Änderungen bei den IFAJ-Nachrichten

Karlie Elliott Bowman
IFAJ-Nachrichten-Redaktorin

Wir haben in den letzten Jahren viele Änderungen an den IFAJ-Nachrichten vorgenommen – immer in der Absicht, sie zu verbessern und unseren Lesern mehr zeitgemässe und hilfreiche Informationen anzubieten. Von jetzt an werden Sie die IFAJ-Nachrichten jeden zweiten Monat erhalten. Wir hoffen dennoch, Ihnen relevantere Informationen zu bieten, die Sie persönlich und in Ihrer Gilde nutzen können.

Und wie immer möchten wir von Ihnen und Ihrer Gilde hören. Wenn Sie über Nachrichten oder Fotos verfügen, die Sie anderen gerne mitteilen möchten, dann senden Sie sie per E-mail an: k.elliott.bowman(at)gmail.com.

Bereit sein für IFAJ in Argentinien

Karlie Elliott Bowman
IFAJ-Editorin

Ich hoffe, Sie sind bereit, den Kongress 2013 in Argentinien, der “Kornkammer der Welt” mitzuerleben. Zum ersten Mal reist IFAJ nach Südamerika. Was für eine unglaubliche Zeit erwartet alle Teilnehmer!

Da ich dieses Jahr nicht persönlich teilnehmen kann, hoffe ich, Berichte zu erhalten, die wir in die IFAJ-Nachrichten aufnehmen können. Bitte senden Sie Ihre Berichte und Fotos an mich: k.elliott.bowman(at)gmail.com.

Wenn Sie mehr über Argentinien erfahren wollen, bevor Sie dorthin reisen, schauen Sie auf die Webseite des IFAJ-Kongresses: http://ifajargentina.com/argentina.

Der Gilde Argentiniens recht herzlichen Dank für das Organisieren des Kongresses, der sicher wieder ausgezeichnet ablaufen wird.

Lateinamrikas zweitgrößter Getreideproduzent spricht beim Kongress

Gustavo Grobocopatel, ein argentinischer landwirtschaftlicher Produzent, ist Präsident der Los Gabo Group, eine der führenden Firmen, die in der Rohstoffproduktion und in der Rohstoffverarbeitung in der Nahrungsmittelindustrie tätig ist. Durch Förderung des pfluglosen Anbaus und rotierender Erntesysteme  spielte er mit der Getreideproduktion im grossen Ausmass auf privat zu Eigentum erworbenen und auf gepachteten landwirtschaftlichen Betrieben eine führende Rolle beim technologischen Sprung nach vorn des Landwirtschaftssektors in den neunziger Jahren

Im Jahre 2010 wurde er der zweitgrößte Getreideproduzent in Lateinamerika. Mit der Zeit vergrößerte die Firma ihre Geschäftsfläche auf andere Mitgliedsstaaten des Mercousur-Handelsblocks und produziert gegenwärtig Getreidenebenprodukte wie beispielsweise Mehl und Teigwaren. Er war das Thema verschiedener Fallstudien, die von internationalen Universitäten wie Harvard, Texas und San Andres durchgeführt wurden.

Für weitere Einzelheiten über den IFAJ-Kongress in Argentinien, einschließlich Reiseinformationen, Visavorschriften und Kongressprogramm schauen Sie nach unter: www.ifajargentina.com.

Teilnehmer der E-4-D Medientour benannt

José van Gelder
Agriterra
Niederlande

Die Teilnehmer für die zweite jährliche IFAJ-“Exposure-4-Development” Medientour [Mit Entwicklung konfrontieren] sind ausgewählt worden.

Die Tour, die im November Uganda besuchen wird, bietet IFAJ-Mitgliedern die Gelegenheit, ein Entwicklungsland zu besuchen, dortige Landwirte zu treffen, deren bodenständige Organisationen aufzusuchen und mit lokalen Experten zu reden.

Die 15 Landwirtschaftsjournalisten, die für die Tour 2013 ausgewählt wurden, sind:

Bernhard Weber, Österreich
Anne Cote, Kanada
Thea Kvist Lindgaard, Dänemark
Anu Atjoki, Finnland
Aimo Vainio, Finnland
Fritz Fleege, Deutschland
Christian Mühlhausen, Deutschland 
Marc van der Sterren, Niederlande
Chris McCullough, Nordirland
Marike Brits, Südafrika
Lisbeth Karlsson, Schweden
Claire Müller, Schweiz     
Liz Wright, Großbitannien
Paul Queck, USA
Brent Olson, USA

Die nationalen Gilden sehen die Bewerbungen durch und wählen jene aus, die den Auswahlkriterien am besten entsprechen. Alle Bewerbungen werden nach einem Punktsystem bewertet, über das zusammen mit den Auswahlkriterien vom IFAJ-Exekutivkomitee abgestimmt wurde.

Die Auswahlkriterien schlossen eine Beurteilung der bisherigen gedruckten oder Funkbeiträge jedes Kandidaten ein, ihren Leserkreis, Hörer- oder Zuschauerschaft und ihren Empfehlungsbrief.

Jede Gilde hatte die Gelegenheit, einen Journalisten und einen Reservekandidaten vorzuschlagen. Die Reservekandidaten wurden berücksichtigt, weil weniger als 15 Gilden in Frage kommende Bewerbungen aufwiesen.

Die “Exposure-4-Development” Medientour wird von Agriterra koordiniert und durch eine Bürgschaft von British American Tobacca ermöglicht.

Familien-freundliche Unternehmer (besonders Frauen in ländlichen Gegenden)

Jim Evans
Agricultural Communications Documentation Center
USA

Vor kurzem haben wir der ACDC Sammlung einen Zeitschriftenartikel aus dem Jahr 2012 von Carol Ekinsmyth einverleibt, der neue Geschäftsgründungen im Familienbereich bespricht. Die Autorin, Fakultätsmitglied in Geographie, wies darauf hin, dass 73 Prozent der Betriebe in Großbritannien keine Beschäftigten haben und dass 17 Prozent davon allein von Frauen betrieben werden. Dieses bedeutende Phänomen zeige steigende Tendenz, bemerkte sie, besonders in ländlichen Gegenden. Sie untersuchte Natur, Netzwerke und Standorte neuer weiblicher Betriebe, die in den letzten fünf Jahren gegründet wurden.

Die Ergebnisse ihrer Untersuchung unterstrichen die Wichtigkeit der Betriebe, die (a) innerhalb des Familienbereichs gegründet wurden und (b) aus dem Wunsch geboren wurden, Berufs- und Privatleben in Einklang zu bringen. Sie deuteten an, dass gute Geschäftsideen für diese Frauen aus dem “alltäglichen, banalen Bereich des Familienlebens” geboren und gefördert werden. Sie wurden verwirklicht durch Unterhaltungen mit Bekannten und durch Netzwerken im heimischen Umkreis. Es folgen hier vier Geschäftsideen, die in der Studie am meisten genannt wurden:

Persönliche Dienstleistungen (z.B. Elterntraining und –verpflichtungen)
Baby- und Kinderprodukte
Netzwerk-Vermarktungskonsultationen
Schreiben, Blogging, Kunst, und Entwurf

Sie können diesen Atikel lesen unter: http://www.ceeol.com/aspx/getdocument.aspx?logid=5&id9c4c6225ed3947c093872f66fl2fd18a 

Das Berichten über Wissenschaft in schnelllebigen Zeiten

Jim Evans
Agricultural Communications Documentation Center
USA

 “Es sind die Editoren, die Unterricht in der Wissenschaft benötigen”, behauptet der Titel eines Artikels von Carl W. Larsen. Er zog unsere Aufmerksamkeit in einer Nummer aus dem Jahr 1958 in Nieman Reports auf sich. Wir fügen diesen Artikel der ACDC Sammlung hinzu, zum Teil wegen der folgenden Mahnung, die auf die landwirtschaftliche als auch auf die Berichterstattung in anderen Wissenschaften zutrifft. Außerdem ist der Rat heute ebenso zeitgemäß wie vor einem halben Jahrhundert:

“In dieser schnelllebigen Zeit müssen wir verlangen, dass die Qualität der Berichterstattung und der redaktionellen Meinungsäußerung – besonders in den Wissenschaften – von der höchsten Rangordnung sei.”

Setzen Sie sich mit uns unter: docctr(at)library.illinois.edu in Verbindung, wenn Sie unsere Hilfe bei der Auffindung des Artikel in Anspruch nehmen möchten. 

IFAJ Nachrichten August 2013

IFAJ Newsletter Sponsor BEKINA® announces new AGRILITE boot

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Journalisten können Landwirten mit Transparenz helfen

Owen Roberts
IFAJ-Vizepräsident
Kanada

Benutzen Landwirte Technologie? Selbstverständlich! Am letzten Mittwoch sandte mein Schwiegersohn, ein Ackerbau und Viehzucht betreibender Landwirt, eine SMS aus der Entbindungsstation: “Es ist ein Junge.” Er benutzte Technologie, um zitternde Nerven zu beruhigen und um die Ankunft von Henry Huston, dem ersten Kind von ihm und  unserer Tochter Alicia und damit dem ersten Enkelkind von mir und meiner Frau Angi zu melden.

Zugegeben, die Verbindung zwischen der Geburt unseres Enkelsohns und der in der Landwirtschaft benutzten Technologie mag etwas forciert klingen. Aber in Wirklickeit ist Technologie ein populäres Gesprächsthema unter Landwirten – und ist es eigentlich schon immer gewesen. Bei einem Großteil der Besprechungen geht es um die Übernahme von Technologie.

In letzter Zeit sind es Verbraucher, die solche Unterhaltungen anregen. Fast überall zeigen Verbraucher ein steigendes Interesse an den Einzelheiten der Nahrungsmittelproduktion. Einfache Klischees darüber, dass unsere Lebensmittel die besten und sichersten sind, sprechen sie nicht mehr an – wenn sie es jemals taten.

Dementsprechend  ändert der Agrarlebensmittelsektor seine Vorgehensweise mit Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit, indem er versucht dem Verbraucher das “Wie” und “Warum” der Nahrungsmittelerzeugung zu erklären.

Das schließt ein, wie und warum Landwirte, Verarbeiter und Fabrikanten Wissenschaft und Technologie benutzten – einschließlich genetisch modifizierter Feldfrüchte und der modernen Fütterung und Unterbringung von Vieh.

Diese Bemühungen den Verbraucher zu erreichen geschehen im Namen der Transparenz. Man versucht offen, ethisch und proaktiv, d.h. vorbeugend, über Tatsachen, Themen und Aktivitäten zu reden. Jeder im betroffenen Arbeitsgebiet bemüht sich darum, ein bessseres Verständnis zu vermitteln, Vertrauen zu schaffen und darum Anschuldigungen wegen Verheimlichung zu vermeiden. Das ist ein gut gemeintes, anerkenneswertes Ziel.


Die sozialen Medien haben der Transparenz eine neue Schneide verliehen. Sie haben Nichtjournalisten die Möglichkeit geboten, Verfasser und Veröffentlicher ihre eigenen Text zu werden und neue Leserkreise zu erreichen.
Landwirte, die beim Schreiben oder bei Funkbotschaften besonders gut sind, können durch Blogs eine direkte Unterhaltung mit anderen Landwirten oder Konsumenten beginnen.


Einige der am besten geführten Medienanbieter nutzen das zu ihrem Vorteil, indem sie Blogger aus der Landwirtschaft in ihr Kollektiv aufnehmen. Schließlich klicken Leser Bauernblogs an, warum sie also nicht alle in einer Veröffentlichungswebseite vereinen statt all diese Landwirtsblogger ihre E-Besuche einzeln empfangen zu lassen.


Es ist vom Geschäftsstandpunkt her vernünftig – und es ist für die Transparenz gut, solange der Beitrag des Bloggers nicht unter Druck des Veröffentlichers steht.
In Argentinien – anlässlich des IFAJ-Kongresses 2013 – werden die Resultate der ersten vor der IFAJ sanktionierten Untersuchung über erfolgreiche Medienvorgehensweisen zum Technologietransfer offen vorgelegt werden (die Resultate werden später im Monat auch auf der IFAJ-Webseite dargeboten).
Ich frage mich, wie Transparenz sich in diesen Resultaten wiederspiegelt und ganz besonders,  was Journalisten als einschränkende Faktoren bei der Verbreitung der besten Praktiken in Bezug auf die anzusprechenden Bezugsgruppen sehen.
Frühe Anzeichen deuten darauf hin, dass Technologie nicht beschuldigt werden kann.

Lateinamerika, die Region mit Zuwachs beim Agrarnahrungsmittelexport

Circulo Argentino de Periodistas Agrarios (CAPA)

Das Wachstum der lateinamerikanischen Nahrungsmittelverkäufe vergrösserte sich in den letzten fünf Jahren um 37 Prozent auf 200‘000 Millionen Dollar. Zwischen 2008 und 2012 waren Lateinamerika und die Karibik jene Regionen der Welt mit dem größten Zuwachs in Agrarnahrungsmittelexporten. Die Zunahme der externen Nachfrage nach diesen Produkten, besonders in Europa und in asiatischen Volkswirtschaften, trugen zu dem nachhaltigen Verkaufsanstieg innerhalb der gesamten Region bei.

Ozeania hat die Nahrungsmittelexporte ebenfalls wesentlich vermehrt und zwar um 36 Prozent im gleichen Zeitabschnitt. Außer Asien haben alle Kontinente ihre ausländischen Nahrungsmittelabsätze  im Vergleich zum Jahre 2008 erhöht  (Siehe Bild). Diese Angaben stammen aus einem Bericht des Argentinischen Kreises der Landwirtschaftsjournalisten (CAPA) und werden während des ersten Kongresses der Landwirtschaftsjournalisten in Lateinamerika am 1. September in Buenos Aires vorgestellt. Diese Veranstaltung wird der Auftakt zu einer größeren Zusammenkunft sein, die vom 1. bis 5. September im Land mehr als 200 Landwirtschaftsjournalisten aus der ganzen Welt zusammenführen wird.

Der Bericht zeigt ferner, dass Europa fast 50 Prozent des Weltmarkts für Agrarnahrungsmittel beisteuert. Dieser Anteil hat sich zwischen 2008 und 2012 nicht wesentlich verändert. Hingegen wies letztes Jahr Lateinamerika 18 Prozent der Weltexporte in diesem Sektor aus, was einer Zunahme von insgesamt drei Prozent gegenüber 2008 entspricht. Daher liegt die Region an zweiter Stelle als globaler Anbieter von Nahrungsmitteln. 

Kontinent

Variation 2008-2012

Europa

10.9%

Nordamerika

8.9%

Asien

-0.2%

Afrika

16.3%

Ozeania

36.3%

Lateinamerika & Karibik Kalkulationen nach Nobis

37.6%


Zunehmender Konsum

Die oben erwähnte Studie wies auch einen zunehmenden pro Kopf Lebensmittelverbrauch im 21. Jahrhundert aus. Dieser trat hauptsächlich in „Osteuropa und Zentralasien“, in „Asien“, im „Mittleren Osten“ und in „Nordafrika und Lateinamerika“ auf. Gemäss FAO stieg der Konsum im Vergleich zum Jahr 2000 um 24 Prozent, 20 Prozent, 16 Prozent und 15 Prozent.

“Die Aussichten für die Region sind sehr gut und das Potential ist enorm. Das Bevölkerungswachstum bis zum Jahre 2050 fordert die Region zu Produkten mit einer höheren Wertschöpfung auf, um die Welt zu ernähren, die Nahrungsmittelsicherheit zu gewährleisten und der Menschheit eine gute Ernährung zu ermöglichen“,  sagte Carlos Gonzales, Präsident des Organisationskomitees des Kongresses der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten (abgekürzt: IFAJ) und des Kongresses der lateinamerikanischen Landwirtschaftsjournalisten, der in den ersten Tagen des Septembers in Argentinien abgehalten werden wird.

Curci Gonzales betonte, dass das lateinamerikanische Treffen nicht nur die Herausforderungen der Region mit Bezug auf Nahrungsmittelproduktion widerspiegelt, sondern auch die Aufgabe des Landwirtschaftsjournalismus, diese Themen der Öffentlichkeit zu vermitteln und die Verbindung zwischen Produzenten, der politischen Führung und dem breiten Publikum herzustellen.

Auf dem Programm des Kongresses stehen Sprecher der FAO und der Wirtschaftspolitik, wie Alvaro Ramos, der Repräsentant für Mercousur beim IFAD [International Fund for Agricultural Development]. Die Veranstaltung ist ein Forum für Dialoge im Bereich von landwirtschaftlicher Betrieben im Familienbesitz sowie der Nahrungsmittelversorgung in der südlichen Spitze Lateinamerikas. Antonio Aracre, Präsident von Syngenta, ist ein weiterer Sprecher. Er wird den Geschäftssektor vertreten. Der Kongress wird außerdem Erfolgserlebnisse im lateinamerikanischen Landwirtschaftsjournalismus demonstrieren – mitgeteilt von erfolgreichen Akteuren.

Wildes Wetter

John Morriss
Canada

Christian Mühlhausen
Germany

Die folgenden Berichte bieten einen kurzen Überblick über das wilde Wetter, das unsere Kollegen weltweit miterleben. John Morris, Mitherausgeber und redaktioneller Direktor von Farm Business Communications in Winnipeg, Kanada, fasst sie auf dem neusten Stand zusammen:

Regen macht Getreide, aber …

Die kanadischen Provinzen sind oft Quelle für “Wie trocken ist es?-Witze (z.B. “Die Bäume laufen den Hunden hinterher, usw.) aber in den letzten Jahren haben wir nicht zu viele davon gehört – und ganz bestimmt nicht diesen. Klimawandel wird oft erwähnt und die Skeptiker scheinen in letzter Zeit sehr still zu sein. Die Erwärmung unserer arktischen Regionen und das Schmelzen des Meereseises bedeutet, dass mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre verdunstet und dass sie irgendwo niederfallen muss.

Was immer auch der Grund sein mag, so ziemlich das gesamte landwirtschaftliche Kanada, einschließlich der Prairie-Provinzen und das südliche Ontario und Quebec haben dieses Jahr eine Menge Feuchtigkeit abbekommen.

Im Allgemeinen ist das eine gute Sache, aber sie ist von mehreren ungewöhnlichen und extremen Regenfällen begleitet gewesen. Die gewaltigen Regengüsse Mitte Juni von mehr als 220 Millimeter in 36 Stunden über den Rocky Mountains [Felsengebirgen] in Alberta und British Columbia führten zu massiven Überschwemmungen und Schäden in Calgary und anderen Städten im südlichen Alberta. Vier Menschen starben und die Sachschäden belaufen sich auf Billionen von Dollar.

Im frühen Juli erhielt Toronto einen Rekord von 126 mm an einem einzigen Tag, was Teile der Stadt überschwemmte, Fahrzeuge überflutete und in vielen Stadtteilen die Elektrizität ausfallen ließ.

Im Südwesten Manitobas haben zwei bedeutende Regenstürme kleinere Städte überschwemmt. Tornadobeobachter, die sich gewöhnlich südlich der Grenze aufhielten, dringen jetzt in diese Gegend vor. Und im benachbarten Südostsaskatchewan haben die Grainews-Editorin Leann Minogue und ihr Mann 80 Prozent ihrer Ernte innerhalb von zehn Minuten in einem Hagelsturm mit Tennisball grossen Hagelkörnern verloren. Das sind für die beiden zwei verlorene Ernten innerhalb von drei Jahren. 2011 konnten sie wegen Frühjahrsflut nicht aussäen. Um es nochmals zu sagen: Das ist traditionell eine der “Wie trocken ist es?”-Gegenden.

Aber, wie die Redewendung es will, “Regen macht Getreide”, was bedeutet, dass außerhalb der überfluteten Gegenden, die Ernten über fast ganz Kanada Ende Juli gut bis ausgezeichnet aussahen. Viele Landwirte begannen aber vor sich hin zu sagen: “Das ist für jetzt genug,” und hofften auf eine Trockenperiode, damit das Getreide ausreifen und dann in gutem Zustand geerntet werden kann.

Ein anderer IFAJ-Kollege, Christian Mühlhausen aus Deutschland sandte folgenden Bericht ein:

 

Starke für mehrere Tage andauernde Regenfälle haben Ende Mai in Deutschland eine der schwersten Fluten verursacht, besondern in den östlichen Gegenden. Die Bundesregierung schätzt, dass sich die Verluste der Fluverheerungen von 2013 für die deutschen Landwirte auf 400 Millionen Euro belaufen werden. Das Ministerium will mehr als 60 Millionen Euro aufbringen. Dieses Geld kann zur Soforthilfe betroffener Bauern verwendet werden. Zusätzlich wird erwartet, dass die Länder zusammen 120 Millionen zur Verfügung stellen. Die Bundesländer Bayern, Sachsen-Anhalt erlitten die größen Schäden, gefolgt von Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen.

The DBV (Deutscher Bauernverband = German Farmers Association) schätzt die Kosten der  Flut noch höher ein: über einem Niveau von 430 Millionen Euro. 494 238 Hektar Erntefläche und 321 255 Hektar Grasland wurden von der Flut betroffen. Viele Wohn- und Gehöftsgebäude wurde ebenfalls beschädigt. Joachim Rukwied, DBV-Präsident, nimmt an, dass etwa 15,000 Bauernfamilien unter der Flut gelitten haben. Er meint, der Gesamtschaden wird sich auf eine halbe Billion Euro belaufen. Seiner Meinung nach werden diese Umstände sich in höheren Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse niederschlagen. Rukwied fordert, dass die betroffenen Regionen 500 Euro pro Hektar Unterstützung von der Regierung für erlittene Flutschäden erhalten.

Der Aufruf des DVB resultierte in einer Hilfswelle für Landwirte. Verschiedene Organisationen haben der “Schorlemer Stiftung” Geld gesandt. Vor ihr erhielten bereits 200 Familien Geld ausgezahlt. Natürlich konnten nicht alle Kosten gedeckt werden, sodass die Flut weiterhin eine Katastrophe für deutsche Bauern darstellt.

Die Bild-Combo zeigt das vom Hochwasser überflutete Werratal bei Unterrieden (Hessen), auf dem oberen Bild während des Hochwassers am 05.06.2013, auf dem unteren Foto mit den Hochwasserschäden am 17.06.2013. Foto: Stefan Rampfel

2013 Star-Preis für Fotografie – Einsendungen jetzt Online

Allison Finnamore
Kanada

Die diesjährigen Einsendungen zur Bewerbung um den Star-Preis für Fotografie sind jetzt auf der IFAJ-Webseite unter http://www.ifaj.org/contests-awards/photo-contest/2013-entries.html. zu sehen.

In Parität mit der hohen Qualität der Einsendungen in den letzten Jahren sind auch die Einsendungen Ihrerseits, Mitglieder der IFAJ, einfach erstaunlich.

Die Preisrichter, Alex de Haan, Niederlande, Fotograf und vormaliger Gewinner des IFAJ Star-Preises für Fotografie, und Janice Thoroughgood, Manager für kreative Entwicklung bei Farm Credit Canada, beurteilten 26 Fotografien in der Kategorie Produktion, 23 Fotografien in der Kategorie Menschen und 22 Fotografien in Kategorie Natur/Landschaft. Ihre Ablichtungen führten sie auf einer Reise um die Welt der Landwirtschaft und zeigten ihnen Ihren Blickwinkel durch den Motivsucher.

Als Hauptpreisrichter und Koordinator des Wettbewerbs war es spannend Ihre Einsendungen zu betrachten, als sie in meiner Eingangsbox ankamen und die erste zu sein, die Sammlung der Einsendungen als Ganzes zu sehen. Natürlich sah ich auch Einsendunen von vergangenen Kongressen oder mit IFAJ verbundenen Touren. Ihre Arbeit ist dynamisch und dramatisch.

Wenn Sie die diesjährigen Einsendungen auf der IFAJ-Webseite anschauen, denken Sie bitte auch an den Wettbewerb vom nächsten Jahr. Über die kommenden Monate hinweg ziehen Sie in Betracht, eine Fotokartei anzulegen, um Ihre potentiellen Einsendungen zu sammeln. Strengen Sie sich an, ein preis-gewinnendes Bild einzufangen und ermuntern Sie auch Ihre Kollegen eine Einsendung zu erwägen. Der Wettbewerb steht allen IFAJ-Mitgliedern offen, die mit ihren Beiträgen auf dem laufenden sind. Eine Vorwahl durch die nationalen Gilden findet nicht statt.

Ich sehe mit Erwartung dem wertvollen Feedback der Preisrichter und den  Resultaten des Wettbewerbs während der Preisvergabe anlässlich unseres jährlichen Kongresses in Argentinien entgegen.