IFAJ Master Class

IFAJ und DuPont, durch seinen Pioneer Hi-Bred Geschäftszweig, arbeiteten zusammen, um in der zweiten jährlichen IFAJ Master Class Landwirtschaftsjournalisten aus Entwicklungsländern Training und Gelegenheiten zum Networking anzubieten.

Die diesjährige Master Class hatte ein Doppelziel. Sie sollte einerseits ein dynamisches und vollständiges Berufsbildungserlebnis für Journalisten aus Entwicklungsländern bieten und andererseits den Journalisten aus entwickelten Ländern Kontakte in Länder vermitteln, welche in komplizierter Weise dazu beitragen, eine zunehmend hungrige Welt zu ernähren. Die Master Class schafft somit ein Bewußtsein über die Rolle und Position der Landwirte und deren Organisationen weltweit.

Teilnehmer waren u.a.:
Tabara Yansane, Guinea
Siyu  Zhou, China
Rodrigo Miro, Argentinien
Samara Braghine, Brasilien
Beatriz Salazar, Peru
Sos Avetisyan, Armenien
Jules Ravelomanana, Madagaskar (unterstützt von der holländischen Gilde)
Jean Baptiste Lubamba, Dem. Republik Kongo (unterstützt von der belgischen Gilde
Inoussa Maiga, Burkina Faso
Jean Baptiste Musabyimana, Dem. Republik Kongo
Honore Kabongo, Dem. Republik Kongo

Während der zweitägigen Master Class fanden Workshops statt, die von IFAJ Mitgliedjournalisten geleitet wurden und auf diese Weise zu wahren Lehr- und Lernerlebnissen zwischen Personen ihrergleichen wurden. Folgende Themen wurden behandelt: Geeignete journalistische Praxis, Pressefreiheit, Interviewfertigkeit, neue Medien und die Rolle von Landwirten in der Armutsbekämpfung.

José van Gelder von Agriterra, eine Entwicklungsagentur für Landwirtschaft aus den Niederlanden, ist IFAJ-Mitglied und war für die Organisation der Veranstaltung verwantwortlich.

Dänischer Berichterstatter gewinnt den Star-Preis für Print-Journalismus

Per Henrik Hansen aus Dänemark ist der diesjährige Gewinner des IFAJ-Star-Preises für Print-Journalismus. Die Preisverleihung erfolgte beim Preis-Banquet während des Kongresses der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten (IFAJ) 2011 in Niagara Falls, Ontario, Kanada.

Hansens Artikel “Chickens Designed for Growth” [Hühner auf Wachstum geplant] wurde in der Spis Bare Zeitschrift veröffentlicht. Ashley Walmsley aus Australien wurde die ehrenvolle Anerkennung für ihren Bericht “The Asian Invasion” [Die asische Invasion] in Good Fruit and Vegetables verliehen.

Der Star-Preis für Print-Journalismus wurde gesponsort von John Deere. Der Gewinner erhielt eine Urkunde, eine goldene IFAJ-Anstecknadel und einen Bargeldpreis von 740 Euro. Der Zweitplazierte bekam 250 Euro in bar.

Die Preisrichter kommentierten, dass Hansen einen schönen Bericht zum kontroversen Thema der Brathähnchenproduktion, schrieb. Darin beschreibt er den Wendepunkt der Industrie mit dem Inkrafttreten von Gesetzen und zeigt anhand von Zahlen, dass die Tierhaltung sich seitdem verbessert hat. Er läßt Kritiker (Wissenschaftler) zu Wort kommen, die der Meinung sind, die Gesetzesvorschriften seien noch immer ungenügend. Der Blick auf die organische versus die nicht-organische Brathähnchenproduktion ist informativ, besonders weil er durch konkrete finanzielle Angaben unterlegt wird.”

Was nun Walmsleys Bericht über asiatische Honigbienen betrifft, so meinten die Beurteiler, die Verfasserin zeige ihr Erstaunen darüber, wie die australische Frucht- und Gemüsewirtschaft es abgelehnt hat, an dem Ausrottungsprogramm der gefährlichen asiatischen Honigbiene mitzuwirken. Walmsley zeige uns in drei Nebenspalten, warum diese Biene so gefährlich ist, während der eigentliche Bericht die Frage stellt, warum elf Organisationen sich weigerten, an dem Ausrottungsprogramm teilzunehmen.

Für den diesjährigen Wettbewerb wurden Einsendungen aus elf IFAJ-Mitgliedländern berücksichtigt. Die Preisrichter waren Ed Cassavoy, Nachrichteneditor der Zeitung Toronto Star, Kanada, und Rochus Kingsman, ehemaliger Editor von Boerderij und Chef der CRV-Verlags, Niederlande. Der Wettbewerbskoordinator war der IFAJ-Generalsekretär Owen Roberts aus Kanada.

Weitere Information über den IFAJ-Star-Preis für Druckjournalismus ist verfügbar auf der IFAJ-Webseite: www.ifaj.org oder durch Kontaktaufnahme mit Roberts unter: owen(at)uoguelph.ca.

Erste IFAJ-YARA Preisträger ausgezeichnet

Alan Scholz aus Saskatchewan, Kanada, ist der erste Preisträger des IFAJ-YARA-Preises für die Berichterstattung über ”Sustainable World Agriculture”.Alans Artikel “Lebensmittelknappheit – Ein Gerücht?” erschien in der Frühjahrsnummer der Zeitschrift Sustainable Future, veröffentlicht vom Agricultural Institute of Canada.

Die Beurteiler schrieben: “Alan hat gewagt zu fragen, ob es wirklich ein Problem mit der Nachhaltigkeit gäbe – und wie es guter Journalismus oft tut, vertrat eine entgegengesetzte Richtung zur populären Denkweise. Alans Bericht öffnete die Tür zu weiteren Debatten und Diskussionen. Trotz der klaren Perspektive war der Bericht ausgewogen, bot keine einzelne “fühl-dich-gut” Lösung an. Er beschrieb dieses komplexe, emotionale Thema fair und auf leicht verständliche sowie auch realistische Weise, die im wesentlichen so zusammengefasst werden kann, dass ein vielseitiger Ansatz nötig ist, um das komplizierte Nahrungsmittelproblem unter Kontrolle zu bekommen.”

Deanna Lush aus Australien erhielt eine ehrenvolle Anerkennung für ihren Bericht, betitelt “Crop quality key to feeding the world” [Erntequalität – Schlüssel zur Welternährung] in der Zeitung Stock and Land.

Die Beurteiler schrieben: “Deanna richtete ihr Augenmerk auf bessere Nahrungsmittelqualität, und nicht nur Quantität, ein wichtiger Aspekt bei der Produktion von Nährmitteln für die mehr als neun Millarden Menschen im Jahre 2050.” Ihr Bericht befasste sich mit Nährstoffmangel – manchmal als versteckter Hunger bezeichnet – und  welche Rollen dabei die Landwirte und Wissenschaftler beim Reduzieren des Nährstoffmangels spielen. Mehrere einschlägige Fälle wurden benutzt, um dem Leser ein gründliches Verständnis des Problems zu vermitteln.

Laura Rance aus Kanada erhielt ebenfalls eine ehrenvolle Anerkennung für ihren Bericht in der Zeitung Winnepeg Free Press, “Put on pot of soup, help fight food crisis” [Setze einen Topf Suppe auf, helfe die Lebensmittelkrise zu bekämpfen]. Die Beurteiler nannten ihren Bericht “sehr ausgewogen, auf die Pro und Kontras eingehend.” Sie meinten, Rance verbinde verschiedene Aspekte der Weltnahrungsmittelsituation auf sehr überzeugende Weise. Ergebnisse der UN Food and Agrigultural Organization und von Forschern werden berücksichtig und allgemein verständlich dargelegt.Es gelingt ihr, ein kompliziertes Problem und mit den  dazugehörenden Lösungsansätzen einfach darzustellen.

Die Ehrungen wurden am des Preisbanquets anläßlich des Kongresses in Niagara Falls, Ontario, verliehen.

Am Wettbewerb wurden 23 Einsendungen aus acht Ländern berücksichtigt. Das Thema lautete: “Wie ist eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren?”

Preisrichter für diesen erstmals durchgeführten Wettbewerb waren Henning Otte Hansen aus Dänemark, Cathy Reade von Australiens Craford Fund und ein Team bestehend aus Fred Kirschenmann, Jeri Neal und Laura Miller des Center for Sustainable Agriculture der Unversity of Iowa.

Der Koordinator des Wettbewerbs war der IFAJ Generalsekretär Owen Roberts aus Kanada. Beratung, Unterstützung und Liaison Activities für diese erste Preisverleihung leistete IFAJ-Mitglied Jorgen Lund Christiansen aus Dänemark.

Weitere Informationen über den IFAJ-YARA-Preis stehen auf der IFAJ-Webseite zur Verfügung: www.ifaj.org oder durch Kontaktaufnahme mit Roberts: owen(at)uoguelph.ca.

Preisträger des Star Prize für hervorragende Fotoqualität

Die Gewinner des diesjährigen Star-Preises für hervorragende Fotoqualität, durch DeLaval gesponsort, wurden ebenfalls bekanntgegeben. In diesem Jahr wurden 99 Einsendungen aus der gesamten IFAJ-Mitgliedschaft gezählt.

Der Gewinner des Hauptpreises ist Alex de Haan aus den Niederlanden, der mit seinem Foto “Mann mit Schafen,” ebenfalls erster in der Untergruppe Produktion wurde.

Die Gewinner der einzelnen Kategorien sind:

Menschen
Gewinner: Heuschreckenplage (Mark Griffin, Australien)
Ehrenvolle Erwähnung: Entwässerung und Gedicht (John Eveson, Großbritannien)

Natur/Landschaft
Gewinner: Kühe im Nebel (Alex de Haan, Niederlande)
Ehrenvolle Erwähnung: Entwickeln oder nicht (Linda Wikström, Schweden)
Ehrenvolle Erwähnung: Beiseite gehen (Twan Wiermans, Niederlande)

Produktion
Gewinner: Man mit Schafen (Alex de Haan, Niederlande)
Ehrenvolle Erwähnung: Oase macht Superfarm möglich (Liza Bohlmann, Südafrika)

Die Preise wurden während des Banketts anläßlich des Kongresses der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten in Niagara Falls, Ontario, Kanada, verliehen. Preisrichter für den diesjährigen Wettbewerb waren Allison Finnamore aus Kanada, Hugo Lochner aus Südafrika und Christine McClintic aus den USA. Der Wettbewerbskoordinator war der Vorsitzende des IFAJ Komitees für Berufsentwicklung Charl van Rooyen aus Südafrika.

Die Einsendungen und weitere Information über den IFAJ Star-Preis für hervorragende Fotoqualität können auf der IFAJ-Webseite: http://www.ifaj.org./contests-and-awards/photo-contest/2011-results.html angesehen werden.

Unsere japanischen Kollegen unterstützen

Iurii Mykhailov
Ukraine

Ukrainische Kollegen aus dem Landwirtschaftsjournalismus unternahmen einen neuen Versuch, japanische Kollegen zu unterstützen, die nach dem Tsunami fortfahren wiederaufzubauen.

Mitglieder der ukrainischen Gilde brachten eine Sondernummer von AgroProfi, der ukainischen Geschäftswochenschrift, heraus und spendeten die als freie Mitarbeiter verdienten Honorare ihren japanischen Kollegen. Sie sammelten fast 1000 Euro.

Diese Sondernummer ist zu sehen unter: http://www.agroprofi.com.ua/downloads/nomera/2011/agroprofi_32.pdf.

Schweden stellt Webseite ins Netz unter ifaj-org

Marina Tell
Schweden

Am 1. Oktober wird die schwedische Kongress-Webseite online geschaltet. Besuchen Sie ifaj-org für alle Informationen über den Kongress 2012. Die “Sub-Menus” werden regelmäßig mit weiteren Informationen angefüllt.

Die Generalsekretärin des Kongresses Lena Johansson sagte, “Wir sind sehr erfreut, diese Möglichkeit zu nutzen. Das Kongressprogramm steht schon fest. Zur Zeit planen wir Toureinzelheiten und arbeiten intensiv mit unseren Sponsoren. Während das Projekt wächst, werden sich weitere Personen unserem Kongress-Team anschließen. Wir sind sehr zufrieden und stolz darauf.”

“Sustainability [Nachhaltigkeit] wird der Fokus des schwedischen Kongresses sein; das Thema ist “Lösungen für eine grüne Zukunft.”

Johansson erklärte: “Landwirte können maßgebende Beiträger zu einer nachhaltigen Gesellschaft liefern. Das ist der Grund, warum wir dieses Thema gewählt haben – um Beispiele zu geben, wie Land- und Forstwirtschaft verschiedene Lösungen für Probleme wie Klimawandel und die Energiekrise bieten.”

Die Anmeldung istab Februar 2012 möglich. Die Teilnehmerzahlist auf 200 Delegierte beschränkt. Es werden bis zu acht Studientouren angeboten. Das abschließende Festessen wird in der Stadthalle von Stockholm stattfinden, einem aus dem Fernsehen wohlbekannten Ort, wegen des Nobel-Preis Dinners. Touren im Kongress-Folgeprogramm führen nach Gotland, Schwedens größter Insel in der Ostsee. Gotland ist eine der größten Landwirtschaftsprovinzen Schwedens.

Freuen Sie sich auf den IFAJ-Kongress 2012 in Schweden, 15.-19. August 2012.

Willkommen in Schweden!

Über die IFAJ News

Ein besonderer Dank gilt allen kanadischen Kollegen für das Organisieren einer hervorragenden Konferenz, für all ihre Arbeit und den Zeitaufwand. Die Veranstaltung bot ausgezeichnete Möglichkeiten für Networking, das Sammeln von Berichtsmaterial und Bildungserfahrungen. Und außerdem hatten wir viel Spaß miteinander. Wir freuen uns darauf, uns in Schweden wiederzusehen.

Mehr Informationen zum Kongress sowie Fotos und Interviews finden Sie auf: http://agwired.com/category/ifaj/. Vielen Dank an Chuck Zimmerman von ZimmComm für die großartige Berichterstattung und die Bereitwilligkeit Fotos zur Verfügung zu stellen.

Haben Sie Berichte vom Kongress, die Sie in den IFAJ-Nachrichten mitteilen möchten? Senden Sie Ihre News oder Artikelideen an die IFAJ-Nachrichteneditorin Karlie Elliott-Bowman: k.elliott.bowman(at)gmail.com. Der Einsendetermin für die November-Nummer ist der 15. Oktober 2011. Lassen Sie die Sprache nie Hürde für die Einsendung von Ideen oder Nachrichten sein. Schreiben Sie in Ihrer Muttersprache und wir werden zusammenarbeiten, um Ihre Mitteilung weiterzuleiten.

Teilen Sie ihre IFAJ-Nachrichten mit Ihren Kollegen.Auf: ifaj.org/news/newsletter-subscription.html können die IFAJ-News als Newsletter jederzeit aboniert werden. Bei den IFAJ-News handelt es sich um eine Publikationder Internationalen Föderation der Agrarjournalisten. IFAJ stellt Agrarjournalisten und Funkkommunikatoren eine Plattform zu professioneller Weiterentwicklung und internationalem Networking bereit. Um mehr über IFAJ zu erfahren, besuchen Sie die Webseite: www.ifaj.org. Falls Sie Fragen über IFAJ haben, zögern Sie nicht und melden Sie sich bei unserer Exekutivsekretärin Connie Siemes, P.O Box [Postfach] 205, 6920 AE Duiven, Niederlande, Telefon 0031 573 451975, E-mail: secretary(at)ifaj.org. Sie können IFAJ auch auf Twitter@IFAJ folgen und finden uns auch auf Facebook.

IFAJ News Oktober 2011

Kanadischer Kongress löst Enthusiasmus für IFAJ aus

Mike Wilson
IFAJ Präsident
USA

Im September hielt IFAJ einen herausragenden Kongress in Kanada ab. Das diesjährige Thema lautete “new world agriculture”, zu welchem spannende und neue Programmpunkte durchgeführt wurden. Wir ziehen den Hut vor unseren kanadischen Kollegen, die sehr hart gearbeitet haben, um dieses Treffen zu organisieren. Auf unserer Webseite www.ifaj.org können Sie einige der Höhepunkte sehen. Klicken Sie einfach unter “events” und dann “Past Congresses.”

Die Tage in Kanada flossen vorüber wie das Rauschen des Wassers, das die Niagara-Fälle hinabdonnert – äußerst schnell! Wir erlebten die Bekanntgabe des ersten IFAJ-Yara Preisgewinners, führten unser neues Master-Class-Programm im Rahmen eines zweitägigen Workshop durch, und hielten ein Berufsentwicklungsseminar für junge Journalisten des Alltech Young Leader Program ab. Wir erlebten aussergewöhnliche Hof- und Ranchbesuche, erfuhren mehr über kanadische Spitzenforschung und erhielten einen intimen Einblick in die örtliche Kultur.

Die Stimmung in Kanada war optimistisch und elektrisch, nicht zu letzt weil IFAJ sich intensiver auf die Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsjournalisten außerhalb ihres ansonst typischen Ansprechbereichs fokussierte. Die Master Class, von Pioneer unterstützt und von Agriterra koordiniert, ist Teil der Idee, IFAJ mit Journalisten aus Entwicklungsländern zu verbinden. Führende Kräfte von IFAJ haben sich dazu entschlossen, einen entsprechenden Plan zu entwickeln, der die Organisation weiter in diese Richtung bewegen läßt.

Ich war priviligiert an einigen der Diskussionen mit den aus Afrika, Asien, Osteuropa und Lateinamerika stammenden Journalisten teilzunehmen.Es war interessant festzustellen, dass viele von uns Journalisten mit denselben Problemen konfrontiert sind. Jedoch sehen sich die Kollegen aus Ländern, wo man sich kaum einen Laptop leisten kann oder wo die Regierung einem ins Gefängnis wirft, wenn man etwas Kritisches schreibt, viel größeren Herausforderungen gegenüber.

Wir wissen noch nicht, wie die IFAJ sich zu einem sinnvollen Partner dieser Journalisten enwickeln wird. Wir wissen aber, dass wir den Wunsch haben, uns in diese Richtung zu bewegen. IFAJ-Mitglieder bekräftigten diese Idee während des Kongresses.

Die strategische Planung ist erst im Anfangsstadium. Der schwierige Teil, ein Einigung über die künftige Organisation, liegt noch vor uns.Das wird Zeit beanspruchen, Geduld und Kompromisse seitens der IFAJ Führung.

In einer internationalen Gruppe ist das nicht immer einfach. Aber wir sind durch einen gemeinsamen Zweck verbunden. Ich hoffe, letztlich wird eine globale Organisation entstehen, die so relevant ist wie nie zuvor in ihrer 57-jährigen Geschichte.

Unseren Kollegen in Kanada gratuliere ich. Und an jeden gerichtet, der dies liest: Uns sind alle Gedanken und Ideen willkommen, jetzt wo IFAJ beginnt ihre Zukunft neu auszurichten. Senden Sie eine E-mail an mwilson(at)farmprogress.com.

IFAJ-Alltech Young Leader “Grundausbildung”

Zehn junge Landwirtschaftsjournalisten aus aller Welt hatten den Zuspruch als IFAJ-Alltech Nachwuchs-Führungskräfte erhalten, um dem IFAJ-Kongress 2011 in Kanada beizuwohnen.

Die Alltech-Stipendien für Nachwuchsführungskräfte im Landwirtschaftsjournalismus aus Ländern, die der IFAJ angehören zollen dem Führungspotential von jungen Mitgliedern Anerkennung. Erstmals nahmen die Gewinner während des Kongresses an einem speziellen Grundausbildungskurs teil, der zur Förderung ihrer beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, zum Ideenaustausch und zur Gewinnung einer globalen Sicht auf die Herausforderungen der Landwirtschaftskommunikation entworfen worden war.

Der Unterricht wurde von erstrangigen Landwirtschaftsjournalisten und Kommunikationsfachleuten erteilt. Zusammen mit den Teilnehmern erarbeiteten sie Print- und Broadcast Stories für die IFAJ-Kongress-Webseite.

Zu den Teilnehmern gehörten:
Markus Habisch, Österreich
Lisa Guenther, Kanada
Christian Mühlhausen, Deutschland
Sabrina Sweeny, Irland
Sjoerd Hofstee, Niederlande
Kristyna Smehyova, Slowakische Republik
Lloyd Phillips, Südafrika
Anna Nilsson, Schweden
Michael Wahl, Schweiz
Holly Spangler, USA
Jesus Lopez Colmenarejo, Spanien
Terhi Torikka, Finland
Deanna Lush, Australien
Soledad Ricca, Argentinien

Für weitere Information über dieses Programm und die Teilnehmer: http://www.ifaj.org/contests-and-awards/young-leaders-award/2011-award-winners.html.

Dänischer Berichterstatter gewinnt den Star-Preis für Print-Journalismus

Per Henrik Hansen aus Dänemark ist der diesjährige Gewinner des IFAJ-Star-Preises für Print-Journalismus. Die Preisverleihung erfolgte beim Preis-Banquet während des Kongresses der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten (IFAJ) 2011 in Niagara Falls, Ontario, Kanada.

Hansens Artikel “Chickens Designed for Growth” [Hühner auf Wachstum geplant] wurde in der Spis Bare Zeitschrift veröffentlicht. Ashley Walmsley aus Australien wurde die ehrenvolle Anerkennung für ihren Bericht “The Asian Invasion” [Die asische Invasion] in Good Fruit and Vegetables verliehen.

Der Star-Preis für Print-Journalismus wurde gesponsort von John Deere. Der Gewinner erhielt eine Urkunde, eine goldene IFAJ-Anstecknadel und einen Bargeldpreis von 740 Euro. Der Zweitplazierte bekam 250 Euro in bar.

Die Preisrichter kommentierten, dass Hansen einen schönen Bericht zum kontroversen Thema der Brathähnchenproduktion, schrieb. Darin beschreibt er den Wendepunkt der Industrie mit dem Inkrafttreten von Gesetzen und zeigt anhand von Zahlen, dass die Tierhaltung sich seitdem verbessert hat. Er läßt Kritiker (Wissenschaftler) zu Wort kommen, die der Meinung sind, die Gesetzesvorschriften seien noch immer ungenügend. Der Blick auf die organische versus die nicht-organische Brathähnchenproduktion ist informativ, besonders weil er durch konkrete finanzielle Angaben unterlegt wird.”

Was nun Walmsleys Bericht über asiatische Honigbienen betrifft, so meinten die Beurteiler, die Verfasserin zeige ihr Erstaunen darüber, wie die australische Frucht- und Gemüsewirtschaft es abgelehnt hat, an dem Ausrottungsprogramm der gefährlichen asiatischen Honigbiene mitzuwirken. Walmsley zeige uns in drei Nebenspalten, warum diese Biene so gefährlich ist, während der eigentliche Bericht die Frage stellt, warum elf Organisationen sich weigerten, an dem Ausrottungsprogramm teilzunehmen.

Für den diesjährigen Wettbewerb wurden Einsendungen aus elf IFAJ-Mitgliedländern berücksichtigt. Die Preisrichter waren Ed Cassavoy, Nachrichteneditor der Zeitung Toronto Star, Kanada, und Rochus Kingsman, ehemaliger Editor von Boerderij und Chef der CRV-Verlags, Niederlande. Der Wettbewerbskoordinator war der IFAJ-Generalsekretär Owen Roberts aus Kanada.

Weitere Information über den IFAJ-Star-Preis für Druckjournalismus ist verfügbar auf der IFAJ-Webseite: www.ifaj.org oder durch Kontaktaufnahme mit Roberts unter: owen(at)uoguelph.ca.

Gewinner des Star Prize im Broadcast-Wettbewerb

Die Gewinner des IFAJ Star-Preises für ausgezeichnete Broadcast-Berichterstattung wurden bekanntgegeben. Dieses Jahr, wo sie ihr 25-jähriges Jubiläum mit der Austalian Broadcasting Corporation (ABC) feiert, hat Pip Courtney den ersten Preis in der Fernsehkatagorie gewonnen und wurde als Gesamtgewinner für ihren Bericht “Pipe Dreams” ausgezeichnet. Eine detaillierte Berichterstattung über das in ihrem Land kontroverse Thema von Erdgasfeldern auf Kohleflözen, die auf bestem Agrarland entwickelt werden, wurde im Program ABC Landline ausgestrahlt.

Erik Poulsen von Dänemarks LandTV erhielt in der Fernseh-Kategorie eine Auszeichnung für seinen Beitrag “Vater begann mit vier Kühen.”

Australien erwies sich als stark im Broadcast-Wettbewerb. In der Radio-Kategorie gewann Julia Holman von ABC Rural mit einem Bericht über eine Heuschreckenplage, die im Programm “The Country Hour” gesendet wurde. Ein anderer ABC Landwirtschaftsberichterstatter, Flint Duxfield, war der “On-line-Radio”-Gewinner mit “Bauern benutzen twitter nicht wirklich?”

Nancy Nicolson von Famers Weekly in Großbritannien gewann den ersten Preis in der “on-line”-Kategorie mit einer Abhandlung über Kleinpächter.

Die Wettbewerkskoordinatorin Liz Harfull sagte, dass – unabhänging von einander arbeitend – beide Mitglieder des Auswahlkomitees in jeder Kategorie zu identischen Entscheidungen kamen. Sie waren besonders von der Arbeit des Gesamtgewinners beeindruckt, die sie als ein großartiges Stück Fernsehjournalismus bezeichneten, an dem man keinen Fehler finden könne.

“Sie stimmten darin überein, dass der Beitrag ausgewogen und objektiv sei, präzise ediert, und zeige markante Persönlichenkeiten in einem Rahmen, der jede beliebige Zuhörerschaft – eine allgemeine sowohl auch Spezialisten – informiere, sagte Harfull. Die Beurteiler lobten Poulsens höchst empfehlenswerten Beitrag als erstklassiges Stück Landwirtschaftsjournalismus für das Fernsehen, eine ansprechende menschliche Geschichte von Erfolg und Wachstum trotz sich ändernder Zeiten. Es war klar geschrieben und gut strukturiert.

Die als Gewinner ausgezeichnete Radioeinsendung war ein informatives Stück Arbeit, das wirksame Benutzung natürlicher Geräusche einbezog und den Bericht aus einem weiten Blickwinkel darbot. Der beste “on-line”-Radiobericht war durchdacht, brachte vordergründig starke Interviews, die den Enthusiasmus der Befragten für “twitter” einfing. Die Preisrichter waren sich ebenfalls einig, dass die Sieger-Einsendung im “on-line-video” von Nicolson ein markanter Bericht sei. Informativ, sachgemäß, zusammenhängend strukturiert, gut geschrieben und vorgetragen, habe er das Interesse des Zuschauers von Anfang bis Ende festgehalten.

Als sie den Gewinnern gratulierte, sagte Harfull, es habe dieses Jahr eine wesentliche Verbesserung in der Zahl und Qualität der “on-line”-Einsendungen gegeben, was beweise, dass Agrarjournalisten die auf Internet basierenden Optionen mehr nutzten.

Interessant sei es, dass Journalisten, die vorher nur in einer einzigen Disziplin arbeiteten, ihre Fertigkeiten auf die “on-line”-Arbeit ausdehnen und ihre Berichte so darbieten, dass Audio, Video, Text und Fotos sowie weitere Weboptionen gleichzeitig genutzt werden.

Sie ermutigte IFAJ-Mitglieder den Preis in der KAtegorie Broadcast zu unterstützen, welcher erst zum zweiten Mal vergeben wurde.

Die preisgekrönten Einsendungen können auf der IFAJ-Webseite: www.ifaj.org eingesehen werden. Für zusätzliche Information über den IFAJ Star-Preis für hervorragende Funkprogramme beachte man die Webseite oder trete in Verbindung mit dem IFAJ-Generalsekretär Owen Roberts unter: owen(at)uoguelph.ca.

Irlands Gilde landwirtschaftlicher Journalisten feiert 50 Jahre

Stephen Cadogan
Irland

Es ist das 50-Jahr-Jubiläum seit der Gründung der Gilde landwirtschaftlicher Journalisten in Irland.Eine Dillon Memorial Lecture und ein Dinner – Vortrag und Festessen – am Freitag, dem 4. November, werden den Mittelpunkt der Jubiläumsfeiern ausmachen.

Der Gilde-Vorsitzende Damien O’Reilly gab bekannt, dass der bekannte irische Funk- und Fernsehsprecher und Historiker Dr. John Bowman den Festvortrag halten wird.

Die Gilde dankt der Kerry Group für ihre großzügige Sponsorenschaft der Veranstaltung, die die eminenteste im Jahreskalender der Gilde ist.

IFAJ-Präsident Mike Wilson wird als Ehrengast anwesend sein.

Eine Broschüre aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums wird von dem ehemaligen IFAJ-Präsidenten David Markey sowie Michael Miley und Colm Cronin vorbereitet.

Bekannter britischer Viehfotograf geht in Ruhestand

Joe Watson
Großbritannien

Einer der bekanntesten Viehfotografen Englands hat den Kameraverschluss nach fast sechs Dekaden zuklappen lassen.

Douglas Low trat im August nach 55 Jahren als Agrarfotograf in den Ruhestand. Er begann seine Karriere 1956 bei der in Glasgow veröffentlichten Zeitschrift Scottish Farmer und arbeitete danach ab 1961 für The Press and Journal, eine täglich erscheinende schottische Regionalzeitung. 1970 ging er zu Scottish Farmer zurück aber startete zwei Jahre später sein eigenes  Geschäft. Er ist langjähriges Mitglied der Gilde landwirtschaftlicher Journalisten Großbritanniens.

Er verbrachte Jahre damit, die sich dauernd ändernde britische Landwirtschaft einzufangen, einschließlich der Einführung neuer Zuchtrassen wie Charolais-, Limousin- und Holstein-Rinder, so wie auch Texel- und Charollais-Schafe. Oft war er der offizielle Fotograf verschiedenster Viehzuchtsorten, einschließlich der Blackface-, Suffolk- und Texel-Schafvereinigungen. Zudem war er der offizielle Fotograf der britischen Royal Highland und den Royal Wesh Ausstellungen.

Douglas meinte: “Die Fotografie hat sich sehr entwickelt – Glasplatten bis zum Rollfilm zu 35 mm und jetzt digital. Zu meiner Zeit musste es in dem Moment richtig sein, es spielte keine Rolle wie lange es dauerte Heute braucht man nur ein kleines Kästchen mit Tricks in seinem Computer und kann jede Aufnahme verbessern. Das ist Fortschritt und jetzt ist jeder ein Fotograf – denken sie.”

Spenden für die Tsunamiopfer in Japan

Markus Rediger

IFAJ-Mitglieder spendeten 13,509 Euro für den Wiederaufbau der durch das verherrenden Erdbeben und den Tsunami zerstörten Gebiete in Japan. Besonders hart getroffen wurde die Stadt Sendai und Umgebung, wo im Jahr 2007 der IFAJ-Kongress stattfand.

Die Japanische Delegation drückte am IFAJ Kongress 2011 in Kanada ihre tiefe Wertschätzung für das Engagement ihrer Kollegen aus.