Skip to main content Scroll Top

EU-Präsident: Landwirtschaft braucht Perspektiven

Markus Rediger – Herman van Rompuy, Präsident der Europäischen Union hat vor Agrarjournalisten aus aller Welt in Brüssel betont, dass die Landwirtschaft etwas Faszinierendes sei und Zukunft brauche.

Die heutige Landwirtschaft in der EU sei geprägt durch Leistungsdruck und Leidenschaft, sagte van Rompuy am 22. April. Die 13 Millionen Beschäftigen, im Agrarsektor bräuchten Leidenschaft und Begeisterung, um Tag für Tag, unter hohem Kostendruck gute und sichere Lebensmittel zu produzieren. Trotz leidenschaftlichem Einsatz laste viel Druck auf der Landwirtschaft. Allein im Krisenjahr 2009 gingen die Einkommen der Bauern im Schnitt um 12 Prozent zurück. Die EU-Agrarpolitik nehme diese Entwicklungen ernst und wolle Rahmenbedingungen schaffen für eine Landwirtschaft mit Zukunft. 

Der EU-Präsident betonte, dass auch die Erwartungen der Gesellschaft die Bauern herausfordern. Die Konsumenten wollten sichere, qualitativ hochstehende Produkte, die umweltfreundlich produziert werden. Er begrüsst den Vorstoss des EU- Agrarkommissars Ciolos, der mittels einer Befragung herausfinden will, was die Europäer von ihrer Landwirtschaft in Zukunft erwarten und was sie bereit sind dafür zu investieren. 

Einige belgische Bauern haben vor dem Treffen mit dem EU-Präsident aufgezeigt, dass sie auf Kosten der Substanz wirtschaften und so keine Zukunft sehen. Es scheint, dass die Forderungen von Politik und Konsumenten nach umweltfreundlich produzierter Topqualität zum Tiefstpreis seine Grenzen hat und Opfer auf dem Land fordert. 

Van Rompuy betonte, dass gerade in diesem Spannungsfeld zwischen Stadt und Land die Presse eine wichtige Rolle spiele, um die Distanz zwischen Bauern und Konsumenten zu überbrücken.