Britische Gilde wählt neue Vorsitzende

Dieser Bericht erschien ursprünglich auf der Webseite der British Guild of Agricultural Journalists: (http://www.gaj.org.uk/news/new-guild-chairman-jane-craigie).

Die britische Gilde der Landwirtschaftsjournalisten hat kürzlich Jane Craigie als neue Vorsitzende gewählt.

Craigie ist begeisterte Enthusiastin dessen, was die Gilde darstellt und insbesondere der Gelegenheiten, die sich der Gilde als Austräger des IFAJ-Kongresses 2014 in Nordost-Schottland bieten.

Craigie ist in allen wichtigen Faktoren versiert, die eine erfolgreiche Veranstaltung oder Kampagne ausmachen. Als PR-Fachfrau und Spezialistin für Vermarktungskommunikation ist sie bei der Oxford Farming Conference [Oxford Landwirtschaftskonferenz], dem Cereals Event [Getreideveranstaltung] und Go Rural [Geh ländlich] aktiv, einer neuen Kampagne, die ländlichen Tourismus unter Schottlands Städtern anpreist. Sie ist sehr vetraut mit den wesentlichen Faktoren, die Veranstaltungen oder Kampagnen Erfolg verschaffen und hat ihre Fachkenntnisse und Energie in den letzten 18 Monaten eingesetzt, den herannahenden Kongress zu einem Erfolg zu machen.

“Das ist nicht nur eine große Gelegenheit für uns, die Innovation, die wir in der britischen Landwirtschaft sehen, international vorzustellen, während wir mit gleichgesinnten Journalisten aller Länder auf unserem Heimatgrund netzwerken,” sagte Craigie. “Ich glaube Mitglieder und Freunde der Gilde, die sich daran beteiligen, werden große persönliche Genugtuung dadurch erfahren, indem sie zu dem Erfolg dieser einzigartigen Veranstaltung beitragen, die nur einmal im Leben auf einen zukommt.”

“Ich kann nicht genug betonen, wie sehr wir Ihre Untersützung, Energie und Kontakte benötigen, um 2014  einen fabelhaften Kongress zu liefern, “ fügte sie hinzu. “Bitte lehnen Sie sich nicht zurück und lassen Sie andere die Arbeit verrichten – beteiligen Sie sich so viel wie aber auch wenn Ihnen nur wenig  möglich ist.”

Was ihr Verwalteramt für die Gilde anbelangt, sind Craigies Ziele für ihre zwei Jahre im Amt, den neuen gesetzlichen Status der Gilde in die betroffenen administrativen Belange der Gilde einzuarbeiten, den Ruf der Gilde als “Schließ-dich-an”-Organisation für Journalisten, Kommunikatoren und unterstützende Freunde im ländlichen Sektor aufrechtzuerhalten  und die Gelegenheiten für Gildenmitglieder zu vermehren, an wertvollem professionellen Training teilzunehmen. “Und wir werden auch unsere engagierten Vorstandsmitglieder dabei führen und unterstützen, die so viel dazu beitragen, unsere Gilde und ihre Aktivitäten auf dem laufenden zu halten.”

Ihre Tagesarbeit verrichtet Craigie an Marktstrategie, kreativem Design, Öffentlichkeitsarbeit, visueller Kommunikation und web/E-Vermarktung für eine Anzahl korporativer Klienten auf den Gebieten der Landwirtschaft, Ernährung und für öffentliche Versorgungsbetriebe. Sie arbeitet zusammen mit ihrem Gatten Mike Whittall aus einem Büro in deren Haus zu Netherdale near Turriff in Aberdeenshire und flüchtet , wenn sie kann, dem geschäftigen Treiben des Alltags in eine Hütte in Sandend an der Küste von Abeenshire, die beide renoviert haben und gelegentlich auch vermieten. Sie produzieren Rind- und (bald) Schweinefleisch auf ihren 12 “acres” Land.

“Alle guten Druckzeitschriften kommen in den digitalen Himmel … oder nicht?

Jim Evans
Aricultural Communications Documentation Center

Das ist der Titel eines Kommentars, den wir vor kurzem dem ACDC hinzufügten. In der Zeitschrift Folio schreibend  stellte Samir Husni die Frage, ob der Wandel von der Druckform hin zu alleiniger Digitalveröffentlichung “wirklich eine vom Himmel gesandte Gelegenheit” darstelle. Oder sei er stattdessen ein “vorsichtiger Schub durch die Abgesandten der Zeitschriften-Hölle uns in deren endgültigen Ruheplatz “ zu drängen?

Ein von ihm zitiertes Beispiel betraf die Zeitschrift Gourmet, als “einen weiteren Grabstein in dem
“Tinte-auf-Papier-Friedhof” als Condé Nast 2009 die Druckauflage durch die App für iPad, benannt Gourmet Live, ersetzte.

Sie können diesen Kommentar lesen unter: http://www.foliomag.com/2013/all-good-print-magazines-go-to-digital-heaven-or-do-they#.UR1JnGeH_To

 

IFAJ Nachrichten April 2013

Wer schreibt die Berichte?

Ritta Mustonen
Generalsekretärin

Kürzlich waren Verbraucher schockiert, als sie Videos sahen, die von Aktivisten heimlich auf Schweine- und Hühnerzuchtbetrieben aufgenommen worden waren. Sie waren irreführend und resultierten in reduziertem Fleischverbrauch.

Das regte in Finnland eine Diskussion unter Landwirtschaftsjournalisten an: “Wessen Pflicht ist es, den Konsumenten über moderne Landwirtschaft zu berichten? Ihnen zu zeigen, wie Tiere auf großen und leistungsfähigen Farmen gehalten werden und darauf hinzuweisen, wenn man billige Nahrungsmittel  will, dann gibt es entsprechende Kosten. Kein Landwirtschaftsbetrieb mehr im Stil von Little House on the Prairie [US Kinderroman, 19. Jahrhundert]. Ist es aber unsere Verpflichtung als Agrarjournalisten, die Verbraucher zu informieren?

Diese Fragen wurden anlässlich einer von der Gilde Finnischer Landwirtschaftsjournalisten organisierten Debatte aufgeworfen. Elina Lappalainen hatte ein Buch über Tierwohlfahrt geschrieben Grown to eat [Zum Essen aufgezogen] und gewann damit den Preis für das beste Fachbuch das Jahres.

Lappalainen forderte Journalisten heraus, auf die Bauernhöfe zu gehen und die Menschen dann über die wirklichen Umstände aufzuklären, der Leserschaft zu zeigen, wie Nahrungsmittel heutzutage auf ländlichen Betrieben erzeugt werden.

Lappalainen sagte den Journalisten, sie hätten die Berichterstattung den Autoritäten und Aktivisten überlassen statt die Tatsachen selbst zu vermitteln. Journalisten zögen es vor, Kapazitäten, Forscher und anderen Quellen zu zitieren statt sich selbst vor Ort zu begeben und dann direkt zu berichten, was sie selbst hören und sehen.

Ein Problem, wenigstens in Finnland, scheint das zu sein, dass es in den verbreitetesten Zeitungen, Fernseh- und Radiosendern keine Journalisten gibt, die sich auf die Landwirtschaft spezialisieren. Der editorische Stab ist auf ein Minimum reduziert und es gibt immer weniger Zeit für Enthüllungsjournalismus.

Wir, die wir uns Landwirtschaftsjournalisten nennen, arbeiten hauptsächlich für Fachmedien, die Menschen ansprechen, die bereits innerhalb der gleichen Branche tätig sind. Der Blickwinkel und die Botschaft sind dann eben anders.

Aber vielleicht könnten wir die Perspektive auch ändern. Wenn wir zum Beispiel herausfinden, dass Tiere als Resultat fehlender gesetzlicher Bestimmungen leiden, das könnte zu Gesetzesänderungen führen.

Es ist eine Tatsache, dass, wenn Verbraucher nicht genug über die Landwirschaft wissen, sie dann nicht gewillt sind, mehr für bessere Nahrungsmittelproduktion zu zahlen.

Gewinner des 2013 Preises für junge Führungskräfte

Die mit dem Preis für die IFAJ-Alltech Young Leaders in Agriculture Journalism auszuzeichnenden Personen sind ausgewählt worden.

Die erfolgreichen Bewerber sind:
1.    Jennifer Latzke, Journalist, High Plains Journal (USA)
2.    Frida Jonson, Web-Editor, ATL (Schweden)
3.    Carla Wiese-Smith, Viehzuchteditor, The Land (Australien)
4.    Kim Waalderbos, Freischaffender Landwirtschaftsberichterstatter und Landwirt (Kanada)
5.    Darren Carty, Viehzuchtspezialist, Irish Farmers Journal (Irland)
6.    Rouven Zietz, Editor von JOULE, Zeitschrift für eneuerbare Energie (Deutschland)
7.    Tienke Wouda, Editor von Nieuwe Oogst, Zeitschrift des niederländischen Landwirteverbands
8.    Jyotika Sood, Journalistin bei der Zeitschrift Down to Earth http://www.downtoearth.org in  (Indien)
9.    Alita van der Walt, Editor Farmer’s Weekly (Süafrika)
10.    Alona Novichkova, Funkjournalistin (Ukraine)

Die Kandidaten wurden von ihren jeweiligen Landwirtschaftsjournalistengilden nominiert. Der Auswahlprozess beinhaltete Punkte für geschriebene Einsendungen,  Eindrücke der Richter vom Führerschaftspotential der Kandidaten, ihre nachgewiesenen Führungsqualitäten und eine Beschreibung ihres Interesses an dem Programm für junge Führungskräfte. Die Richter für den Wettbewerb 2013 waren Mitglieder der IFAJ-Exekutive: Marianne Mork aus Norwegen, Jacques van Outryve aus Belgien und Antonio Brunori aus Italien. Koodinatorin des Wettbewerbs ist Riitta Mustonen, Generalsekretärin der IFAJ.

Dieses Programm – jetzt im achten Jahr – hat bisher fast 70 jungen Journalisten ermöglicht,  ihre Fähigkeiten zu erweitern und ihr globales Netzwerk auszubauen. IFAJ schätzt die Voraussicht des Alltech-Gründers und –Präsidenten Dr. Pearse Lyons sehr, so Nachwuchsführungskräfte im Landwirtschaftsjournalismus zu unterstützen.

“Diesen Preis gibt es dank der Vision, Großzügigkeit und der fortgesetzten Unterstützung durch Alltech, besonders seinem Bestehen auf Nachwuchsentwicklung,” erklärte Mustonen. “IFAJ ist Alltech sehr dankbar für seinen Einsatz für die Zukunft des Landwirtschaftsjournalismus und unsere Föderation.”

“Berichte sind wichtig. Sie helfen Menschen sich auszutauschen und sich daran zu erinnern, warum es wichtig ist, dass wir junge Korrespondenten, Funkkommentatoren und Fotografen auf dem Gebiet der Landwirtschaft anspornen,” sagte Lyons. “In einem Alter der Trennung von der Farm brauchen wir kreative und beeindruckende Berichterstatter, die unsere Lebensweise der nächsten Generation vermitteln können.”

Zu Alltech:
Alltech verbessert die Gesundheit und Leistung von Tieren, Pflanzen und Menschen durch natürliche Ernährung und wissenschaftliche Innovation. Mit mehr als 3,000 Beschäftigten in 128 Ländern hat die Firma eine starke regionale Präsenz in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, dem nahen Osten, Afrika und Asien geschaffen. . Weitere Informationen finden sich unter: www.alltech.com. Alltech ist der stolze Titelbürge für die Alltech FEI World Equestrian Games™ 2014 in der Normadie. Weitere Information über diese prestigereichen globalen Wettkämpfe unter: www.alltechfeiweg2014-normandy.com.

Lassen Sie uns in der Weltkornkammer Tango tanzen!

Bitte laden Sie Ihre Gildenmitglieder ein, sich für den Kongress in Argentinien anzumelden.

Dieser Kongress ist eine einzigartige Gelegenheit, in eine entfernte Ecke der Erde zu reisen und Fuß in ein Land zu setzen, das Sie wahrscheinlich nie vorher gesehen haben. Machen Sie sich bereit in die Fußstapfen früher europäischer Entdecker zu treten, eine reiche Kultur in einem Land zu entdecken, das sich bis an einen der südlichsten Punkte der Welt erstreckt, in ein Land, das man einmal als “Kornkammer der Welt” bezeichnet hat. Argentinien ist ein Land, das seine Produktion in den letzten dreißig Jahren verdreifacht hat und jährlich mehr als 430 Millionen Menschen ernährt. Es wird durch forgeschrittene Technologien und nachhaltige agrarwirtschafliche Praktiken vorangestrieben und ist für seine Landwirtschaft bekannt.

IFAJ Kongresse machen sich durch die dabei gesammelten Erfahrungen bezahlt. Für weitere Informationen und zwecks Anmeldung schalten Sie auf http://ifajargentina.com.
                                                                             
Saludos cordiales, Markus Rediger, IFAJ-Präsident


Unterstützung für Gilden: Ein neues Phänomen

Die IFAJ weist ein neues “Phänomen” auf: Gildenunterstützung. Das ist Teil der neuen Strategie der IFAJ. Die Generalversammlung stimmte einem Plan zu, wonach IFAJ eine mehr weltweite Organisation werden soll. Gildenunterstützung ist eins der “Instrumente”, um das zu erreichen. Es bedeutet Unterstützung neuer Gilden/Verbände und Unterstützung bestehender Mitglieder-Gilden oder -Verbände, besonders solchen, die Probleme haben.

Das Exekutivmitglied der niederländischen Gilde Hans Siemes ist der erste Gildenunterstützer. Er hat mit dieser neuen Tätigkeit begonnen. Er wird diese freiwillige Aufgabe bis zum IFAJ-Kongress in Argentinien durchführen. Im Fokus befinden sich für ihn die neuen Gilden bzw. Verbände, die sich in den letzten Jahren zusammenfanden: Indien, die Philippinen und Kenia. Gute Kontakte und gute Informationen sind die von ihm benutzten Werkzeuge. “In der Vergangenheit hat die Generalversammlung der Bitte um  Neuaufnahme stattgegeben aber das war alles. Man muss die neuen Mitglieder bei der Hand nehmen, damit sie in die IFAJ-Familie einbezogen werden,” meinte Hans Siemes. Er versendet E-Mails, um die neuen Mitglieder auf Gelegenheiten wie den Star-Preis oder das “Bootcamp” [Grundausbildung] für junge Führungskräfte hinzuweisen. Mit Erfolg. In Argentinien wird Jyotika Sood, Landwirtschaftsjournalist[in?] aus Indien und Mitglied des indischen Verbands am Bootcamp teilnehmen. Neue Mitglieder aus Ländern der dritten Welt sollten, so wie Hans Siemes das sieht,  eine vorrangige Stellung bei der Teilnahme an IFAJ-Aktivitäten wie der Meisterklasse und dem Bootcamp für junge Führungskräfte einnehmen.

Es gibt noch Aufgaben zu erledigen. Eins der Ziele ist es, einen “Handwerkskasten” zu entwickeln, den alle Gilden/Verbände benutzen können. “Es gibt viele Erfahrungen in den Mitgliedergilden/-verbänden, von denen andere profitieren könnten. Ideen für Unternehmungen aber auch Ideen, wie man diese Vorhaben finanzieren könnte.” Es ist die Absicht, das “Handwerkszeug” noch dieses Jahr fertigzustellen.

In Europa wird die Gildenunterstützung Hand in Hand mit dem European Network of Agricultural Journalists (ENAJ) arbeiten. In Südamerika klingen Ideen an, wie man ein solches Netzwerk ins Leben rufen könnte. Es gibt schon entsprechende Kontakte mit Uruguay, wo Landwirtschaftjournalisten und Kommunikatoren eine neue Gilde gegründet haben.

Die Gildenunterstützung wird eng mit dem Mitglieds- und “Outreach” [Kontaktknüpf-]Komitee der IFAJ zusammenarbeiten.