Agriterra koordiniert wurde. Ziel der Meisterklasse ist es, Landwirtschaftsjournalisten aus Entwicklungsländern zu helfen, über mit der Landwirtschaft verbundene Themen, z.B. Hunger und Verringerung der Armut, besser zu berichten.

Stellen Sie sich einen Raum voll junger, Spanisch sprechender Journalisten vor, die sich zum ersten Mal treffen. Es ist ein bißchen vergleichbar mit der Beobachtung eines neu geborenen Kälbchens, das den ersten Rundgang wagt: staunend, aufgeregt, fasziniert durch neue Entdeckungen und sich neuer Einzelheiten erfreuend.

Brasilien, Guatemala, Peru, Bolivien, Nicaragua – während die Diskussion sich im Zimmer herumbewegte, ergab sich ein gemeinsames Thema isolierter Journalisten mit Leidenschaft für Landwirtschaft. Es war nicht wie Kanada, wo das nächste Treffen der Agrarjournalsiten schon in deinem Kalender eingetragen ist, ehe du dich von dem letzten trennst. Für diese Teilnehmenden der Meisterklasse war es die erste Veranstaltung, die im Kalender stand. Die Gelegenheit entging ihnen nicht.

Die Teilnehmenden tauschten Informationen über Länder aus, wo einzelne Journalisten versuchen, die bestehende Trennung zwischen ländlichen Arbeitern und städtischen Verbrauchern zu überbrücken. Auch über die Herausforderungen vom Schreiben über landwirtschaftliche Themen für Massenpublikationen, deren Editoren auf die neusten Nachrichten über die letzten Morde, Diebstähle oder korrupte Firmen lauern. Hier endeten die Ähnlichkeiten zu den Herausforderungen kanadischer Agrarjournalisten.

Die Lateinamerikaner sprachen von den Schwierigkeiten, glaubhafte Quellen in Ländern zu finden, wo Informationen öfter durch politischen Konsens statt auf wissenschaftlicher Basis bearbeitet werden. Sie sprachen auch davon, dass jene Klisches aufgelöst werden müssen, die Agrarwirtschaft mit Armut paaren, weil sie Kollegen haben, die ihre landwirtschaftlichen Aufträge lieber hinter dem Schreibtisch abwickeln, ohne ihr Büro zu verlassen und stattdessen zehn Jahre alte Fotos von Google ablichten,  um ihre Berichte zu unterstützen.

Stellen Sie sich vor, wie die Diskussion, die mit diesen neun leidenschaftlich engagierten Landwirtschaftsjournalisten begann, sich dann auf Dutzende weiterer Kongressdelegierter ausdehnte, die ankamen, um an diesem ersten lateinamerikanischen Seminar mitzumachen und diese neu gefundenen Kollegen schließlich am Abend des Abschlussbanketts alle miteinander vereinte.
Vertreter von jedem der 13 anwesenden Länder trugen sich in die erste lateinamerikanische Föderation von Landwirtschaftsjournalisten ein. Es war der Beginn einer großen Sache. Zusammen haben sie sich verpflichtet, Agrarjournalisten mit einander zu verbinden, um professionelle Entwicklung möglich zu machen und die Belange der Landwirtschaft an die Öffentlichkeit zu bringen. Sie – als Leser – dürfen wetten, dass sich die Kalender mit neuen Verabredungen füllen werden.

Mitglieder der ersten Föderation von Landwirtschaftsjournalisten sind;
Argentinien                 
Eccuador                    
Mexiko                
Peru                                                          
Bolivien                      
Guatemala                  
Nicaragua            
Uruguay
Brasilien                     
Kolumbien                  
Paraguay              
Venzuela
Chile

Moreno-Gletscher war ehrfurchterregend

Gordon Collie

Australien

Die Post-Kongress-Tour zum Perio Moreno-Gletscher war ein Riesenerfolg für eine Gruppe von Kollegen aus Deutschland, Österreich und Australien.
An einem schönen, sonnigen Tag bot der Gletscher einen ehrfurchtgebietenden Anblick. Ein gewaltiger, fünf Kilometer langer Eisblock erhob sich 60 Meter aus dem eisigen Wasser.

Unsere unerschrockene Gruppe besuchte einen landwirtschaftlichen Betrieb in der rauhen Umwelt des Gletscher-National-Parks, wo wir ein traditionelles patagonisches Lammfest genossen.

Nur direkte Nachkommen des Landwirts in der dritten Generation können ihre Tiere rechtmäßig im Park grasen lassen. Widerstandsfähige Hereford-Rinder und Corriedale-Schafe müssen während der schlimmsten Winterzeit für vier Monate in eine wärmere Gegend getrieben werden.

In memoriam: Lelio Bernardi, Italiens langjähriges Mitglied in der IFAJ-Exekutive

Antonio Brunori
Italien

Vor einem Jahr, am 25. August 2012, starb unser Freund und Kollege Lelio Bernardi, plötzlich im Alter von 77 Jahren in der französischen Stadt Lourdes. Es ist die Stadt, in die er jedes Jahr, begleitet von seiner Frau Flammina, getreulich reiste.

Lelio war für mehrere Jahre bis 2010 der offizielle Delegierte zu IFAJ.
Lelio absolvierte ein Studium in den Agrarwissenschaften. Nach seinem Einsatz für landwirtschaftliche Entwicklungsprojekte in vielen aufstrebenden Ländern war seine Rückkehr nach Italien durch starke Aktivität für die Reform der Italienischen Entwicklungshilfe geprägt. Er war ein Gründungsmitglied von CA3C, dem Komitee zur Unterstützung von drei UN Konventionen für globale Umwelt (Framework Konvention über Klimawandel – UNFCCC – der Konvention über biologische Diversität – CBD – und der Konvention zum Kampf gegen Wüstenverbreitung – UNCCD). Er war aktiv in der Katholischen Union italienischer Techniker und für Jahre war er Mitglied als Beobachter der Vatikan-Delegation zur FAO.

Man gedenkt Lelios mit Zuneigung. In Erinnerung bleiben seine vielen menschlichen Qualitäten und kulturellen Interessen sowie sein Einsatz mit dem er soziale Angelegenheiten bezüglich der Landwirtschaft handhabte, z.B. seiner Zugehörigkeit zu der religiösen Bewegung «Focolare» und als technischer Journalist, der sich der IFAJ verpflichtet fühlte.

Wie lokal ist lokal?

Jim Evans

Agricultural Communications Documentation Center

USA

Forscher untersuchen mit Verbrauchern, die zunehmend an lokalen Nahrungsmitteln interessiert sind, was Verbraucher unter «lokal» verstehen.
Zwei Landwirtschaftsökonomen der University of Kentucky verwendeten ein On-Line-Auswahl-Experiment, um bei US-amerikanischen und kanadischen Verbrauchern zu untersuchen, was sie bei Beefsteaks mit unterschiedlichen Nahrungsmitteldistanzen vorziehen.

Unter den Resultaten:
·   Verbraucher erklärten, dass 160 km (100 Meilen) Distanz eine angemessene Definition für lokale Nährungsmittel seien, während 320 km (200 Meilen) etwas weniger genannt wurde.
·      Ganz allgemein zogen sie den Begriff «lokal» dem «Produkt von Kanada» und «Produkt der USA» vor.

Sie können diesen bei einer Konferenz 2013 vorgetragenen Artikel lesen unter: http://ageconsearch.umn.edu/handle/12828.

IFAJ Nachrichten Oktober 2013

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Argentinien-Kongress – ein Meilenstein für IFAJ

Owen Roberts

Vizepräsident
Kanada

Ich habe in den letzten Jahren bei den IFAJ-Kongressen einige wirklich richtungsweisende Ereignisse miterlebt: die Organisation des «Boot Camp» in der Schweiz und der «Meisterklasse» in Belgien, die Teilnahme des ersten chinesischen Delegierten in Kanada und die Unterstützung für den globalen strategischen Plan in Schweden. Und jetzt - was ich für einen weiteren entscheidenden Moment für die IFAJ halte – die Gründung des lateinamerikanischen Netzwerks der Landwirtschaftsjournalisten, deren Zeugen wir anlässlich des diesjährigen Kongresses in Argentinien waren.

Es scheint, als ob es gestern war (relativ ausgedrückt), dass wir die Argentinier kaum kannten. Aber ganz sicher wollten wir dies ändern. Südamerika hatte sich zu einem landwirtschaftlichen Machtfaktor entwickelt und Argentinien war dabei einer der grössten Akteure. Trotzdem wussten die meisten IFAJ-Mitglieder wenig über den Landwirtschaftsjournalismus in Lateinamerika, gescheige denn,  welche lateinamerikanischen Kollegen man ansprechen könnte, um zu erfahren, was in diesem Teil der Welt geschieht.

Das hat sich jetzt geändert. Durch die regelmäßige, andauernde und unübersehbare Teilnahme an Kongressen und Sitzungen des Exekutivkomitees hat Argentinien seinen rechtmäßigen Platz innerhalb der IFAJ-Mitgliedergilden eingenommen. Die Führung der CAPA, der argentinischen Gilde, ist solid und einladend. Genau wie jede andere Gilde und jedes andere Land hat auch Argentinien seine eigenen Methoden, um Geschäfte abzuwickeln. Es besteht jedoch kein Zweifel darüber, dass sie sich der IFAJ verpfichtet fühlt und der Türöffner der Föderation für Südamerika sein wird.

Ich habe in Argentinien beobachtet, dass die dortige Gilde bereit ist, zu helfen, alle Länder zusammenzuziehen, die sich ebenfalls höheren Idealen im Landwirtschaftsjournalismus verpflichtet fühlen, Es war für jedermann am Kongress ein stolzer Moment, als Vertreter von 13 möglichen Netzwerkmitgliedsländern sich den Gastgebern auf der Bühne anschlossen, um die Gründungsurkunde des Netzwerks zu feiern. Wir alle sollten dies als ein Meilenstein in der Pressefreiheit sehen.

Die Mitglieder des angehenden Landwirtschaftsjournalistennetzwerks, die ich kennen lernte, haben eine Leidenschaft für ihre Arbeit,  für die Teilhabe an Informationen (den am meisten zitierten Grund dafür, sich dem Netzwerk anzuschließen) und für eine freie Presse. Wie andere IFAJ-Mitglieder arbeiten einige für unabhängige Medien. Andere gehören zu landwirtschaftlichen Organisationen und Genossenschaften welche Nachrichten und Informationen beereitstellen und an ihre Leser und Hörer vermitteln. Sie sind sehr daran interessiert, mit anderen zu kommunizeren.

Ist dies nicht das, was der strategische Plan der IFAJ vorsieht: Sich an jene Länder zu wenden, wo IFAJ traditionell noch keine Verbindungen hatte? Das ist es genau!
Bereits jetzt beginnen die argentinischen Bemühungen Resultate zu zeigen über die neuen Einsichten hinaus, welche die Kongressteilnehmer(innen) über das Land selbst migenommen haben. Gegen Ende September leiteten die Netzwerkorganisatoren in Argentinien einen Brief an die IFAJ weiter mit einer Absichtserklärung des benachbarten Landwirtschaftsverbandes von Uruguay, der Föderation beizutreten. Der Verband in Uruguay umfasst 40 Journalisten und hatte eine starke Vertreterung am argentinischen Kongress. Bis das lateinamerikanische Netzwerk gegründet wurde, war der Verband mit der globalen Agrarjournalsitengemeinschaft nicht verbunden.

Besten Dank an euch CAPA-Leiter und –Mitglieder  - Carlos, Addy, Maria, Raul, Mercedes, Mathias und so vielen weiteren –für das erstmalige Zusammenbringen von  IFAJ-Mitglieder in Lateinamerika und für das Organisieren des Gründungstreffens des neuen Netzwerks. Ihr habt wirklich den entscheidenden Unterschied gemacht!

Rückblick auf unsere Meisterklasse

José van Gelder
Agriterra
Niederlande

Vor der jährlichen Konferenze in Argentinien organisierten wir die Meisterklasse für Landwirtschaftsjournalisten und –kommunikatoren aus Entwicklungsländern. Zum vierten Mal hintereinander! Da mein Arbeitgeber Agriterra diese Initiative unterstützt, brauche ich die ganze Arbeit nicht in meiner Freizeit zu bewältigen, sondern bekomme reichlich Gelegenheit in meiner  Dienstzeit. Hinzu kommt, dass unsere Reiseabteilung alel Flugscheine für die Teilnehmer bereitstellt und dass unsere Finanzverwaltung diese Gelder anstandslos auszahlt. Und das funktioniert ganz prima!

Außer von unseren Sponsoren BAT und Pioneer erhielten wir dieses Jahr finanzielle Zuwendungen von mehrern Gilden: Finnland, Kanada, den USA, den Niederlanden und Belgien. Abgesehen von der dadurch gegebenen finanziellen Flexibilität, zeigt das, dass das Programm hoch eingeschätzt wird. Und vielleicht noch wichtiger ist: es schafft Engagement!

Der IFAJ-Meister passt genau in unsere Strategie, eine Weltföderation zu werden. Dieses Jahr haben wir uns entschlossen, uns auf lateinamerikanische Länder zu konzentrieren, wenistens so weit dieses Programm betroffen ist. Eine bewusste Wahl für die Rolle, die Argentinien dabei spielen kann, die Vereinigungen von Lanswirtschaftsjournalisten in seinen Nachbarländern zu stärken. Ein zusätzlicher Vorteil war, dass wir auch die Reise- und Übersetzunskosten reduziren konnten.
Das zentrale Thema dieses Jahr war der Klimawandel. Sowohl das Thema als auch die Zusammensetzung der Meisterklasse waren perfekte Gründe, den größten Teil unseres Programms  mit dem “Bootcamp” für junge Führungskräfte zu vereinen. Die ungeheure Dynamik der gesamte Gruppe von 18 Teilnehmern war auch später während des Kongresses nicht zu übersehen. Mehrere Kollegen trugen zu dem Programm bei: Chris Clayton aus den USA leitete den Hauptworkshop zu unserem Thema: Wie geht man mit Klimawandel in den Heimatländern der Programmteilnehmer um? Ist es überhaupt ein Thema? Gibt es Regierungsvorschriften? Wie schreiben Journalisten darüber? Allison Finnamore aus Kanada leitete einen Workshop über soziale Medien, während dessen wir auf das zentrale Thema zurückkamen, um zu sehen, wie soziale Medien eine Rolle in der Berichterstattung spielen können. Sogar die Pressekonferenz unserer Sponsoren bezog sich auf Klimawandel. Mir persönlich gefallen immer die ersten paar Stunden des Klasse, wenn wir Tendenzen besprechen und alle Teilnehmer darüber berichten, was in ihrem Land passiert.

Diesjahr wird mein Wunsch nach einem greifbaren Resultat unserer Treffen wahr! Wir werden eine Veröffentlichun erstellen, die zeigt was es mit diesen Progammen auf sich hat. Sich darüber auszutauschen wir uns helfen, die Wichtigkeit des Ganzen klarer zu machen. Vielleicht inspiriert es auch andere, etwas beizutragen. Während die niederländische Kommunikationsfirma “Opraappers” Edition und Gestaltung kostenlos übernimmt und die landwirtseigene Firma CHS aus den USA die Druckkosten deckt, sind wir in der Lage, diese Publikation ohne Extrakosten zu erstellen. Ich nehme an, sie wird Anfang November fertig sein!

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für ihren Enthusiasmus und ihre Beiträge, an alle die die Workshops entwickeln haben, an Cees van Rij für die wunderbae Weise, in der er die Veranstaltung geleitet hat und an Owen Roberts und Mercedes Manfroni für ihre Hilfe bei der Organisation.

Australien dominiert den IFAJ-Preis für Funk

Sean Murphy, Nikolai  Beilharz sowie Lucy Barbour und Larissa Romensky sind die ersten Preisgewinner im diesjährien IFAJ-Starpreis für Funk. Die Gewinner sind alle aus Australien und arbeiten für den nationalen Sender Australian Broadcasting Corporation.

Murphy gewann den Toppreis in der Videokategorie mit seinem Bericht «Freedom of Choice [Freiheit der Wahl]», gesendet landesweit auf der «Landline», für ABC Television. Die Richter priesen den Beitrag als «ein augezeichntes Stück landwirtschaflicher Fernsehproduktion und –berichterstattung».  Sie erklärten ebenfalls: «Es gibt mehrere Ebenen dieses Berichts und alle sind grundlegend erforscht. Die Leidenschaften und emotionalen Elemente der GM-Debatte sind gut behandelt und in ausgewogener Weise wiedergegeben. Das ist ein gezieltes und gut gefilmtes 30-Minuten-Programm, das genau beobachtete, wie das Thema Nachbar gegen Nachbar gestimmt habe.»

Eine Gruppe aus USA, bestehend aus Michael Burke und Steve Baragona, war mit kurzem Abstand Zweitplazierte der Videokategorie mit ihrem Beitrag «A Dry Season [Eine trockene Saison]» in der Voice of America. Die Richter sagten, er sei ebenfalls «ein ausgezeichneter Bericht über die Trockenheit im mittleren Westen der USA. Es war ein wichtiger Bericht, gut gefilmt und gut kommentiert durch eine Gruppe professioneller Berichterstatter. Er schien alle Aspekte eines wichtigen Ereignisses abzudecken, das offensichtlich den Lebensunterhalt vieler Menschen in den USA beeinflusste. Er war objektiv und ausgeglichen und ein erstklassiges Beispiel für die feine Arbeit der Voice of America.»

Nikolai Beilharz erreichte den ersten Platz in der Audiokategorie mit seinem Bericht «Austrialia’s wild rice may help feed the world [Australiens wilder Reis könnte die Welt ernähren]» in der Sendung «Queensland Country Hour» des ABC Rural Radio. Die Richter nannten ihn, «einen guten Bericht mit dem Potential, den wilden Reis als lokales Erntegut für den Export zu entwickeln». Sie sagten, der Bericht sei in einer Weise abgefasst, die sowohl den Farmspezialisten als auch die Laienzuhörer informieren und interessieren würde. Die Richter meinten, Nikolai habe eine gute Stimme für das Radio und teile sich seiner Zuhörerschaft gut mit.

Alice McFarlane von Kanadas AgAccess CJV Radio erwarb eine «ausgezeichnete Erwähnung» durch die Richter in der Radiokategorie für die Einsendung ihres Berichts «Flea Beetles threaten Kanada [Floh-Käfer bedrohen Kanada]».
In der On-line-Kategorie gewannen Barbour und Romensky mit dem Bericht «Trappin’ bitches like a lady [Hündinnen wie eine Dame in der Falle fangen]», der von der ABC Rural Website veröffentlicht wurde. Er war eine reiche Multimedia-Erfahrung, die Text, Fotografien, Audio- und Videosegmente verband, um das Thema zu behandeln. Das Audiosegment wurde auch landesweit in Australien als Radiobericht in ABC Radioprogrammen gesendet. Die Richter beschrieben die Einsendung der beiden Journalisten als «einen sehr ungewöhnlichen Bericht, der sowohl durch sein menschliches Interesse fesselte, doch gleichzeitig das ernste Problem wilder Töter-Hunde im ländlichen Gebiet behandelte». Die Richter sagten, der Beitrag sei «ein spannender Bericht über eine rätselhafte Frau, deren Leben die Liebe zum Binden von Blumen sowie die Kontrolle wilder Hunde beinhaltet».
Eine «ehrenwere Erwähnung wurde Jennifer Latzke, USA,  zugesprochen für ihren On-Line-Bericht «The 12 Days of Agriculture [Die 12 Tage der Landwirtschaft]» im You-Tube-Kanal des High Plains Journal.

Emotionsgeladenes Foto wird zum Gesamtgewinner des Wettbewerbs gekürt

Der Gesamtgewinner des diesjährigen IFAJ-Starpreis für Fotografie - von DeLaval gesponsort - ist Peter Risteviski aus Australien. Er gewann diese Auszeichnung  als auch den Wettbewerb in der Kategorie «Menschen» für sein Foto «I won’t abandon you [Ich werde dich nicht verlassen]».

Gesamtgewinner und Gewinner der Kategorie Menschen – “I won’t abandon you” von Peter Risteviski, Australien.

Die Richter beschrieben die preisgekrönten Fotos als wahre Kunstwerke, bemerkten aber auch, dass die Fotografen ihre Fertigkeit mit dem richtigen Moment verbinden mussten. Das mit dem Gesamtgewinn ausgezeichnete Foto wurde als gut getroffene dramatische Aufnahme beschrieben.

Der diesjährige Wettbewerb erbrachte 71 Einsendungen aus der gesamten IFAJ-Mitgliederschaft: 23 in der Kategorie Mensch, 26 in der Kategorie Produktion und 22 in der Kategorie Natur. Die Folgenden sind die Gewinner dieses Jahres:

Menschen
Gewinner: Peter Risteviski (Australien), «I won’t abandon  you».
Ausgezeichnte Erwähnung: Theuns Botha (Südafrika), «Burning Field – Two Firefighters [Brennende Felder – Zwei Feuerwehrleute]»

Natur/Landschaft
Gewinner: Theuns Botha (Südafrika) «Arabian horse at sunrise [Arabisches Pferd bei Sonnenaufgang]»

Ausgezeichnte Erwähnung: Johan Norval (Südafrika), «Dust and shadows in red soil [Staub und Schatten in roter Erde]”»

Produktion
Gewinner: Tait Schmaal (Australien), «Leap to freedom [Sprung in die Freiheit]»
Ausgezeichnte Erwähnung: Dean Hougton (USA), «Loading pigs [Schweine verladen]»

Die Preise wurden  während des Kongresses 2013 der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten in Rosario, Agentinien, verliehen.

Richter für den diesjährigen Wettbewerb waren Janice Thoroughgood, Manager für kreative Entwicklung bei Farm Credit Canada, und Alex de Haan des Niederländischen Fotografenverbands und vormaliger Gewinner des IFAJ Starpreis-Wettbewerbs für Fotografie.
 
Alle 71 Einsendungen werden auf der IFAJ-Webseite, www.ifaj.org, gezeigt sowohl als auch weitere Information über den IFAJ Starpreis für Fotografie.

USA-Mannschaft gewinnt Wettbewerb für Berichterstattung über nachhaltige Landwirtschaft

Der Gewinner des dritten jährlichen IFAJ-YARA Preises für Berichterstattung über nachhaltige Landwirtschaft ist ein Team bestehend aus Gregg Hillyer, Barb Baylor Anderson, Charles Johnson und Howard G. Buffet aus den USA.
Der Bericht «Bursting at the Seams [Aus den Nähten platzend]» wurde 2012 in The Progressive Farmer veröffentlicht. Der zweite Platz ging an Prue Adams aus Australien für seine Sendung betitelt «Soil secrets [Bodengeheimnisse]» über die ABC Landline.

Steve Baragona aus den USA erreichte den dritten Platz für seinen On-line-Bericht «Blended organic-conventional farming could feed the world [Gemischte organisch-konventionelle Landwirtschaft könnte die Welt ernähren]», der in voanews.com erschien.

Die Richter erklärten, der Bericht von Hillgers Team «illustriert die Herausforderung des Bevölkerungszuwachses. Er enthielt große Mengen an gut geordneter Information. Sein Stil war fesselnd und einfach zu lesen.»

Der Gewinner des zweiten Platzes, Adams, habe «einen starken Fokus auf Wissenschaft und Technologie, was ein wichtiger Aspekt sei, wenn es darum gehe, die Welt zu ernähren. Gut einbezogen waren Wissenschaftlern, die fähig sind, Wissenschaft einer Laienleserschaft zu erläutern. Die gute Berichterstattung über alle anderen Messwerte plaziert sie vor den verbleibenden Bewerbern.»

Die Richter dankten SteveBaragona, dem Drittplazierten, für seine Darstellung der Rolle der organischen Landwirtschaft,  die Welt nachhaltig, in ausbalancierter Weise und ohne Werturteile zu ernähren. «Dieser Bericht halte sich sehr an das Thema und sei einfach zu verstehen und gut strukturiert», sagten sie. Die Preise wurden  während des Kongresses 2013 der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten in Rosario, Agentinien, verliehen.

Der Wettbewerb erzielte 12 Einsendungen aus 9 Ländern. Das Thema war «Das 9 Billionen Menschen-Problem: Wie können Wissenschaft und Technologie Antworten bereitstellen?»

Richter für diesen Wettbewerb waren Henning Otte Hansen aus Dänemark, Cathy Reade von Australiens Crawford Fund und Karen Scanlon, Exkutivdirektor des Conservation Technology Information Center, USA.

Wettbewerbskoordinator war die IFAJ-Sekretärin Riitta Mustonen aus Finnland. Zusätzliche Informationen über den IFAJ-YARA-Preis sind auf der IFAJ-Webseite unter www.ifaj.org oder direkt bei Riitta Mustonen zu erhalten: riitta.mustonen@mtl.fi.

Abram gewinnt IFAJ Print-Journalismus-Preis

Mike Abram, Vereinigtes Königreich, ist der diesjährige Gewinner des IFAJ-Starpreises für Print- Journalismus. Die Gewinner wurden während des Kongresses 2013 der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten in Rosario, Agentinien, bekanntgegeben.

Abrams Artikel «Get the best guidance on controlled traffic farming [Holen Sie den besten Rat über satellitengestützte Maschinenführung auf dem Feld]» wurde in der Zeitschrift Crops gedruckt.

Caitriona Murphy aus Irland erhielt das Prädikat «ausgezeichnet» für ihren 
Bericht «The fear that stalks our farms [Die Angst, die unsere Farmen belästigt]», welcher in Irish Independent erschien.

Die ehrenswerte Erwähnung in dieser Kategorie fiel Nathan Dyer aus Australien zu für seinen Bericht «Scheme of Dreams [Schema der Träume]» in RM Williams Outback Magazine.

Der Starpreis für Print-Journalismus wird von John Deere gespendet. Der Gewinner erhält eine Urkunde, eine goldene IFAJ-Anstecknadel und 1000 Euro in bar. Der Preis für den Zweiten beträgt 500 Euro bar.

Abrams Bericht fand bei den Richtern Einstimmigkeit. «Der Autor zeigt uns allen, wie man ein sehr technisches Thema in einen einfach zu lesenden und praktischen Artikel umformen kann. Und was am wichtigsten ist: «Er vermittelt uns Einsicht in die finanziellen Aspekte dieses Themas. Das ist etwas, was wir als Journalisten mehr tun sollten», sagten sie.

Die Richter waren Rochus Kingsman, ehemaliger Editor von Boerderij und Publikationschef von CRV, Niederlande, Charl van Royen, ehemaliger Editor von Landbou, und  Niels Damsgaard Hansen, freischaffender Editor, Dänemark. Wettbewerbskoordinatorin war die IFAJ-Generalsekretärin Riitta Mustonen.
Zusätzliche Informationen über den IFAJ-Starpreis für Print-Journalismus sind auf der IFAJ-Webseite unter www.ifaj.org oder direkt bei Riitta Mustonen zu erhalten:riitta.mustonen@mtl.fi.

Ist PR ein Job für einen Journalisten?

Marc van der Sterren

Niederlande

Dieser Artikel, eingesandt von Marc van der Sterren, ist eine Erwiderung auf IFAJ-Vizepräsident Owen Roberts Präsidiumsspalte vom August.

Zuerst möchte ich Owen Roberts von ganzem Herzen zu seinem Enkelsohn gratulieren. Die Ansage eines so wichtigen Moments durch die Technologie ist sicher ein Schritt vorwärts in der Zeit.

Ich schätze die Offenheit von unserem Vizepräsidenten und auch, dass er uns seine Gedanken mitteilt in seiner Einführung in die IFAJ-Nachrichten zum Thema Technologie und wie wichtig sie in der Landwirtschaft und Kommunikation ist.
Und ich freue mich, dass Roberts die Wichtigkeit der Transparenz betont – und ich stimme mit ihm überein wenn er die Frage stellt: «Ich frage mich wie Transparenz in diese Resultate passt und ganz besonders, was Journalisten in der Weitergabe der besten Praktiken an Zielleserschaften als limitierende Faktoren sehen.»
Um diese Frage zu beantworten, ist Transparenz immer bewundernswert und oft notwendig. Ich muss jedoch zugeben, dass ich nicht mit seinen Gedanken übereinstimme, was die Rolle von Journalisten betrifft, wenn es um die Weitergabe geht «wie und warum Landwirte, Verarbeiter und Hersteller Wissenschaft und Technologie benutzen, einschließlich genetischer modifizierte Feldfrüchte und modener Futter- und Stalleinrichtungen».

Roberts sagt: “Dieses beschleunigte Verfahren geschieht im Namen der Transparenz – das heißt, direkt, ethisch und pro-aktiv in Handlungen, Themen und Aktivitäten.»  Das Wort «jeder» hat vielleicht eine zu weite Bedeutung. Aber wenn er sagt, «jeder in dem Sektor bemüht sich darum»  mag Roberts ziemlich richtig liegen. Der Sektor beschäftigt sogar PR-Leute für dieses «beschleunigte Verfahren». Ist ein Journalist aber Teil dieses Sektors? Ich glaube das nicht.
Aber, sagt Roberts:«Es ist ein gut-beabsichtigtes, lobenswertes Ziel.» Wiederum mag Roberts Recht haben. Er vertritt eine Meinung, die von großen Teilen des Landwirtschaftssektors geteilt wird. Sie benutzen sogar PR-Leute, um dieses Ziel zu erreichen. Ist es die Aufgabe eines Journalisten dieser Meinung zu folgen?

Wiederum: Das glaube ich nicht.

Es ist die Aufgabe eines Journalisten, noch vielmehr ist es seine Pflicht, über alles Fragen zu stellen. Ein Journalist hat gegenüber der Wahrheit eine große Verantwortung. Es ist seine fortdauernde Aufgabe, sie zu recherchieren und Fragen zu stellen. Stimmt es, dass jeder in diesem Sektor sich darum bemüht, dieses Vorgehen anzustreben? Wer tut es nicht? Und warum? Ist es wirklich ein gut beabsichtigtes, lobenswertes Ziel? Wie und Warum nutzen Landwirte, Verarbeiter und Hersteller eine bestimmte Technologie? Was sind die Nachteile solcher Technologien? Wer ist dagegen? Und warum? Was sind die Alternativen?
Das sind nur ein paar legitime Fragen. Es ist die Aufgabe eines Journalisten, die Antworten zu finden und dem Publikum eine differenzierte Landschaft von Meinungen anzubieten, sowohl den Landwirten als auch den Verbrauchern.
Nach Roberts Meinung ist es die Aufgabe eines Journalisten «gute Praktiken einer Zielleserschaft zu vermitteln». Ich bin da völlig anderer Meinung. Ich bin überzeugt davon, diese Aufgabe ist den PR-Beschäftigten zugeteilt.

Ich möchte Roberts dafür danken, dass er uns seine Meinung mitgeteilt hat, aber ich hoffe, es ist seine persönliche Meinung.

Ich glaube, es ist für einen IFAJ-Vorstandsmitglied unangebracht, die Mitglieder aufzurufen, sich für eine Vision einzusetzen oder sie zuverbreiten. Ich will nicht, dass die IFAJ die Position des Journalisten mit der des PR-Beschäftigten vermischt.
Daher möchte ich eine Gegenfrage stellen. An Roberts persönlich, aber auch an ihn als Mitglied des Exekutivekomitees der IFAJ. Machen Sie die Dinge einfach klar. Ist es die Aufgabe eines Journalisten PR zu betreiben?

Editors Notiz: Roberts Antwort …
“Ich schätze diesen Grad von Austausch mit IFAJ-Mitgliedern. Um Marcs Frage zu beantwoten, nein, es ist nicht die Aufgabe des Journalisten «PR zu betreiben».  Bite lesen Sie meine ursprüngliche Spalte: http://www.ifaj.org/news-blogs/ifaj-newsletter/ifaj-news-august-2013.html