EU-Agrarkommissar gründet Journalistennetzwerk

In Brüssel wurde am 6. Dezember das europäische Netzwerk der Agrarjournalisten ENAJ durch den EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos ins Leben gerufen. Viele Mitglieder der IFAJ waren auch dabei.
Ciolos möchte die Agrarjournalisten einspannen um die Kommunikation der EU-Agrarpolitik zu verbessern und zu begleiten. Es sei ihm ein Anliegen, dass die Journalisten aus erster Hand Informationen erhielten und Fragen stellen, aber auch untereinander austauschen könnten, so erhofft sich der Agrarkommissar eine Verbesserung der Information. Er gab den rund 150 Journalisten die aus Portugal bis Polen angereist waren, den Auftrag die oft komplexe EU-Agrarpolitik herunter zu brechen auf die jeweiligen Länder und Kontexte und verständlich zu kommunizieren. Dabei geht es dem obersten EU-Agrarpolitiker nicht darum, die Journalisten als Sprachrohre Brüssels zu instrumentalisieren. Er betonte, „die Journalisten sollen ihre Arbeit unabhängig, in aller Freiheit und kritisch tun können.“ Deshalb wird nicht die Brüsseler Administration das neue Netzwerk verwalten, sondern die Agrarjournalisten selber. Unter der Leitung von Jeff Verhaeren hat eine Gruppe anerkannter Journalisten – alles Mitglieder der IFAJ – aus Belgien, Deutschland, Irland, Spanien, Holland, England und Slowenien den Auftrag erhalten das Netzwerk zu koordinieren. Vorerst sind halbjährliche Treffen des gesamten Netzwerks auf Kosten des Agrarkommissars geplant. Unter den Teilnehmern aus allen 27 Mitgliedsländern der EU war auch Markus Rediger aus der Schweiz als Vertreter eines Nichtmitgliedslandes dabei. Gegenüber den IFAJ-News betonte er, es ihm ein Anliegen, dass das neue Netzwerk frühzeitig mit der bestehenden weltweiten Plattform der Internationalen Vereinigung der Agrarjournalisten IFAJ vernetzt werde.